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Das Lehnswesen

Das Lehnswesen bezeichnet die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Lehnsherren und Lehnsnehmern im Hochmittelalter.

Was ist das Lehnswesen?

Das Lehnswesen war die Gesellschaftsordnung im Mittelalter, die sich zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert im Frankenreich entwickelte. Stützpfeiler dieser Ordnung waren die politischen und ökonomischen Beziehungen zwischen Lehnsherren und Lehnsnehmern. An der Spitze stand der König als oberster Lehnsherr. Die ihm untergebenen Grafen und Herzöge bezeichnete man als Lehnsnehmer oder auch als Vasallen, was ursprünglich Knecht bedeutete. Die Größe des Fränkischen Reiches machte es unmöglich, dass der König ohne Unterstützung regierte. Er benötigte den Rückhalt durch die Kirche und durch seine Vasallen, weswegen der König seinen Vasallen Teile seines Besitzes zur Verwaltung gab und somit seine Gefolgschaft vergrößerte. Die Vasallen wiederum konnten durch das überlassene Land Macht als Grundherrn gewinnen und hatten durch den Lehnsherren einen mächtigen Verbündeten, der sie auch im Falle eines Angriffes verteidigen musste. Die Lehnsnehmer verpflichteten sich im Gegenzug den Lehnsherren zu unterstützen, indem sie ihm Soldaten zur Verfügung stellten, die für ihn kämpften. Zu dem geliehenen Land, auch Lehen genannt, gehörten auch die dort lebenden Menschen, die einfachen Bauern. Sie hatten keine Rechte und keinen Besitz, mussten jedoch Abgaben leisten. Adel und Königshäuser lebten von diesen Abgaben. War das Lehen zunächst auf Lebzeiten verliehen, wurde es später erblich. Die Folgegeneration musste den Treueschwur erneuern.

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