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Nelson Mandelas Freiheitskampf

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Team Zeitreise
Nelson Mandelas Freiheitskampf
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Grundlagen zum Thema Nelson Mandelas Freiheitskampf

Inhalt

Wer war Nelson Mandela? Eine Biografie

Nelson Rolihlahla Mandela war ein südafrikanischer Politiker und Aktivist der Widerstandsbewegung gegen die Apartheid. Geboren wurde er am 18. Juli 1918.

Nelson Mandela

Wofür hat sich Nelson Mandela eingesetzt?

Nelson Mandela ist bis heute vermutlich das bekannteste Gesicht des Widerstands gegen die Apartheid in Südafrika. Der Begriff Apartheid stammt aus der Sprache Afrikaans und bedeutet übersetzt in etwa „Trennung“. Mit dem Begriff bezeichnet man die im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmende und durch Gesetze formalisierte Diskriminierung und Unterdrückung der schwarzen Mehrheitsbevölkerung Südafrikas durch die weiße Minderheit. Schon um 1910 wurden erste Gesetze erlassen, die Schwarze zur Verrichtung bestimmter Arbeiten verpflichteten oder verfügbares Land in Gebiete ausschließlich für schwarze bzw. weiße Menschen auswiesen. In der Folge gründete sich der African National Congress (ANC, dt. Afrikanischer Nationalkongress), eine Organisation, die sich für die Rechte der schwarzen Bevölkerung Südafrikas einsetzte. 1944 trat Nelson Mandela dem ANC bei und gründete noch im selben Jahr mit mehreren Mitstreitern eine Jugendorganisation des ANC, die ANC Youth League. Diese jungen Wilden vertraten radikalere Ansichten als der ANC.

Engagement gegen die Apartheid

Der Sieg der Nationalen Partei bei den Parlamentswahlen 1948 markierte den Beginn der Apartheid. Die bisher nur in einzelnen Gesetzen und der Gewohnheit festgelegte Trennung von Weißen und Nichtweißen wurde nun formalisiert und verschärft. Die nächsten Jahre engagierte sich Mandela neben seiner Tätigkeit als studierter Anwalt stärker gegen diese Politik und übernahm auch leitende Positionen innerhalb der ANC Youth League. Er zog durchs Land, hielt Reden und verfasste Artikel, beteiligte sich an Demonstrationen, formulierte politische Forderungen und Programme und vernetzte sich mit anderen Organisationen und Parteien. Dabei folgte er zunächst in Anlehnung an Mahatma Gandhi in Indien einem Konzept der Gewaltlosigkeit. Dennoch gingen seine politischen Gegnerinnen und Gegner immer wieder scharf gegen Mandela und die ANC Youth League vor. Verschiedene juristische Prozesse und Strafen waren die Folge.

Gefangenschaft

Als Anfang der 1960er-Jahre immer schärfer gegen die Bürgerrechtsbewegung vorgegangen wurde, verließ der ANC den Pfad friedlicher Proteste und betrachtete nun auch Gewalt als legitimes Mittel des Widerstands. Auch Nelson Mandela befürwortete diesen Weg. 1961 wurde er Anführer des Umkhonto we Sizwe (kurz: MK, dt. Der Speer der Nation). Dieser bewaffnete Flügel des ANC führte verschiedene Sabotageakte durch, wobei es das ausdrückliche Ziel war, keine Menschen in Gefahr zu bringen. Der ANC wurde in der Folge in Südafrika verboten, führte seine Aktivitäten aber im Untergrund und im Ausland fort. Am 12. Juni 1964 wurde Nelson Mandela zusammen mit anderen Menschen wegen Sabotage und Planung bewaffneten Kampfes zu lebenslanger Haft verurteilt, die er vor allem im Gefängnis Robben Island vor der Küste Kapstadts verbrachte. Auch während seiner Haft blieb Mandela eine hochpolitische Figur, die weltweit Aufmerksamkeit erregte, wobei er zum Teil für seinen Freiheitskampf bewundert, zum Teil aber auch aufgrund seiner Befürwortung von Gewalt als Terrorist betrachtet wurde. Zusammen mit dem ANC war Mandela weiter in der Freiheitsbewegung aktiv. Im Jahr 1990 hatte sich – auch unter seiner Mithilfe – die politische Landschaft Südafrikas so weit geändert, dass es eine politische Mehrheit für die Aufhebung der Apartheid gab. Die Apartheidsgesetze wurden aufgehoben, der ANC und andere verbotene Organisationen wurden wieder erlaubt und Nelson Mandela und andere politische Gefangene wurden freigelassen.

Präsidentschaft

In den folgenden Jahren wurde der Staat Südafrika weitreichend umgestaltet, um die Spuren der Apartheid zu beseitigen und gleichberechtigte Wahlen zu ermöglichen, woran Nelson Mandela, nun als Präsident des ANC, maßgeblich beteiligt war. Die Wahlen im Jahr 1994 gewann der ANC und Mandela wurde zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. Seine Vision für Südafrika, die sich während seiner langen Haft verändert hatte, formulierte Nelson Mandela in seiner Antrittsrede in folgendem Zitat: „Wir werden eine Gesellschaft errichten, in der alle Südafrikaner, schwarze und weiße, aufrecht gehen können, ohne Angst in ihren Herzen, in der Gewissheit ihres unveräußerlichen Rechtes der Menschenwürde, eine Regenbogennation im Frieden mit sich selbst und mit der ganzen Welt.“ Mandela blieb bis zum Jahr 1999 im Amt.

Nachwirken

Eingegangen in die Geschichte ist Nelson Mandela als einer der weltweit wichtigsten Vertreter des Kampfes gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit. Für seine Taten und Erfolge hat Nelson Mandela zahlreiche Preise und Auszeichnungen bekommen, unter anderem den Friedensnobelpreis im Jahr 1993. Am 5. Dezember 2013 verstarb Nelson Mandela nach langer Krankheit, die Todesursache war eine Lungenentzündung.

Nelson Mandela: Steckbrief
Geburts- und Todestag 18.07.1918, 05.12.2013
Beruf Jurist und Politiker
Ehefrau Evelyn Ntoko Mase (verh. 1944–1958), Winnie Madikizela (verh. 1958–1996), Graça Machel (verh. 1998–2013)
Kinder Madiba Thembekile Mandela, Makaziwe Mandela, Makgatho Lewanika Mandela, Pumla Makaziwe Mandela-Amuah, Zenani Mandela-Dlamini, Nobutho Zindziswa Mandela-Hlongwane
Ehrungen (Auswahl) Friedensnobelpreis (1993), Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen (1988), Internationaler Nelson-Mandela-Tag der UN, jährlich am 18. Juli (ausgerufen 2009)

Transkript Nelson Mandelas Freiheitskampf

Der Führer des African National Congress, der hier in einem Interview mit der BBC die demokratischen Ziele seiner Partei darlegt, befand sich auf der Flucht vor der Polizei. Er sagt, es hat nicht mit Bildung zu tun, sein grundlegendes Recht zu kennen, eine Stimme haben zu wollen. “The Africans require, want, the franchise on the basis of one man one vote. They want political independence. The question of education has nothing to do with the question of the vote. On numerous occasions, it has been proven in history that people can enjoy the vote even if they have no education or quality of education. And I think it is a good thing. But you don't have to have education in order to know, but you want certain fundamental rights. You have got aspirations, you have got claims. It has nothing to do with education.“ Die weltweite Beachtung des Kampfes gegen die Apartheid war größtenteils diesem einen Mann zu verdanken, der am 18. Juli 1919 in der Region Transkei in Südafrika geboren wurde. Er war der Sohn eines Xhosa-Stammesführers. Er studierte Jura und arbeitete als Wachmann in einer Goldmine. Nach der Einführung der Apartheid 1948 übernahmen er und andere junge Radikale die Führung des ANC. Zunächst verpflichteten sie sich zu gewaltlosem, zivilen Ungehorsam. Bei Streiks wurden 8.500 Menschen verhaftet. Beim Massaker von Sharpeville wurden dann 69 Schwarze von Polizisten getötet. Der ANC wurde für illegal erklärt. Nun sah Mandela keine andere Alternative, als strategische Gewalt einzusetzen. Er gründete den bewaffneten Flügel des ANC und koordinierte Sabotagekampagnen. Diese zielten auf militärische und staatliche Einrichtungen. Nach 17 Monaten auf der Flucht wurde er festgenommen und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. 1964 vor dem Obersten Gerichtshof in Pretoria wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine zweite Frau Winnie musste mit dem gemeinsamen Kind Zindzi im Arm zusehen, wie er abgeführt wurde. Er wurde ins berüchtigte Robben Island Gefängnis in der Tafelbucht gebracht, wo er Zwangsarbeit verrichten musste. Bereits 1985 machte ihn Präsident Botha das Angebot, er könne frei kommen, wenn er dem bewaffneten Kampf abschwören würde. Mittlerweile fand der verbotene ANC im Ausland immer mehr Unterstützung. Die Vereinten Nationen verhängten Wirtschaftssanktionen und 1988, an Mandelas 70. Geburtstag, wurde ein Solidaritätskonzert organisiert, das von schätzungsweise 400 Millionen Menschen gesehen wurde. Der neue Präsident, Frederik de Klerk begann die Apartheid abzubauen und die Freilassung Mandelas auszuhandeln. Am 11. Februar 1990 trat Mandela aus dem Victor-Verster-Gefängnis, wo er von Winnie und der wartenden Menge begrüßt wurde. Die 27 Jahre im Gefängnis waren ihm anzumerken. Dennoch wurde an diesem Tag gefeiert. Im Jahr darauf hielt der ANC seine erste nationale Konferenz, auf der er zum Vorsitzenden gewählt wurde. Er leitete die Verhandlungen, die schließlich zu den ersten allgemeinen Wahlen des Landes führten. Als im April 1993 der ANC-Führer Chris Hani ermordet wurde, wandte sich Mandela in einer historischen Rede an sein Land und mahnte zur Ruhe. Demokratische Wahlen wurden angesetzt, die dann am 27. April 1994 stattfanden. Der ANC gewann mit 62 Prozent der Stimmen. Zwei Wochen später, im Alter von 75 Jahren wurde Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. In der Regierung der nationalen Einheit wurde de Klerk sein Stellvertreter.

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