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Das Sarajevo-Attentat 02:26 min

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Das Sarajevo-Attentat Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das Sarajevo-Attentat kannst du es wiederholen und üben.

  • Erstelle ein Kurzportrait von Gavrilo Princip.

    Tipps

    Sarajevo ist die heutige Hauptstadt von Bosnien-Herzigowina.

    Die Österreichisch-Ungarische Monarchie existierte von 1867 bis 1918 und wurde von dem Geschlecht der Habsburger regiert.

    Lösung

    Gavrilo Princip war bosnischer Serbe, das heißt, er lebte in der österreich-ungarischen Provinz Bosnien, zählte sich aber zur Gruppe der Serben.

    Schon jung radikalisierte er sich und trat für ein großserbisches Reich ein. Die Habsburger und Österreich-Ungarn waren ihm und der serbisch-nationalistischen Geheimorganisation in Belgrad, der er sich angeschlossen hatte, nachdem er die Schule in Sarajevo wegen aufrührerischem Verhalten verlassen musste, ein Dorn im Auge.

    Gavrilo Princip wurde weltweit bekannt, weil er die tödlichen Schüsse auf den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie abfeuerte und in der Folge die Welt in eine tiefe Krise stürzte. Er wurde gefasst und starb im Gefängnis.

  • Nenne Princips Gründe für das Attentat von Sarajevo.

    Tipps

    Zwei der Antwortmöglichkeiten sind richtig.

    Lösung

    Als Gavrilo Princip gefasst wurde, gab er als Grund für das Attentat an, dass er sich für einen Zusammenschluss der südslawischen Provinzen mit Serben einsetzen wollte. Durch die Schwächung von Österreich-Ungarn sollte die Loslösung der Provinz Bosnien aus dem Reich erleichtert werden.

    Warum diese Antworten nicht richtig sind:

    • ... er einen Serben statt einen Habsburger als Kaiser von Österreich-Ungarn sehen wollte.
    → Princip ging es gerade nicht um die Habsburgermonarchie Österreich-Ungarn. Er war serbischer Nationalist und hatte die Vision von einem großserbischen Reich.
    • ... er den Ersten Weltkrieg auslösen wollte, um Österreich-Ungarn zu schwächen.
    → Auch wenn die weltweite politische Lage sehr angespannt war, kann nicht davon ausgegangen werden, dass Princip solch weitreichende Folgen voraussehen konnte.
  • Ordne die Staaten dem jeweiligen Bündnis von 1914 zu.

    Tipps

    Einer der genannten Staaten ist neutral.

    Lösung

    Im Jahr 1914 waren viele Staaten in militärischen Bündnissen organisiert. Sie verpflichteten sich also dazu, im Kriegsfall ihren Bündnispartnern beizustehen.

    Zwei Hauptbündnisse dominierten das Geschehen. Auf der einen Seite standen die Mittelmächte, zu denen unter anderem das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Italien zählten. Der Namen rührt von der zentraleuropäischen Lage her. Italien wechselte später die Fronten; dafür kamen das Osmanische Reich und Bulgarien als wichtige Parteien hinzu.

    Ihnen feindlich gegenüber stand die Entente, zu der unter anderem Frankreich, Russland und kurz nach Kriegsbeginn auch Großbritannien gehörten. Serbien war Verbündeter Russlands und konnte deshalb mit der Unterstützung des großen Landes rechnen.

    Einige Staaten, wie beispielsweise Belgien, versuchten zunächst neutral zu bleiben und sich keiner Seite anzuschließen.

  • Untersuche, ob der Ausbruch des Ersten Weltkriegs nach dem Attentat von Sarajevo wahrscheinlich war.

    Tipps

    Am 28. Juli 1914, genau einen Monat nach dem Attentat von Sarajevo, erklärte Österreich-Ungarn, ermutigt durch den Bündnispartner Deutschland, Serbien den Krieg und setzte damit eine Bündnismaschinerie in Gang, die immer mehr Staaten in den Krieg verwickelte.

    Lösung

    Auf den ersten Blick scheint es nicht naheliegend, dass ein solches Attentat, wie das von Sarajevo im Jahr 1914, einen Weltkrieg hervorruft.

    Auch kurz nach dem Attentat schienen weitreichende Konsequenzen nicht wahrscheinlich, zudem die Welt nicht sonderlich erschüttert schien und selbst die Menschen in Österreich-Ungarn nicht übermäßig bestürzt waren.

    Doch einige Faktoren trugen dazu bei, dass das Attentat nicht zum Grund, aber zum Auslöser des Ersten Weltkriegs wurde.

    Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges wurde durch folgende Gegebenheiten erhöht:

    • Die sowieso schon angespannte politische Lage spitzte sich weiter zu, denn Serbien und Österreich-Ungarn wussten jeweils starke Bündnispartner an ihrer Seite.
    • Das Attentat eines serbischen Nationalisten bot Österreich-Ungarn einen Vorwand dem verfeindeten Serbien den Krieg zu erklären.
    • Viele Staaten Europas hatten in Erwartung an einen Krieg die Jahre zuvor stark aufgerüstet.
  • Skizziere den Ablauf der Ereignisse um das Attentat von Sarajevo.

    Tipps

    Beginne mit „Am 28.06.2014 ...“.

    Lösung

    Diese Schlüsselinformationen solltest du dir merken:

    • Im Sommer 1914 besuchten der österreich-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie Sarajevo.
    • Sarajevo war und ist die Hauptstadt Bosniens. Damals war Bosnien eine Provinz Österreich-Ungarns.
    • Dass Sarajevo so hohen Besuch bekam, kam nicht alle Tage vor. Die Straßen waren festlich geschmückt. Viele Menschen waren auf den Straßen.
    • Der nationalistische Serbe Gavrilo Princip erschoss Franz Ferdinand und Sophie auf ihrer Tour mit dem Auto durch die Stadt mit einen Revolver.
    • Daraufhin verschlechterten sich die politischen Beziehungen zwischen Serbien und Österreich-Ungarn weiter, was schlussendlich im Ersten Weltkrieg mündete.
  • Ermittle, welches Bild die Bedeutung des Sarajevo-Attentats für den Ausbruch des Ersten Weltkrieg beschreibt.

    Tipps

    Überlege dir, welche Auswirkungen ein Feuerlöscher, Zündhölzer, ein Hammer und ein Wasserfall auf das Pulverfass haben und versuche dies bildlich auf die Welt im Jahr 1914 zu übertragen.

    Lösung

    Im Jahr 1914 war die politische Situation in Europa höchst angespannt: Viele Staaten hatten stark aufgerüstet und ein Krieg schien unausweichlich, denn vor allem das zerfallende Osmanische Reich entfachte Begehrlichkeiten für bestimmte Gebiete und das Deutsche Reich hatte immer noch nicht verwunden, so wenig Kolonien im Vergleich zu anderen Großmächten zu besitzen.

    Für diese Situation wurde oft das Symbol eines Pulverfasses gewählt. Nur ein Funken würde genügen, die Lage explodieren zu lassen. Dieser Funke war im Endeffekt das Attentat von Sarajevo. Die Streichhölzer verbildlichen dies.

    Wären die Bedingungen im Jahr 1914 andere gewesen, hätten sich die Dinge nach dem Attentat von Sarajevo höchstwahrscheinlich nicht so rasant auf diese Weise entwickelt.