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Mahatma Gandhi

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Team Zeitreise
Mahatma Gandhi
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Grundlagen zum Thema Mahatma Gandhi

Wer war Mahatma Gandhi?

Mahatma Gandhi, bürgerlich Mohandas Karamchand Gandhi, war ein indischer Freiheitskämpfer und der Anführer und Vordenker der indischen Freiheitsbewegung gegen die Kolonialherrschaft durch das Britische Reich. In diesem Text erfährst du mehr über Gandhis Leben, seine Vorstellung von gewaltlosem Widerstand und seinen Kampf für die Unabhängigkeit Indiens.

Mahatma Gandhi – Steckbrief

Steckbrief Mahatma Gandhi
Geburts- und Todestag 02.10.1869, 30.01.1948
Geburtsname Mohandas Karamchand Gandhi
Ehrenname Mahatma; Bedeutung: große Seele
Ehefrau Kasturba Gandhi (1869–1944), geboren als Kastur Kapadia, verheiratet ab 1882
Kinder Das erste gemeinsame Kind verstarb nach wenigen Tagen, weitere Kinder: Harilal (1888–1948), Manilal (1892–1956), Ramdas (1897–1969), Devdas (1900–1957)

Mahatma Gandhi

Mahatma Gandhi – Lebenslauf

Gandhi wurde am 2. Oktober 1869 als jüngster von vier Söhnen geboren. Er gehörte der Kaste (= Gesellschaftsschicht) der Bania an, die zum Stand der Vaishya gehörte, also eigentlich zu Kaufleuten und Händlern. Trotzdem stellten sein Vater und sein Großvater beide den Premierminister von Porbandar, einer kleinen Hafenstadt, in der Gandhi aufwuchs. Mit sieben Jahren zog er mit seiner Familie in die damalige Hauptstadt Rajkot, wo sein Vater als Richter arbeitete. Dort bekam Gandhi wegen der kolonialen Vorherrschaft Großbritanniens Schulunterricht auf Englisch. Indien gehörte damals genau wie Pakistan und Bangladesch nämlich noch zum British Raj. Gandhis Familie praktizierte eine bestimmte Form des Hinduismus. Dieser Glaube prägte schon früh seine ablehnende Haltung gegenüber der Gewalt.

Wusstest du schon? Der Name „Mahatma“ ist nicht Gandhis Vorname, sondern ein Ehrenname, der so viel wie „große Seele“ bedeutet.

Mahatma Gandhi – Reise nach Großbritannien

Zum Studium der Rechtswissenschaften zog es Gandhi nach London. Das entsprach nicht dem Wunsch seiner Eltern, die wollten, dass ihr Sohn sein Studium in Indien absolviert. Nur durch das Versprechen, seinen hinduistischen Glauben nicht abzulegen, willigten sie letztlich ein. Der religiösen Oberschicht Indiens missfiel seine Entscheidung allerdings trotzdem, sodass sie Gandhi seine Kastenzugehörigkeit entzogen. Das bedeutete faktisch einen Ausschluss aus der indischen Gesellschaft. Trotzdem hatte seine Entscheidung, nach London zu gehen, auch Vorteile: Er lernte andere Religionen kennen, konnte in die Lebensart der Metropole eintauchen und durfte nach seinem Abschluss 1891 auch als Rechtsanwalt arbeiten.

Mahatma Gandhi – Gandhi in Südafrika

Nachdem er sein Studium beendet hatte und nach Indien zurückgekehrt war, gründete er dort eine Kanzlei, die jedoch wenige Erfolge verzeichnete. Dies motivierte ihn, das Land erneut zu verlassen und nach Südafrika zu gehen, das damals auch in das Britische Empire eingebunden war. Diese Zeit bezeichnete Gandhi später selbst als prägend für seine pazifistische (= Gewalt ablehnende) Persönlichkeit. Denn als indischstämmiger Mensch erfuhr er in dem unter Apartheid (= Rassentrennung) stehenden Land Diskriminierung wie viele weitere People of Colour im von den Briten regierten Südafrika. Beispielsweise wurde er gewaltsam aus einem Zug geworfen, weil er sich auf einen Platz gesetzt hatte, der nach den Regeln der Apartheid nur den Weißen vorbehalten war. So festigte sich seine ablehnende Haltung gegenüber der britischen Herrschaft, die er auch auf sein Heimatland Indien übertrug, in dem kaum weniger Unterdrückung herrschte. In der Folge beteiligte sich Gandhi an der Gründung von Organisationen für die Stärkung der Entrechteten, wie zum Beispiel des Natal Indian Congress, oder an der Durchführung friedlicher Demonstrationen. Vor allem diese stehen für seine Ideen des gewaltfreien Widerstands. Außerdem konnte er durch das Veröffentlichen einer Zeitung in englischer und regionalen indischen Sprachen eine große Reichweite seiner Ideen erzielen.

Wir halten also fest: Gandhis politische Ziele beinhalteten die Abschaffung des Kastensystems und die Unabhängigkeit der britischen Kolonien (z. B. in Indien oder Südafrika) und er versuchte, seine Ziele mit gewaltfreiem Widerstand (Satyagraha) zu erreichen.

Mahatma Gandhi – Rückkehr nach Indien

Gandhis Aufenthalt in Südafrika weitete seinen Blick für politische und gesellschaftliche Missstände, die er nun auch in seinem Heimatland Indien zu bekämpfen versuchte. Dabei wurde er fortan von seiner Frau Kasturba und drei seiner fünf Kinder in der Unabhängigkeitsbewegung unterstützt. In Indien rief er die von der britischen Kolonialverwaltung unterdrückten Menschen dazu auf, dieses Schicksal nicht länger hinzunehmen. Die Inderinnen und Inder sollten die Schulbildung und die Arbeit boykottieren (= verweigern), um so Druck auf die Briten auszuüben. Obwohl er sich auch hier keine Gewalttätigkeit zu Schulden kommen ließ, wurde er inhaftiert. Glück im Unglück war es für ihn, dass er die Haft wegen gesundheitlicher Probleme nach zwei Jahren beenden konnte. Seine Ziele verfolgte er dann noch entschlossener.

Mahatma Gandhi – Unabhängigkeit Indiens

Internationale Berühmtheit erlangte Gandhi dann im sogenannten Salzmarsch, einer Auflehnung der Einheimischen gegen die von den Briten erhöhte Salzsteuer im Jahr 1930. Mit diesem wollte er gegen das britische Salzmonopol aufbegehren, denn nur den Briten war der Handel mit dem für die indische Bevölkerung wichtigen Rohstoff Salz erlaubt, wodurch diese in eine starke Abhängigkeit geriet. Mit 78 seiner Anhänger zog Gandhi deswegen 24 Tage lang auf einer Strecke von beinahe 400 Kilometern von seinem Wohnort bis an die Küste des Arabischen Meeres, wo er die indische Bevölkerung zum Widerstand gegen das Salzmonopol aufrief. In der Folge begannen viele Inderinnen und Inder, selbst Salz zu gewinnen, indem sie Salzwasser verdunsten ließen. Unzählige Festnahmen waren die Folge. Dadurch erzielte Gandhi die Aufmerksamkeit der internationalen Presse. Die Aktion gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Unabhängigkeit, die Indien im Jahr 1947 erlangte.

Gandhi wollte seine Ziele also mit einem völligen Verzicht auf Gewalt erreichen. Dafür entwickelte er ein Konzept, das er Satyagraha nannte, was übersetzt in etwa „das Festhalten an der Wahrheit“ bedeutet. Hinter dieser Methode steht die Idee, im Umgang mit dem Gegner – bei Gandhi also vor allem mit den britischen Kolonialherren – auf Gewalt zu verzichten und bereitwillig Schmerz und Leid zu ertragen. Gandhi war davon überzeugt, dass so die Gefühle und das Gewissen des Gegners angesprochen werden können, er sich dadurch der Falschheit seiner Handlungen bewusst wird und man ihn so zum Verbündeten bekehren kann. Im konkreten Handeln zeigte sich diese Haltung bei Gandhi und seinen Anhängern etwa in Akten zivilen Ungehorsams, also in der gewaltfreien Weigerung, den Anweisungen der Kolonialverwaltung Folge zu leisten. Dies gipfelte beispielsweise im oben erwähnten Salzmarsch oder auch in Hungerstreiks, die Gandhi in den 1930er- und 1940er-Jahren wiederholt als Mittel des Protests wählte.

Gandhis gewaltfreie Protestformen, wie zum Beispiel der berühmte Salzmarsch, stärkten das Bewusstsein vieler Inderinnen und Inder für die Unterdrückung durch die Kolonialherren. Nun konnten sie selbst Salz gewinnen. In der Folge wurde der Weg in die Unabhängigkeit geebnet, die letztlich im Jahr 1947 Wirklichkeit wurde.

Mahatma Gandhi – Todesursache

Die Unabhängigkeit Indiens hatte zur Folge, dass das Land in zwei Teile aufgeteilt wurde: das hinduistische Indien und das muslimische Pakistan. Dieser Teilung voraus gingen teils blutige Kämpfe um die religiöse Vorherrschaft, denn beide Gruppen wollten die staatstragende Religion vorgeben. Gandhi selbst, der während seiner Zeit in London Erfahrungen mit dem Zusammenleben verschiedener Religionen machen konnte, setzte sich für eine Versöhnung der beiden Religionen ein und strebte ein einheitliches Indien an. Dafür sprach er sich zeitweise sogar dafür aus, den Musliminnen und Muslimen in einem ungeteilten Indien die Vorherrschaft zu überlassen. Ein Schritt, der für viele gläubige Hindus im Land inakzeptabel gewesen wäre. Einer von ihnen, der Fanatiker Nathuram Vinayak Godse, ging in seiner Ablehnung des religiösen Zusammenlebens sogar so weit, dass er Gandhi am 30. Januar 1948 auf offener Straße erschoss, als sich dieser dort zu einem öffentlichen Gebet einfand. Godse wurde der Prozess gemacht und er wurde zum Tode verurteilt.

Mahatma Gandhi – Zitate

„Ich betrachte mich als Soldat, wenn auch als Soldat des Friedens.“

„Die Botschaft des Friedens ist, dass wir unserer eigenen Identität treu bleiben, und nicht die Methoden des Westens kopieren, ihre Gewehre und Atombomben. Wir müssen gemeinsam nach Liebe und Wahrheit suchen.“

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

„Unter Demokratie verstehe ich, dass sie dem Schwächsten die gleichen Chancen einräumt wie dem Stärksten.“

Mahatma Gandhi – Zusammenfassung

Zusammenfassung

  • Mahatma Gandhi war ein indischer Rechtsanwalt hinduistischen Glaubens.

  • Durch seinen Pazifismus und gewaltfreien Widerstand wurde er zum Vordenker der Unabhängigkeit Indiens.

  • Weltweite Berühmtheit erlangte er durch den Salzmarsch und diverse Hungerstreiks.

  • Am 30. Januar 1948 wurde Gandhi von einem fanatischen Hindu auf offener Straße erschossen.

Häufig gestellte Fragen zu Mahatma Gandhi

Was waren die wichtigsten Leistungen von Mahatma Gandhi?
Wie setzte sich Gandhi für Gewaltlosigkeit ein?
Welchen Einfluss hatte Gandhi auf die Unabhängigkeitsbewegung Indiens?
Musste sich Gandhi Kritik oder Kontroversen stellen?
Wie wird Gandhi heute erinnert und gewürdigt?
Warum ist Gandhis Philosophie auch heute noch relevant?
Mit welchen Herausforderungen sah sich Gandhi während seines Aktivismus konfrontiert?

Transkript Mahatma Gandhi

Gandhi hat 40 Jahre hindurch die britische Kolonialherrschaft bekämpft und versucht über rassische und religiöse Barrieren hinweg die Inder zur Einigkeit zu führen. Sein stark von der Religion geleitetes politisches Handeln kommt ohne äußerlichen Fanatismus und Gewaltanwendung aus. Nur die Verweigerung der Zusammenarbeit mit der kolonialen Verwaltung und dem bürgerlichen Ungehorsam lässt er als Druckmittel zu. Dafür fordert er von seinen Landsleuten viel. Er predigt eine asketische Lebensführung, die auch politische Aktionen und Versammlungen zu Gesang und Gebet einschließt. Als Protest gegen das britische Textilmonopol und zur Hebung volkstümlicher Werte propagiert er das händische Spinnen. Als Gandhi stirbt ist Indien bereits seit sechs Monaten ein freies Land. Aber der fehlende gemeinsame Gegner lässt die schwelenden Konflikte zwischen Moslems und Hindus in blutige Aufstände ausarten. Die Brutalität der Auseinandersetzungen findet in der Ermordung Gandhis ihren weltweit beachteten Höhepunkt. Gandhi selbst sagt oft, für mich hat Patriotismus den gleichen Wert wie Humanität. Ich würde nichts für Indien tun, was England schaden könnte. Gandhis Lehre wurzelt tief in der Religion, für die eine moralische Ordnung und die Achtung jedes Lebewesens kennzeichnend ist. Und zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit werden diese Ideale in einem sozialen und politischen Programm so weitgehend versucht. Die Gewaltlosigkeit wird hier zum strategischen Prinzip der Masse in ihrem Streben nach Unabhängigkeit. Mohandas Karamchand Gandhi wird am 02. Oktober 1869 in Porbandar geboren. Als Sohn und Enkel von Ministern gehört er der höchsten Gesellschaftsschicht an, der Kaste der Brahmanen. Er studiert Rechtswissenschaften in London und lebt zwischen 1891 und 1915 in Südafrika. Hier, inmitten der armen indischen Einwanderer entwickelt er seine Methode des gewaltlosen Widerstandes. In Indien gehört Gandhi schon in den 20er Jahren zur Führung der Kongresspartei. Oft stoßen seine Ideen auf Unverständnis. Aber durch konsequentes, wie er es nennt Festhalten an der Wahrheit, kann er seine Gegner überzeugen. 1920 regt Gandhi die Non-Kooperation an. Die Verweigerung der Mitarbeit in den Behörden. Eine andere politische Aktion gegen die Kolonialherrschaft ist der Salzmarsch. Er organisiert ihn 1930 als Demonstration gegen das britische Salzmonopol. Freilich ist sein Protest nur in der demokratischen Tradition der Engländer möglich. Gegen eine Diktatur hätte er keine Chance. Seiner Ausstrahlung aber können sich auch die Engländer nicht entziehen. Lord Mountbatten, der letzte Vizekönig Indiens, sagte über ihn, er ist bei Weitem der bemerkenswerteste Mann, den ich je kennengelernt habe. Die Geschichte wird ihn neben Christus einordnen. Von jubelnden Menschenmengen umgeben, in Kerkern eingesperrt, von den Engländern verfolgt, aber auch bewundert ist Gandhi nie aus der Ruhe zu bringen. Und er ist Beispiel für die Macht, die der erlangt, der Macht über sich selbst hat. In seinem geistigen Nachlass lesen wir, ich kann der Welt nichts Neues lehren. Weil die Wahrheit und die Gewaltlosigkeit so alt wie die Berge sind.