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Vietnamkrieg

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Team Zeitreise
Vietnamkrieg
lernst du in der 10. Klasse - 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Grundlagen zum Thema Vietnamkrieg

Inhalt

Vietnamkrieg – Einfach erklärt

Der Vietnamkrieg war ein Krieg, der zwischen 1955 und 1975 in Vietnam stattfand. Du möchtest wissen, wann und weshalb der Vietnamkrieg stattfand? Was die Ursachen und was der Grund für den Vietnamkrieg waren? In diesem Lerntext bekommst du Antworten auf diese und andere Fragen.

Beteiligt an diesem Krieg waren der Nordvietnam und der Südvietnam. Später traten auch noch die USA in den Krieg in Vietnam ein. Die USA unterstützen den Südvietnam; der Nordvietnam wurde von China und der Sowjetunion unterstützt. Der Vietnamkrieg wird oft auch als Stellvertreterkrieg bezeichnet, denn er fand zur Zeit des Kalten Krieges statt, ein Konflikt, der zwischen den Westmächten unter der Führung der USA auf der einen Seite und dem sogenannten Ostblock unter Führung der Sowjetunion auf der anderen Seite ausgetragen wurde. Dabei wurde der Kalte Krieg nie zum heißen Krieg, es wurde also nie direkt gegeneinander gekämpft. Dennoch versuchten die USA ihre westlichen Vorstellungen von Demokratie und Kapitalismus genauso durchzusetzen, wie die Sowjetunion ihre Ideen vom Kommunismus. Der folgende Text beantwortet die wichtigsten Fragen zum Vietnamkrieg: Wann war der Vietnamkrieg? Wie lange dauerte der Vietnamkrieg? Wer hat den Vietnamkrieg gewonnen? Wann fing der Vietnamkrieg an?

Vietnamkrieg – Ursachen und Gründe

Vietnam war seit 1887 Teil der französischen Kolonie Französisch-Indochina. Als Frankreich im Zweiten Weltkrieg zunächst gegen Deutschland verlor, arbeiteten die Kolonialherren in Indochina mit Japan zusammen. Der Norden Vietnams wollte ein eigenständiger und kommunistischer Staat werden. Der Süden blieb Frankreich treu. 1946 brach der erste Krieg in Vietnam aus, in dem Frankreich und Südvietnam gegen den Norden kämpften. Der Krieg endete damit, dass Frankreich sich aus Vietnam zurückzog und aus Vietnam zwei Staaten wurden. Im Norden regierte von da an der Kommunismus. Südvietnam wurde von den USA unterstützt, die Angst hatten, dass sich der Kommunismus weiter in Asien verbreiten würde. Der Norden Vietnams wurde von der Sowjetunion und China unterstützt, die beide den Kommunismus in Asien stärken wollten.

Vietnamkrieg – Verlauf

Der Vietnamkrieg kann in zwei Phasen aufgeteilt werden: die französische Kriegsphase und die amerikanische. Die Franzosen mussten sich ab 1954 aus Vietnam zurückziehen und Vietnam wurde in Nord- und Südvietnam geteilt. Der Süden wurde von den USA, der Norden von China und der Sowjetunion unterstützt. Ab 1955 wurde Ngo Dinh Diem in Südvietnam Staatspräsident und baute mit der Hilfe der USA eine starke Armee auf. Ab 1957 begann Nordvietnam gegen den Süden vorzugehen. Die USA verstärkten daraufhin erneut ihre Unterstützung. 1963 wurde Diem von dem Vietcong – einer Gruppe, die sich für die Befreiung des Südvietnam einsetzte – ermordet. 1965 traten die USA in den Krieg ein, nachdem zwei ihrer Schiffe von den Kommunisten angegriffen wurde. Die USA begannen zunächst mit einem Luftangriff und bombardierten Nordvietnam. Bis 1968 war eine halbe Million amerikanischer Soldaten in Vietnam. Trotz ihrer großen Armee kamen die US-Amerikaner nicht gegen den Norden an. Sie kämpften mit immer brutaleren Mitteln im Vietnamkrieg und setzten schließlich ein Mittel namens Agent Orange gegen den Nordvietnam ein. Agent Orange war ein chemischen Mittel, das dafür sorgte, dass Wälder und Nutzflächen zerstört wurden. Die US-Amerikaner wollten so die Nahrungsmittel des Nordens zerstören. Das Mittel war jedoch mit anderen chemischen Stoffen verunreinigt und ließ einen großen Teil der vietnamesischen Bevölkerung erkranken. Ein Großteil der amerikanischen Bevölkerung wollte, dass die Soldaten sich aus dem Vietnam zurückgezogen. Es bildeten sich zahlreiche Friedensbewegungen, die sich in Protesten gegen die Beteiligung der USA im Vietnamkrieg aussprachen. Am 13. Mai 1968 kam es schließlich zu Waffenstillstandsverhandlungen, die jedoch zu keinem Ergebnis führten. Der Krieg ging weiter und am 23. März 1972 wurden die Verhandlungen zum Waffenstillstand abgebrochen. Im Oktober 1972 wurden die Gespräche wieder aufgenommen und am 27. Januar 1973 wurde ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Die Amerikaner zogen ihre Truppen aus Vietnam ab, unterstützen den Süden jedoch weiterhin finanziell. Am 30. April 1975 hatte Südvietnam den Krieg verloren. Am 2. Juli 1976 wurde die Sozialistische Republik Vietnam ausgerufen.

Vietnamkrieg – Karte

karte-vietnamkrieg

Vietnamkrieg – Verluste

Die Oper des Vietnamkrieges lassen sich sehr schwer einschätzen, da bis heute Menschen an den Folgen des Krieges sterben. Experten schätzen, dass zwischen zwei bis fünf Millionen Vietnamesen während des Krieges starben. Darunter sind ca. 1,3 Millionen Soldaten. Der Rest sind Zivilisten, die unter anderem an dem Entlaubungsmittel Agent Orange, das im Vietnamkrieg von den US-Amerikanern eingesetzt wurde, starben. Auf US-Amerikanischer Seite sind etwas knapp 60.000 Soldaten gestorben.

Vietnamkrieg – Folgen

Nach dem Vietnamkrieg wurde ganz Vietnam sowie die Nachbarländer Laos und Kambodscha kommunistisch. Einige Vietnamesen flüchteten vor dem Kommunismus und gingen überwiegend nach Frankreich und in die USA. Die Umwelt Vietnams leidet bis heute unter den Schäden, die Agent Orange verursacht hat.

Für die USA war der Vietnamkrieg ein Trauma, denn keiner wollte damals glauben, dass ein kleines asiatisches Volk es schaffen sollte, die Supermacht zu besiegen. Nach den Grausamkeiten, die viele US-Amerikanische Soldaten in Vietnam anrichteten und mit ansehen mussten, kehrten sie mit psychischen Problemen aus dem Krieg zurück. Viele dieser ehemaligen Soldaten begangen Selbstmord.

Vietnamkrieg – Zusammenfassung

In der Tabelle sind nochmal die wichtigsten Phasen des Vietnamkrieges zusammengefasst. Diese Chronik über den Vietnamkrieg kannst du z. B. nutzen, wenn du eine Präsentation oder einen Vortrag über den Vietnamkrieg im Unterricht halten musst.

Datum Ereignis
1946 Frankreich und der Südvietnam kämpfen gegen Nordvietnam
1954 Franzosen ziehen sich zurück; Vietnam wird in zwei Staaten geteilt
1955 Ngo Dinh Diem in Südvietnam Staatspräsident
1957 Nordvietnam beginnt gegen den Süden vorzugehen
1963 Ngo Dinh Diem wird ermordet
5. August 1964 Die USA beteiligen sich am Vietnamkrieg
2. März 1965 Die USA beginnt mit Luftangriffen gegen Nordvietnam
8. März 1965 US-Soldaten betreten Südvietnam
16. März 1968 Massaker in My Lai
31. Oktober 1968 USA beendet seine Bombenangriffe gegen Nordvietnam
März 1972 Invasion Südvietnams
27. Januar 1973 Waffenstillstandsabkommen wird unterzeichnet
30. April 1975 Ende des Vietnamkrieges; Südvietnam verliert den Krieg
2. Juli 1976 Die Sozialistische Republik Vietnam wird ausgerufen
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