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Kriegsbeginn und deutsche Strategie

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Team Wissenswelt
Kriegsbeginn und deutsche Strategie
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Grundlagen zum Thema Kriegsbeginn und deutsche Strategie

Inhalt

Der Kriegsbeginn des Zweiten Weltkriegs

Der Kriegsbeginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 war durch Lügen und Falschaussagen der Regierung Adolf Hitlers geprägt. Als am 1. September 1939 Deutschland Polen in seinem ersten Blitzkrieg angriff, waren diesem Ereignis schon umfangreiche Planungen vorausgegangen. Teil der nationalsozialistischen Ideologie war es, dass Siedlungsgebiete für die vermeintlich überlegene arische Rasse im Osten erobert werden sollten. Im Osten des Deutschen Reichs lag Polen und somit war klar, dass Polen das erste „Opfer“ des Blitzkriegs im Zweiten Weltkrieg werden würde. Die Nazis wollten ausgerechnet diese Gebiete erobern, da sie hier eine Kornkammer, also große landwirtschaftlich genutzte Flächen, zur Ernährung der deutschen Bevölkerung erschaffen wollten.

Polen versuchte, sich durch Beistandspakte mit Frankreich und Großbritannien vor einem deutschen Angriff zu schützen. Hitler hatte zwischenzeitlich mit dem Führer der Sowjetunion, Stalin, einen Nichtangriffspakt geschlossen, den Hitler-Stalin-Pakt. Damit wollte Hitler im Fall eines Kriegs einen Zweifrontenkrieg verhindern. Das bedeutete, dass er nicht riskieren wollte, gegen die westlichen Mächte und die Sowjetunion gleichzeitig Krieg führen zu müssen. Besonders wichtig war das geheime Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Pakts. Diese Absprache wurde nicht öffentlich gemacht, sodass mit Ausnahme der deutschen und sowjetischen Führung der Inhalt niemandem bekannt wurde. Hitler und Stalin hatten sich darin geeinigt, Polen im Fall eines siegreichen Kriegs gegen das Land unter sich aufzuteilen**.

Was ist ein Blitzkrieg? – Definition

Ein Blitzkrieg benennt eine bestimmte Kriegsstrategie, bei der man versuchte, durch mobile Truppen und Kampfflieger einen schnellen Vorstoß im angegriffenen Land zu erreichen, um die Moral der feindlichen Mächte zu brechen und so einen schnellen Sieg zu erreichen.

Hitlers Blitzkriege

Am 1. September 1939 marschierte die deutsche Armee, die Wehrmacht, ohne Kriegserklärung in Polen ein. Dem Einmarsch waren Lügen und falsche Informationen vorausgegangen, damit Hitler einen offensichtlichen Grund für den Krieg hatte. Immer wieder wurde behauptet, dass die polnische Armee in des Gebiet des Deutschen Reichs vorgedrungen sei, Polen selbst also einen Angriffskrieg gegen Deutschland plane. Nach nur vier kurzen Wochen war Polen eingenommen und Warschau kapitulierte vor der deutschen Übermacht. Die Beistandsmächte Frankreich und Großbritannien hatten nahezu nichts unternommen, um Polen vor der deutschen Aggression zu schützen. Die Kriegserklärung der beiden westlichen Mächte gegen das Deutsche Reich erfolgte zwar am 3. September 1939, doch wurde Polen im Kampf gegen Deutschland allein gelassen. Die Blitzkrieg-Strategie Hitlers war in einem Blitzsieg aufgegangen. Die Deutschen waren einfach nach jahrelanger Kriegsvorbereitung übermächtig. Das Ergebnis des Blitzkriegs gegen Polen war die Aufteilung des Landes zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, wie sie im geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Pakts vorgesehen wurde. Der westliche Teil Polens wurde dem Deutschen Reich eingegliedert. Ein weiterer Teil wurde zum sogenannten Generalgouvernement ernannt und von den Deutschen besetzt. Der östliche Teil wurde von sowjetischen Truppen besetzt. Es kam im ganzen ehemaligen Polen zu Massakern an der Zivilbevölkerung durch deutsche und sowjetische Truppen.

Die Blitzkriege gehen weiter

Nach dem schnellen Sieg über Polen erfolgten bereits im Frühjahr 1940 ein weiterer von Hitlers Blitzkriegen und damit deutsche Eroberungen. Nun besetzte die Wehrmacht Dänemark und Norwegen. Im Mai 1940 begann zudem der sogenannte Westfeldzug. Nach dem Überfall auf die neutralen Staaten Belgien, Luxemburg und Niederlande drang die Wehrmacht in Frankreich ein. Nach nur sechs Wochen unterzeichnete auch die französische Regierung ein Waffenstillstandsabkommen.

Karte der Blitzkriege im Zweiten Weltkrieg

Das Ende der Blitzkriege

Hitler brachte in den kommenden Monaten weitere große Teile Europas mit schnellen und massiven militärischen Kriegseinsätzen, zum Teil mit italienischer Unterstützung, unter seine Kontrolle. Dazu gehörten Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien und Griechenland. Massive Luftangriffe wurden täglich auch gegen Großbritannien geflogen. Da diese jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachten, ließ Hitler von Invasionsplänen in Großbritannien zunächst ab und versuchte, nun Großbritannien auf dem Seeweg zu bezwingen. Damit gerieten die Blitzkriege ins Stocken. Das Ende der Blitzkriege war spätestens mit dem Einmarsch der Wehrmacht in die Sowjetunion 1941 abzusehen. Auch der Kriegseintritt der USA machte weitere schnelle Eroberungen der Deutschen unmöglich. Die Blitzkriege im Zweiten Weltkrieg waren vorbei.

Transkript Kriegsbeginn und deutsche Strategie

Um freie Bahn Richtung Osteuropa zu haben, strebten die Nationalsozialisten zunächst die Isolierung und Zerstörung Polens an. Allerdings wollte es Hitler so vor den Augen der Weltöffentlichkeit erscheinen lassen, dass die Polen die Angreifer waren. Der Überfall auf den deutschen Radiosender in Gleiwitz am 1. September 1939 war einer von 14 inszenierten Zwischenfällen an der deutsch-polnischen Grenze. Dies reichte aus, um Hitler am nächsten Tag vor dem Reichstag erklären zu lassen: „Polen hat nun heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium durch reguläre Soldaten geschossen.“ Bereits um 04:45 Uhr überquerten deutsche Truppen die polnische Grenze und begannen damit den Zweiten Weltkrieg. Während deutsche Flugzeuge polnische Städte massiv bombardierten und die Streitkräfte mit großem Tempo vorrückten, verkündete Adolf Hitler der ganzen Welt gegenüber seine Botschaft: „Ich werde diesen Kampf, egal gegen welchen Gegner, solange führen, bis die Sicherheit und die Rechte des Reiches garantiert sein werden! Ein Wort kenne ich nicht, und das lautet: Kapitulation. Da ich selbst dazu bereit bin, jederzeit mein Leben zu lassen, verlange ich dies auch von allen Deutschen.“ Frankreich und Großbritannien als Garantiemächte, mit Polen durch einen Beistandspakt verbunden, erklärten Deutschland am 3. September 1939 formell den Krieg. Während Polens Armee handstreichartig überwältigt wurde und die Zivilbevölkerung die Schrecken des Krieges mit Tod und Zerstörung in brutaler Dimension erleben musste, griffen die Westmächte nicht ernsthaft in das Kampfgeschehen ein. Man spricht auch vom „Sitzkrieg“, „komischen“ oder „seltsamen“ Krieg an der Westfront. Polen gab am 6. Oktober seinen letzten militärischen Widerstand auf. Gemäß des Zusatzprotokolls im Hitler-Stalin-Pakt wurde die Beute aufgeteilt. In Zentralpolen wurde ein deutsches Generalgouvernement geschaffen. Den Ostteil okkupierte die Sowjetunion.

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