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Stellvertreterkriege

Stellvertreterkrieg: Ein Konflikt, bei dem Großmächte indirekt kämpfen, um ihre Interessen zu vertreten. Erfahre mehr über die Geschichte und Motive hinter diesen Kriegen. Interessiert? Lies weiter!

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Welcher Konflikt gilt als typisches Beispiel für einen Stellvertreterkrieg während des Kalten Krieges?

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Stellvertreterkriege

Im Februar 2022 marschierten russische Truppen in die Ukraine ein und besetzten große Teile des Lands. In ihrem Kampf gegen diese Invasion wird die Ukraine finanziell und militärisch von den USA und ihren Verbündeten unterstützt. Darum wird der Russisch-Ukrainische Krieg in den Medien, besonders von russischer Seite, auch als ein „Stellvertreterkrieg“ zwischen den USA und Russland bezeichnet. Doch ist diese Bezeichnung in diesem Zusammenhang wirklich angebracht? Um das zu entscheiden, sollte man zunächst die Entstehung und Geschichte des Begriffs „Stellvertreterkrieg“ genauer betrachten.

Der „Kalte Krieg“ zwischen den USA und der Sowjetunion

Der Begriff „Stellvertreterkrieg“ geht zurück auf die Ära des sogenannten „Kalten Kriegs“ zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion von 1946/47 bis 1991, oft auch als Ost-West-Konflikt bezeichnet.

Stellvertreterkriege – Definition und Motive

Ein Mittel der beiden Supermächte zur Vergrößerung des eigenen Einflusses war das Führen von sogenannten „Stellvertreterkriegen“ in verschiedenen Regionen der Welt.

Von einem Stellvertreterkrieg spricht man, wenn Großmächte sich in Konflikte zwischen kleineren Staaten oder Bürgerkriegsparteien einmischen, anstatt sich direkt zu bekriegen. Man unterscheidet zwischen direktem Eingreifen durch die Entsendung von Truppen und indirektem Eingreifen durch finanzielle oder logistische Unterstützung der Konfliktparteien.

Motive für Stellvertreterkriege

Stellvertreterkriege werden typischerweise aus einem oder mehreren der folgenden Motive heraus geführt:

  • Ideologische Gegensätze: Die kriegführenden Parteien tragen symbolisch den Kampf zwischen im Konflikt stehenden Ideologien aus – im Fall des Ost-West-Konflikts zwischen Kommunismus und Kapitalismus.
  • Geopolitische Faktoren: Die Konflikte finden häufig in Regionen mit strategischer Bedeutung statt, also zum Beispiel an den Grenzen der jeweiligen Einflussgebiete oder an Orten, von denen eine militärische Bedrohung ausgehen könnte.
  • Wirtschaftliche Erwägungen: Oft geht es in Stellvertreterkriegen auch um die Absicherung wirtschaftlicher Ressourcen wie Öl oder Uran.

Durch den Stellvertreterkrieg erhalten die Großmächte die Möglichkeit, ihre eigenen Interessen zu vertreten und ihren Einfluss zu vergrößern bzw. den der verfeindeten Großmacht einzudämmen, ohne in eine direkte militärische Konfrontation treten zu müssen.

Beispiele für Stellvertreterkriege während des Kalten Kriegs

Der Konflikt zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion wurde weltweit an unzähligen Schauplätzen ausgetragen, an denen sich Kriegsparteien im Namen des ideologischen Konflikts zwischen Kommunismus und Kapitalismus bekämpften. Dazu gehören zum Beispiel der Bürgerkrieg in Angola (1975–2002) oder der Ogadenkrieg in Äthiopien (1977/78). Zudem kam es immer wieder zu Krisensituationen, in denen durch gegenseitige Drohgebärden und Provokationen die Gefahr einer Eskalation zum offenen Krieg bestand.

Die bekanntesten Beispiele für Stellvertreterkriege und Krisensituationen sind in der folgenden Zeitleiste chronologisch aufgeführt:

1950–1953 1955–1975 1962 1978–1989
Koreakrieg Vietnamkrieg Kubakrise Afghanistankrieg

Die Kubakrise war kein Stellvertreterkrieg, aber sie gilt als Höhepunkt des Kalten Kriegs und als der Moment, an dem die USA und die Sowjetunion einer direkten militärischen Konfrontation am nächsten kamen. Auch nach dem Ende des Kalten Kriegs gibt es Konflikte, in die sich eine oder mehrere Großmächte einmischen. Sie können im weiteren Sinn ebenfalls als Stellvertreterkriege bezeichnet werden.

Der Koreakrieg

Ein frühes Beispiel für einen Stellvertreterkrieg ist der Koreakrieg (1950–1953). Korea war nach dem Zweiten Weltkrieg ähnlich wie Deutschland zunächst in verschiedene Besatzungszonen aufgeteilt worden, aus denen ab 1948 zwei separate Staaten entstanden: das kommunistische Nordkorea (Demokratische Volksrepublik Korea) und das westlich orientierte Südkorea (Republik Korea). Im Jahr 1950 griffen nordkoreanische Truppen Südkorea an und nahmen in kurzer Zeit fast den ganzen Süden ein. Auf Basis eines Mandats der Vereinten Nationen übernahmen die USA die Führung über internationale UN-Truppen, die im Gegenzug große Teile des Nordens besetzten. Das führte wiederum zum Eingreifen Chinas und letztlich zu einem Stellungskrieg entlang der ursprünglichen Grenze am 38. Breitengrad, an dem auch die Sowjetunion durch indirekte Unterstützung des Nordens beteiligt war. 1953 wurde ein Waffenstillstand geschlossen.

Korea ist bis heute ein geteiltes Land. Keine der beiden Supermächte konnte ihren Einflussbereich vergrößern. Der Koreakrieg erhöhte die Spannungen zwischen Ost und West und spielte so eine maßgebliche Rolle für die schnelle Einbindung der beiden deutschen Staaten BRD und DDR in die NATO beziehungsweise den Warschauer Pakt.

Nord- und Südkorea
Karte von Nord- und Südkorea

Der Vietnamkrieg

Der Vietnamkrieg (1955–1975) war der erste Konflikt des Kalten Kriegs, der schon zu seiner Zeit als Stellvertreterkrieg bezeichnet wurde. Die USA unterstützten den Süden des Lands mit Truppen gegen die kommunistischen Vietcong, die von der Sowjetunion mit Waffen ausgestattet wurden. Die hohe Zahl an amerikanischen Opfern, die Berichte über Kriegsverbrechen und schließlich die Niederlage gegen Nordvietnam führten dazu, dass die amerikanische Öffentlichkeit seither dem Konzept von Stellvertreterkriegen deutlich kritischer gegenüberstand.

Der Krieg in Afghanistan

Zeitlich am Ende des Kalten Kriegs steht der Krieg in Afghanistan (1978–1989). Dort hatte 1978 die kommunistische Volkspartei die Macht übernommen, die jedoch mit viel Widerstand im eigenen Land zu kämpfen hatte, vor allem durch islamistische Gruppen. Im Jahr 1979 marschierten zu ihrer Unterstützung sowjetische Truppen ins Land ein. Die USA griffen nicht direkt ein, unterstützten aber im Geheimen über viele Jahre hinweg die islamistischen Mudschaheddin-Widerstandskämpfer durch die Lieferung von Waffen. Die Sowjetunion konnte sich nicht durchsetzen und zog 1989 ihre Truppen ab. Der Versuch, ihre Machtsphäre im Mittleren Osten auszuweiten, war gescheitert. Der Afghanistankrieg begünstigte aber letztlich auch den Aufstieg der radikal-islamischen Taliban, die dort seither die Errichtung eines islamischen Gottesstaats vorantreiben.

Beurteilung von Stellvertreterkriegen

Stellvertreterkriege ermöglichten den Supermächten zwar, ihre Konflikte ohne großes Risiko und mit relativ geringen persönlichen Verlusten auszutragen, in den beteiligten Ländern führten sie aber zu ungeheurem menschlichem Leid, großen wirtschaftlichen Schäden und Millionen von Todesopfern. In vielen Ländern bauten sich auch negative Einstellungen gegenüber der Einmischung von außen auf, die letztlich die Entstehung radikaler Gruppen begünstigten und zu einer politischen Destabilisierung beitrugen, die teilweise noch heute zu spüren ist. Zudem hatte jeder Konflikt grundsätzlich auch das Potenzial, zum offenen Krieg und damit zur atomaren Bedrohung zu eskalieren.

Für die Supermächte selbst brachten die Stellvertreterkriege hohe Kosten für das internationale Wettrüsten mit sich. Gerade in den USA waren sie auch immer schwerer moralisch gegenüber der eigenen Bevölkerung zu vertreten. Generell wird der Führungsanspruch der USA als verbliebener Supermacht inzwischen weltweit immer mehr infrage gestellt.

Ob auch jüngere militärische Konflikte als Stellvertreterkriege charakterisiert werden können und sollten, ist umstritten. Inwiefern die militärische Unterstützung der Ukraine durch westliche Staaten den Angriffskrieg Russlands zu einem Stellvertreterkrieg macht, hängt im Wesentlichen davon ab, wie weit man die Definition des Begriffs fasst. Der Krieg in der Ukraine unterscheidet sich von den oben beschriebenen Konflikten dadurch, dass er durch einen direkten Angriff Russlands, also einer externen Macht, begonnen wurde. Es handelt sich um einen ungleichen Konflikt zur einseitigen Durchsetzung russischer Interessen. Durch die westliche militärische Intervention gewinnt er jedoch in Teilen den Charakter eines Stellvertreterkriegs.

Stellvertreterkriege – Zusammenfassung

  • Wenn Großmächte, anstatt sich direkt zu bekämpfen, in Konflikte in oder zwischen anderen Ländern eingreifen, bezeichnet man das als Stellvertreterkrieg. Solche Kriege sind ursprünglich und im engeren Sinn ein Phänomen des Kalten Kriegs zwischen den USA und der Sowjetunion.
  • Das Hauptziel von Stellvertreterkriegen ist die Austragung politischer oder ideologischer Differenzen bei gleichzeitiger Vermeidung eines direkten Konflikts zwischen Großmächten. Durch die Ausweitung ihres Einflussbereichs bzw. die Eindämmung des feindlichen Einflussbereichs erhoffen sich beide Seiten wirtschaftliche und strategische Vorteile.
  • Als bekannteste Beispiele für Stellvertreterkriege während des Kalten Kriegs können der Koreakrieg, der Vietnamkrieg und der Afghanistankrieg gelten.
  • Stellvertreterkriege bringen für die beteiligten Konfliktparteien viele negative Folgen mit sich. Neben den üblichen Kriegsfolgen gehört dazu auch oft eine politische Destabilisierung mit langfristigen Folgen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Stellvertreterkriege

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  • Tipps

    Das Wort „kalt" meint nicht friedlich: Es gab Aufrüstung, Drohungen und Kriege – nur nicht zwischen den beiden Supermächten selbst.

    Achte bei den Aussagen zum Stellvertreterkrieg darauf, wer kämpft und wer im Hintergrund unterstützt. Genau daran unterscheidet sich ein Stellvertreterkrieg von einem Angriffskrieg.

    Lösung

    Richtige Antworten:

    • Indirekte militärische Auseinandersetzung der Supermächte durch Interventionen in Kriege von Drittstaaten: Die Unterstützung von Kriegsparteien in kleineren Staaten konnte beispielsweise durch Waffenlieferungen, militärische Beratung oder sogar die Entsendung eigener Soldaten erfolgen.
    • Vermeidung der direkten Auseinandersetzung wegen der Atomkriegsgefahr – genau darin liegt der Kern des Begriffs „kalter“ Krieg: Es ging darum den Feind zu schwächen, ohne eine direkte Konfrontation (mit dem Einsatz von Atomwaffen) zu riskieren.

    Falsche Antworten:

    • Ein Angriff mit Besetzung eines Nachbarlands ist ein Angriffskrieg, kein Stellvertreterkrieg.
    • Auf militärische Mittel verzichteten die Supermächte keineswegs, sie setzten sie nur größtenteils außerhalb Europas und über andere Kriegsparteien ein.

  • Tipps

    Guerilla: Kampfweise mit kleinen, beweglichen Gruppen, die Hinterhalte stellen und sich der offenen Schlacht entziehen.

    Die Teilung Vietnams hatte nur bis zum Ende des Kriegs Bestand.

    Bevor die USA im Jahr 2001 selbst einen Krieg in Afghanistan begannen, unterstützten sie dort in den 1980er-Jahren die antikommunistische Widerstandsbewegung.

    Lösung

    Der Koreakrieg begann mit dem nordkoreanischen Angriff auf den Süden; die USA führten daraufhin internationale Truppen mit einem Mandat der Vereinten Nationen, und der Krieg endete 1953 mit einem Waffenstillstand am 38. Breitengrad.

    Im Vietnamkrieg kämpften amerikanische Soldaten gegen eine kommunistische Guerilla im Süden, die sogenannten Vietcong, die aus Nordvietnam und von der Sowjetunion mit Waffen versorgt wurden.

    Die Kubakrise war kein Krieg, sondern die gefährlichste Krise des Kalten Kriegs: Sowjetische Raketen auf Kuba, also in unmittelbarer Nähe zu den USA, brachten beide Supermächte an den Rand einer direkten, nuklearen Konfrontation.

    Im Afghanistankrieg marschierten sowjetische Truppen ein, um die kommunistische Regierung zu halten, während die USA die Mudschaheddin verdeckt mit Waffen belieferten. Das stärkte wiederum dort den Islamismus, gegen den die USA dann ab 2001 (also bereits nach dem Ende des Kalten Kriegs) im Zuge des war on terror militärisch vorging.

  • Tipps

    Direktes Eingreifen bedeutet: Eine Großmacht setzt eigene Soldaten im Konflikt ein und kämpft selbst mit.

    Indirektes Eingreifen bedeutet: Eine Großmacht unterstützt eine Kriegspartei mit Waffen, Geld, Ausbildung oder Beratung, kämpft aber nicht selbst.

    Lösung

    Direkt griffen die Großmächte dort ein, wo eigene Soldaten kämpften: Die USA schickten Bodentruppen nach Südvietnam und führten in Korea die Truppen der Vereinten Nationen an, und die Sowjetunion marschierte 1979 in Afghanistan ein.

    Indirekt war die Unterstützung überall dort, wo nur Material und Wissen flossen: Die Sowjetunion lieferte Nordvietnam Waffen und stellte Nordkorea Ausbilder, die USA belieferten die Mudschaheddin verdeckt mit Waffen. Bemerkenswert ist, dass dieselbe Großmacht je nach Konflikt zwischen beiden Formen wechselte.

  • Tipps

    Erst steigerte sich die amerikanische Beteiligung, dann brach sie ein. Suche den Punkt, an dem sie kippte.

    Am Anfang stand eine indirekte Form der Unterstützung. Frage dich bei jedem Schritt: Warum reichte das Bisherige nicht mehr aus?

    Ein Ereignis wirkte nicht militärisch, sondern vor allem auf die Stimmung in den USA. Genau dort begann der Rückzug – nicht auf dem Schlachtfeld.

    Lösung

    So verlief der Krieg:

    1. Geld und Berater. Nach dem Abzug der Franzosen stützten die USA die südvietnamesische Regierung mit Finanzhilfe und Ausbildern, die offiziell nicht kämpften.
    2. Eigene Kampftruppen. Die südvietnamesische Armee kam gegen die Guerilla nicht an. 1965 landeten die ersten amerikanischen Kampfverbände, drei Jahre später standen über eine halbe Million US-Soldaten im Land.
    3. Mehr Waffen für den Norden. Die Sowjetunion und China antworteten mit umfangreichen Lieferungen. So hielt Nordvietnam dem amerikanischen Bombenkrieg stand.
    4. Die Großoffensive. Anfang 1968 griffen kommunistische Truppen überraschend über hundert Städte gleichzeitig an. Militärisch wurde der Angriff zurückgeschlagen, politisch widerlegte er das Versprechen eines baldigen Siegs – vor laufenden Fernsehkameras.
    5. Proteste und Abzug. Rund 58.000 amerikanische Soldaten starben, dazu kamen Berichte über Kriegsverbrechen. Die Protestbewegung wuchs, und 1973 verließen die letzten US-Truppen das Land.
    6. Sieg des Nordens. Ohne amerikanische Unterstützung hielt Südvietnam nicht stand: 1975 fiel Saigon, das Land wurde unter kommunistischer Führung vereinigt. Seither begleitet jeden amerikanischen Militäreinsatz die Frage, ob daraus „ein zweites Vietnam“ werde.
  • Tipps

    Lies den ganzen Text zuerst ohne Lücken durch. Der Text hat zwei Teile: die Folgen in den betroffenen Ländern und die Folgen für die Supermächte. Sortiere die Begriffe danach vor.

    Der letzte Satz spielt darauf an, dass eine Regierung ihre Kriege vor der eigenen Bevölkerung rechtfertigen muss. Überlege, welche Art von Begründung dort verlangt wurde.

    Lösung

    Stellvertreterkriege kosteten Millionen von Todesopfern und verursachten große wirtschaftliche Schäden. Weil viele Menschen die Einmischung fremder Mächte ablehnten, wuchs der Zuspruch für radikale Gruppen, und es kam zu einer politischen Destabilisierung mit Langzeitfolgen. Jeder Konflikt hätte außerdem zum offenen Krieg und damit zur atomaren Bedrohung eskalieren können. Für die Supermächte blieben die eigenen Verluste gering, teuer wurde das internationale Wettrüsten. In den USA wuchs zugleich der Druck, solche Einsätze moralisch zu begründen.

    Demokratischen passt nicht, da die schlimmen Kriegsfolgen die betroffenen Bevölkerungen vor allem in extreme, auch nicht demokratisch ausgerichtete, politische Lager trieb. Abschreckung beschreibt ein Mittel des Kalten Kriegs, keine Kriegsfolge, und völkerrechtlich passt nicht, weil es im Text um die Rechtfertigung gegenüber der eigenen Bevölkerung geht, nicht um Rechtsfragen.

  • Tipps

    Argumente gegen die Einordnung setzen meist am Kriegsbeginn an: Wer hat den Krieg begonnen, und gab es vorher schon einen Konflikt?

    Argumente für die Einordnung setzen dagegen an der Unterstützung von außen an: Was wäre ohne sie anders?

    Lösung

    Blau markiert Argumente, die ein Merkmal der Definition als nicht erfüllt ausweisen: Der Krieg wurde von einer Großmacht selbst begonnen, die Ukraine kämpft nicht anstelle einer anderen Macht, und für ein westliches Interesse an einem Krieg in der Ukraine fehlt der historische Nachweis.

    Gelb markiert Argumente, die von einer weiten Definition ausgehen und die Abhängigkeit der Ukraine von äußerer Unterstützung betonen: Wer schon Waffen, Geld und Ausbildung genügen lässt, kommt zu einer Einordnung als Stellvertreterkrieg.

    Violett markiert Aussagen, die nicht den Krieg beurteilen, sondern den Begriff: Ob er passt, hängt danach von der gewählten Definition und von der Sichtweise der Beteiligten ab.

    Damit zeigt der Text ein zentrales Merkmal historischer Urteile: Umstrittene Begriffe sind Deutungsangebote, deren Tragfähigkeit man an klaren Kriterien prüfen muss.

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