Nachhaltig Bauen – Gerüst und Sicherheit 04:06 min

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Transkript Nachhaltig Bauen – Gerüst und Sicherheit

Für den Weiterbau muss bald ein Gerüst aufgestellt werden. Aber der Polier weiß sich erstmal zu helfen. „Wir haben dafür ja unsere Mauerböcke. Wir mauern ja halb hoch, so hoch wie wir immer uns arbeiten. Und da haben wir Mauerböcke vorgestellt. Da kommen vier Gerüstbohlen drauf.“ Ab einer Mauerhöhe von 1,25 m kommen Arbeitsgerüste zum Einsatz. In diesem Fall setzen die Maurer Böcke ein, die sie auch in schmalen Räumen gut bewegen können. Jetzt wird auch ein Außengerüst gebracht, das nach und nach das gesamte Gebäude umschließt. Mit der Bauleitung wird die Ausführung genau besprochen. „Deswegen rüste ich jetzt hier auf vier Meter Höhe, plus Schutz, als Absturzsicherung das keiner abstürzt.” Das Gerüst muss waagerecht und mit einem Abstand von maximal 30 Zentimetern an der Außenwand errichtet werden. „So jetzt sehen wir hier, wenn ich die Waage dran halte, sehen wir hier, dass das genau im Lot sein muss.” Vertikalrahmen werden über waagerechte Gerüstbohlen miteinander verbunden, ein Seitenschutz dient als Absicherung. „Ein Gerüst wird dafür gebaut, um an jeder beliebigen Stelle arbeiten zu können. Dafür brauchen wir die. Und es wird immer halt auch drauf geachtet auf die Sicherheit, die steht an erster Stelle, deswegen muss man ganz besonders drauf achten, dass alle Teile perfekt verschraubt sind und dass man keine kaputten Teile einbaut. Weil da passieren oft Unfälle. Der Wind reißt Gerüste aus der Wand und die fallen um und so, deswegen muss man auf die Sicherheit am aller Meisten achten. Das war auch das Erste, was wir in der Ausbildung gelernt haben, dass wir auf die Sicherheit achten und dass wir immer mit Gurt arbeiten und mit Vorlaufgeländer. Und immer Helm tragen. Ganz wichtig, immer Helm tragen.” Der Leitergang ermöglicht es, von einer Gerüstlage in die nächste zu kommen. Sie werden in regelmäßigen Abständen eingebaut. Auf Dachhöhe ist ein Sicherheitsfangnetz vorgesehen. „Damit ist das Gerüst gesichert. Kann es weder noch wegkippen, zur Seite, nach vorne und nach hinten.“ „Also ich finde den Beruf, wenn ich ehrlich bin, sehr hart. Es gibt schönere Berufe. Aber ich bin total zufrieden, weil die Aussicht die man dafür hat, wenn man mal einen Tag arbeitet ist unbezahlbar. Und Sie müssen mal sehen, Klinkerer oder so, die brauchen zwei Wochen, bis sie mal ein paar Steine fünf Meter hochziehen. Und wir schaffen an einem Tag manchmal Strecken von bis zu 20, 30 Meter nach oben.” Nach jeder Montage muss das Gerüst als sicher freigegeben werden. „Am 21.11.2011 freigegeben. Mit meiner Unterschrift, Brunert. Und ich bin auf der sicheren Seite. Ja, das nehme ich jetzt mit und klebe das jetzt an Leitergang und damit können die Leute dann auf dem Gerüst drauf.” In diesem Stadium wird der funkferngesteuerte Turmdrehkran mit Laufkatze zum wichtigsten Arbeitsgerät. Hohe Lasten trägt er nur in der Nähe des Turms, aber einen gefüllten Betonkübel darf er bis 20 Meter weit ausfahren. Bestandteil jeder Baustelle in Deutschland sind deutliche Sicherheitshinweise. Das Befolgen der Maßnahmen, wie etwa Tragen von Helmen oder von Sicherheitsschuhen, werden durch die Berufsgenossenschaften überwacht. Wer dies nicht beachtet kann zum Beispiel seinen Versicherungsschutz verlieren.