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Demokratie nach 1945 01:53 min

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Demokratie nach 1945 Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Demokratie nach 1945 kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme, welche Zone von welcher Siegermacht nach dem Zweiten Weltkrieg besetzt wurde.

    Tipps

    Alle Besatzungszonen weisen eine geographische Nähe zur entsprechenden Siegermacht auf – außer die amerikanische.

    Die Zonenaufteilung in Berlin entspricht der Deutschlands – nur die britische und die französische Zone tauschen ihre Position: Die französische befindet sich somit nördlich der britischen.

    Lösung

    Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs teilen die Siegermächte Deutschland in vier Besatzungszonen auf. Die Sowjetunion, Großbritannien, die USA und Frankreich gehen in ihrer Zone jeweils eigene Wege.

    Die Besatzungszonen weisen eine geographische Nähe zur entsprechenden Siegermacht auf – außer die der USA. So erhält Frankreich ein Gebiet, das an den französischen Staat grenzt, die Sowjetunion den östlichen und Großbritannien den nordwestlichen Teil. Die Amerikaner erhalten hingegen die südöstliche Zone.

    Auch die Hauptstadt Berlin wird in vier Zonen geteilt. Die Zonenaufteilung in Berlin entspricht der Deutschlands – nur die britische und die französische Zone tauschen ihre Position: Die französische befindet sich somit nördlich der britischen.

  • Beschrifte die zwei deutschen Staaten, die 1949 entstanden.

    Tipps

    Bundesrepublik Deutschland = BRD

    Deutsche Demokratische Republik = DDR

    Lösung

    Aus der doppelten Staatsgründung 1949 gingen zwei neue deutsche Staaten hervor:

    1) die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und Süden Deutschlands
    2) die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten Deutschlands

    Die BRD entstand aus der amerikanischen, der britischen und der französischen Besatzungszone und die DDR aus der sowjetischen.

    Berlin wurde in West- und Ostberlin geteilt. Ostberlin gehörte von nun an zur DDR und Westberlin zur BRD.

    Als immer mehr Ostdeutsche nach Westdeutschland flohen, beschloss die Regierung der DDR in den 1950er und 1960er Jahren die innerdeutsche Grenze zu befestigen und die Berliner Mauer zu bauen. Die beiden Staaten und ihre Bewohnerinnen und Bewohner waren von da an stark voneinander abgeschirmt.

  • Stelle den Einfluss der Besatzungsmächte auf die Entstehung der unterschiedlichen Demokratien nach 1945 gegenüber.

    Tipps

    Bodenreform: Enteignung von Großgrundbesitzern und als nationalsozialistisch eingestuften Personen.

    Die Einheitspartei hieß Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED).

    Reeducation: Umerziehung zur Überwindung des Nationalsozialismus

    Lösung

    In der BRD und der DDR entwickelten sich gegensätzliche Demokratien. Dies rührte vor allem vom Einfluss her, den die Besatzungsmächte auf die jeweiligen Zonen ausübten.

    In den drei Westzonen, die von Frankreich, Großbritannien und den USA beeinflusst wurden, wurde versucht, an die Weimarer Republik wieder anzuknüpfen. Schon damals hatte Deutschland eine repräsentative Demokratie und eine demokratische Verfassung, doch dieses Mal sollte aus den Fehlern von damals gelernt werden und die neue Demokratie stabiler sein und vor antidemokratischen Bestrebungen geschützt werden. Dieses von außen verordnete Demokratisierungsprogramm der Siegermächte wird als Reeducation bezeichnet, weil es die Bevölkerung zur Demokratie „zurück“ erziehen sollte.

    Während also die drei westdeutschen Zonen dem Vorbild der Alliierten folgten und sich zu einem kapitalistischen und demokratischen System hin entwickelten, entstand im Osten eine Volksrepublik nach sozialistischem Vorbild. Die kommunistische Sowjetunion, die die Kontrolle über der Zone besaß, setzte eine Bodenreform durch und trieb die Entstehung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) voran.

  • Prüfe, welcher deutsche Staat sich für welchen Weg im Wettkampf um das bessere wirtschaftliche und politische System entschied.

    Tipps

    Manche Entscheidungen, die die DDR betreffen, wurden eher hinter verschlossenen Türen getroffen und nicht der Öffentlichkeit kommuniziert.

    Die beiden Systeme unterschieden sich darin, wem sie dem Vorrang gaben. Die BRD war eher individualistisch (→ Einzelperson), die DDR eher kollektivistisch (→ Gemeinschaft).

    Lösung

    In der BRD wurde angestrebt aus den Verbrechen der Nationalsozialisten und den Fehlern der Weimarer Republik zu lernen und ein stabiles demokratisches System aufzubauen:

    → Die Grundrechte sollen ausdrücklich geschützt werden.
    → Radikale Parteien sollen beobachtet und verboten werden dürfen.
    → Die 5%-Hürde für Parteien soll die Zersplitterung des Bundestages verhindern.
    → Der Marshallplan sollte die Wirtschaft in Schwung bringen und das demokratische Bewusstsein entwickeln.

    In der DDR wurde hingegen das Ideal einer sozialistischen Gesellschaft angestrebt:

    → Das politische und wirtschaftliche System sollte kollektivistisch aufgebaut sein, sprich der Gemeinschaft gegenüber dem Individuum den Vorrang geben.

    Damit sich diesen Zielen angenähert werden konnte, wurde folgender Kurs verfolgt:

    → Die SED sollte den Führungsanspruch besitzen.
    → Das grundsätzliche Bekenntnis zu Bürgerrechten und zur demokratischen Ordnung in der Verfassung sollte nicht unbedingt in der Wirklichkeit Bestand haben.
    → Das Individuum sollte keine Ansprüche gegenüber dem Staat und der Gesellschaft besitzen.

    Mit dieser unterschiedlichen Ausrichtung befanden sich die beiden deutschen Staaten in einem permanenten Wettstreit um das bessere politische und wirtschaftliche System.

  • Nenne mögliche Folgen bei abweichendem Verhalten in der DDR.

    Tipps

    Zwei der Antwortmöglichkeiten sind richtig.

    Lösung

    In der DDR gab es zwar eine Verfassung mit Grundrechten, doch war es ein kollektivistisches politisches System, in dem Individuen keine Ansprüche gegenüber dem Staat und der Gesellschaft, sprich der Gemeinschaft, hatten. Der Einzelne hatte sich unterzuordnen.

    Abweichendes Verhalten führte zu verschiedenen Formen von Ausgrenzung und Bestrafung wie Inhaftierung, Jobverlust oder Verweigerung eines gewünschten Studienplatzes.

    Viele Menschen wollten deshalb fliehen. Wurden sie erwischt, nahmen Ausgrenzung und Bestrafung noch zu. Ab 1961 sollte die Berliner Mauer sie daran hindern. Zuvor war schon die innerdeutsche Grenze massiv ausgebaut worden. Eine Flucht war deshalb schwierig und sehr gefährlich.

  • Erläutere, welche Ziele mit dem Marshallplan verfolgt wurden.

    Tipps

    Ideologie: Weltanschauung, z. B. Kapitalismus

    humanitär: auf die Linderung menschlicher Not ausgerichtet

    Lösung

    Fast 13 Milliarden US-Dollar wurden vom amerikanischen Kongress für das European Recovery Program (offizieller Name des Marshallplans) bereitgestellt.

    Die USA hatten zwar damit auch humanitäre Ziele verbunden und wollten das Leid der hungernden Bevölkerungen in Deutschland und Westeuropa lindern. Doch waren die Ziele nicht rein altruistisch.

    So wurde gleichzeitig angestrebt, Handelspartner zu erhalten und zu gewinnen. Die Wirtschaft wurde also in diesen Ländern angekurbelt, damit sie sich amerikanische Waren leisten konnten. Neben den wirtschaftlichen Zielen waren auch ideologische Ziele von großer Bedeutung. Dabei stand die Bindung Westeuropas an die USA im Vordergrund. Auf diese Weise sollten der Einfluss der Sowjetunion und des Kommunismus eingedämmt werden.

    In Deutschland begünstigte zudem der wirtschaftliche Aufschwung den Demokratisierungsprozess, da Menschen, die nicht ausschließlich mit dem Überleben beschäftigt sind, eher ein demokratisches Bewusstsein entwickeln und nicht etwa dem Nationalsozialismus nachtrauern.