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Goldene Zwanziger 03:32 min

Goldene Zwanziger Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Goldene Zwanziger kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, was entscheidend zum ersten deutschen Wirtschaftswunder beitrug.

    Tipps

    Die Ford Motor Company revolutionierte mit einer entscheidenden Neuerung den Produktionsbetrieb.

    Lösung

    Das Deutsche Reich wurde in kürzester Zeit zur zweitgrößten Industrienation nach den USA. Die USA diente zudem als Vorbild, denn dort waren bereits viele Unternehmen zur Fließbandproduktion übergegangen, was Produktionsprozesse sehr viel schneller machte. Die Ford Motor Company, die diese Entwicklung entscheidend mitgeprägt hatte, eröffnete unter anderem ein Werk in Köln. Das zeigt, dass Geschäfte verstärkt grenzübergreifend getätigt wurden. Die zivile Luftfahrt des Deutschen Reichs wurde zu diesem Zweck ausgebaut und in Leipzig entstand eine riesige Messestadt, die das wichtigste Handelszentrum Deutschlands wurde.

    Warum diese Antworten nicht richtig sind:

    1) Nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Friedensvertrag von Versailles umfassende Wirtschaftsförderungen für das Deutsche Reich beschlossen.
    → Im Vertrag von Versailles wurde gegenteilig festgehalten, dass Deutschland sogenannte Reparationsleistungen (Wiedergutmachungszahlungen) an die Kriegsgewinner zu leisten hatte.

    2) Der Charleston-Tanz war bei vielen Deutschen beliebt und das Tanzen machte sie glücklicher und produktiver.
    → Über Deutschland brach zwar eine regelrechte „Charleston-Epidemie“, doch kann nicht davon ausgegangen werden, dass dies das Wirtschaftswachstum entscheidend mitbestimmte, da das Leben für viele unerträglich hart blieb und sich nicht alle den Luxus erlauben konnten, an Tanzgesellschaften teilzunehmen.

    3) Die Leipziger Buchmesse erhöhte die Sichtbarkeit Deutschlands in der Welt.
    → Entscheidend für den wirtschaftlichen Aufstieg war die Handelsmesse (nicht die Buchmesse) in Leipzig, die internationale Unternehmen zusammenbrachte.

  • Beschreibe, wofür diese Prominenz der Goldenen Zwanziger bekannt wurde.

    Tipps

    Anna Pawlowa

    Die „Mistinguett“

    Lösung

    In den Goldenen Zwanzigern waren Zeitungs- und Kameraleute der Prominenz stets auf den Fersen. Heute nennen wir diese „Paparazzi“.

    Charlie Chaplin war ein gefeierter Weltstar des Kinos. Zunächst spielte er in Stummfilmen, später feierte er auch Tonfilmerfolge, wie in seinem satirischen Spielfilm „Der große Diktator“, in dem er sich über Adolf Hitler lustig machte.

    Die russische Ballerina Anna Pawlowa wurde durch Filmaufnahmen als sterbender Schwan bei einem internationalen Publikum bekannt und beliebt.

    Auch die Varieté- und Kabarettszene florierte in den Goldenen Zwanzigern und brachte Stars wie die französische Schauspielerin und Sängerin Mistinguett hervor.

    Die Amerikanerin Josephine Baker brachte den Charleston-Tanz nach Europa und wurde so auch „Königin des Charleston“ genannt. Besonders bekannt wurde sie mit einer Show, in der sie mit einem Bananenröckchen bekleidet auftrat.

  • Arbeite heraus, welche wichtigen technischen Errungenschaften die Weimarer Republik hervorbrachte und welche es schon vorher gab.

    Tipps

    Überlege, warum „rasende Reporter“ ein neues Phänomen der Weimarer Republik sein könnten.

    Das Grammophon ist der Vorläufer des Plattenspielers.

    Lösung

    Die Goldenen Zwanziger waren auch auf erfinderischer Ebene ein voller Erfolg.

    Die Fließbandproduktion und der zivile Luftverkehr wurden ausgebaut und trugen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes bei. Das Radio wurde erfunden und bald sogar eine Konkurrenz für das Kino. Die Entwicklung des Tonfilms kam deshalb zum richtigen Zeitpunkt. In den Zwanziger Jahren kam auch die handliche Kleinbildkamera auf den Markt und brachte viele „rasende Reporter“ hervor.

    Das Grammophon, die Dampfmaschine und das Automobil waren hingegen Erfindungen des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie wurden während der Weimarer Republik aber selbstverständlich weiterentwickelt.

  • Erkläre, wie der Charleston getanzt wird.

    Tipps

    Versuche dir vor deinem inneren Auge vorzustellen, wie Josephine Baker getanzt hat oder schaue dir die Videohilfe an.

    Lösung

    Der Tango und der Charleston galten beide als anrüchig und wild, da die Frauen freizügige Kleider trugen und sehr körperbetont getanzt wurde.

    Während der Tango aber ein klassischer Paartanz war, bei dem der Mann die Frau in der üblichen Position führte, lediglich etwas enger, konnte der Charleston alleine oder als Paar getanzt werden und er war durch sein schnelles Tempo, die rudernden Armbewegungen und die drehenden Kniebewegungen besonders neuartig und anders.

    Der Charleston erfreute sich trotzdem größter Beliebtheit und es wurde von einer regelrechten „Charleston-Epidemie“ gesprochen.

  • Bestimme, welche Medien zu Massenmedien in der Weimarer Republik wurden.

    Tipps

    Zwei der vier Antwortoptionen sind richtig.

    Ein Medium war schon früher einer breiten Masse zugänglich und ein anderes wurde erst später massentauglich.

    Lösung

    Die Entwicklung der Elektronenröhre durch amerikanische und deutsche Wissenschaftler revolutionierte die Rundfunk- und Fernmeldetechnik.

    Dies machte es möglich, dass das Radio und das Telefon zu Massenmedien werden konnten.

    Zeitungen waren bereits im 19. Jahrhundert für breite Bevölkerungskreise zugänglich. Auf den Einzug der Fernseher in die Wohnzimmer der Deutschen musste allerdings noch einige Jahrzehnte gewartet werden.

  • Charakterisiere das Modeideal der Goldenen Zwanziger.

    Tipps

    Das Ideal war es, knabenhaft-sportlich zu wirken.

    Lösung

    Die deutsche war eng mit der französischen Bekleidungsindustrie verbunden und besaß eine starke weltweite Anziehungskraft.

    Es etablierte sich ein ganz neuer Stil, besonders was die weibliche Mode betrifft:

    • Kleider waren gerade geschnitten, sodass sie nicht oder nur wenig tailliert waren. Die Taille saß, falls vorhanden, sehr tief.
    • Zudem waren sie kürzer als zuvor und gingen nur noch bis zur Wade oder zum Knie.
    • Man trug die Haare kurz. Der typische Bobhaarschnitt wird Bubikopf genannt.
    • Frauen fingen an, sich zu schminken und der Lippenstift erfreute sich großer Beliebtheit.
    • Rauchen galt als chic. Frau versuchte, sich verstärkt Dinge anzueignen, die zuvor nur Männern vorbehalten waren, wie rauchen, campen oder Sport treiben. Aber auch die kurzen Haare oder der beliebte „Bubikragen“ gehörten dazu.
    Zu besonderen Anlässen trug Frau zudem mitunter:
    • lange Perlenketten
    • Modeschmuck
    • Boas
    • Stirnbänder