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Politischer Wandel in Deutschland

Deutsches Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR und BRD - Im 19. und 20. Jahrhundert ging in Deutschland ein enormer politischer Wandel vonstatten. Die Fragen der Politikwissenschaft thematisieren die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozesse, die mit dem politischen Wandel verbunden sind. Dazu ist es sinnvoll, wenn du dich mit den verschiedenen Staats- und Regierungsformen näher auseinandersetzt:

  • In einer Monarchie ist ein gekrönter Monarch (Zar, Fürst, König, Kaiser) das alleinige Staatsoberhaupt.
  • Bei einer Republik ist das Staatsvolk die höchste Gewalt des Staates.
  • Die Diktatur ist die Herrschaft eines Einzelnen, einer Partei oder Gruppe.

Das Deutsche Kaiserreich

Die Gründung des Deutschen Kaiserreichs erfolgte am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles mit der Proklamation des preußischen Königs Wilhelm I. zum deutschen Kaiser. Das Deutsche Kaiserreich (1871-1918) war eine konstitutionelle Monarchie. Das bedeutet, dass die Macht des Monarchen durch die Verfassung beschränkt war. Der Kaiser war zugleich preußischer König und hatte die politische und militärische Macht inne. Er ernannte den Reichskanzler, der zugleich häufig auch preußischer Ministerpräsident war.

Als erster Reichskanzler des Deutschen Reiches war Otto von Bismarck für die Staatsgeschäfte verantwortlich. Von 1871 bis 1890 bestimmte er die innen- und außenpolitische Entwicklung. In Bezug auf Bismarcks Innenpolitik kam vor allem die Frage auf, wie demokratisch die Reichsverfassung tatsächlich war: Einerseits gab es ein allgemeines, gleiches und geheimes Wahlrecht, andererseits hatte der Kaiser mit seinem militärischen Oberbefehl eine gefestigte monarchische Position inne. Es gab außerdem keine Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative. Einige Kritiker machten Bismarck für das Scheitern der Demokratie in Deutschland verantwortlich.

Diktatur und Demokratie in Deutschland

Werfen wir einen Blick auf die politischen Ordnungsvorstellungen des 20. Jahrhunderts. Mit der Weimarer Republik war der Wechsel von der Monarchie zur Republik vollzogen. Von 1918 bis 1933 bestand erstmals eine parlamentarische Demokratie in Deutschland. Gleichzeitig markiert diese kurze Phase den Übergang von der Demokratie in die Diktatur.

Am 30. Januar 1933 ernannte der Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Damit setzte die nationalsozialistische Diktatur ein, die bis 1945 andauerte. Mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945, die das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa markiert, musste der deutsche Staat neu organisiert werden. Die Siegermächte einigten sich in der Potsdamer Konferenz darauf, dass Deutschland demokratisiert, denazifiziert, dezentralisiert und demilitarisiert werden müsse. Deutschland wurde außerdem in vier Besatzungszonen eingeteilt.

4 Besatzungszonen in Deutschland

Das wiederum führte 1949 zur Teilung Deutschlands in die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und die Bundesrepublik Deutschland (BRD). Somit bestanden die Staatsformen der Demokratie und der Diktatur nebeneinander in Deutschland. Während in Westdeutschland die Demokratie wieder aufgebaut wurde, stand die DDR unter der Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und ist dementsprechend als Parteidiktatur zu bezeichnen. Die DDR wurde mehr und mehr dem Vorbild eines kommunistischen Staates angeglichen.

Obwohl viele Politiker diese “Übergangslösung” des geteilten Deutschlands schnell aufzuheben versuchten, gelang die Wiedervereinigung Deutschlands erst im Jahre 1990.