Nachhaltig Bauen – Betonwerk 05:39 min

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Transkript Nachhaltig Bauen – Betonwerk

Per Schiff wird das Betonwerk kostengünstig und effizient mit Rohstoffen beliefert. Kies und Sand in genau festgelegten Korngrößen sind die schweren Bestandteile von Beton. Je nach Kundenwunsch wird hier vor Ort eine genau festgelegte Mischung hergestellt. „Von hier oben wird alles verworfen. Wasser, dann haben wir hier die Zuschläge und dahinter ist Zement. Ja.“ Die computergesteuerte Waage lässt die Zutaten genau abgewogen in die Mischtrommel fallen. Jeweils zweieinhalb Kubikmeter werden in wenigen Minuten verrührt. Zum Schluss kommt der Zement hinzu. Umrühren, fertig. „Also ganz normal, Einfamilienhaus, gehe ich davon aus, es sind meistens zwei verschiedene Betonsorten. Da fahre ich Fundamentbeton, also wenn ich keinen Keller habe, fahre ich Fundamentbeton, es ist ein normaler zwanzig, fünfundzwanzig mit Rohr, die Fundamente werden gemacht. Anschließend wird aus einem WU-Beton, also wasserundurchlässigen Beton, die Sohlenplatte gemacht.“ Hunderte verschiedener Sorten können hier durch Mischen hergestellt werden. „Ja, der Beton ist praktisch nach Eigenschaften geprüft. Wir haben ein Baustofflabor, was für uns diese Betonsorten herstellt, die die prüfen und er muss bestimmte Eigenschaften erfüllen. Und danach werden diese Rezepturen zusammengestellt.“ Die Qualitätskontrolle ist gesetzlich vorgeschrieben und wird genau protokolliert. „Damit ja dieser Beton auch seine Eigenschaften erfüllt, muss er natürlich geprüft werden. Und das können die hier vor Ort und dann fahren sie mit raus auf die Baustelle. Und wenn er dann auf der Baustelle, kann ich schon mal sagen, ein LP-Beton oder dieser Luft-Poren-Beton, wenn der seine Eigenschaften auf der Baustelle nicht erfüllt, obwohl er sein Werk erfüllt, geht das alles wieder zurück.“ Mehr als neunzig Minuten Fahrzeit darf die Baustelle nicht entfernt sein, sonst erlischt die Qualitätsgarantie. „In der Baustellenausschreibung steht genau drin, was brauche ich für Anforderungen. Und dann sagen wir ganz einfach ´Pass auf, wir bieten das an, wir bieten den und den Beton zu dieser Anforderung, die ihr habt.` So, und wenn es nachher zu diesem Abschluss kommt, zu dem Bauen kommt und so weiter, dann gibt's halt die Möglichkeit, wenn es eine überwachte Baustelle ist, dann macht wiederum unser Labor macht ein Sortenverzeichnis fertig, wo dann von dem kleinsten Beton, spricht, ein Unterbeton irgendwo für Sauberkeitsschichten bis hin zum höchsten Beton, den wir brauchen dafür, wo alles genau verzeichnet ist. Nur diese Betonsorten dürfen dann auch nur eingebaut werden.“ Die Eigenschaften einer Rezeptur werden vom Statiker vorgeschrieben. Außer Druckfestigkeit werden auch Eigenschaften wie Wasserundurchlässigkeit oder Chemikalienfestigkeit nachträglich geprüft. „Wir nehmen so eine Form. Dann nehmen Sie den Beton, wenn er geprobt wird, dann haben Sie immer eine gewisse Menge, die Sie da rausnehmen. Und dann kommt er hier auf den runden Tisch. Und dieser Würfel hat eine Abmessung, die ist in der DIN EN festgeschrieben. Ja, das ist, das müssten fünfzehn mal fünfzehn sein. Und dann tun Sie…da kommt der Beton dann rein. Ja, dann wird er eingerüdelt und dann machen Sie den plan und dann lassen Sie ihn sieben Tage stehen, dann wird er ausgeschalt und kommt ins Wasserbad. Ja, die Betonendfestigkeit ist in der Regel nach achtundzwanzig Tagen erreicht. Nach achtundzwanzig Tagen wird er geprüft, dann wird er aus dem Wasserbad geholt und dann wird er geprüft und mit einer Maschine zerdrückt. Und die kann genau ausrechnen, wie viel Druck pro Quadratmillimeter da ist.“ Nicht verbrauchter Frischbeton kann heute in seine Bestandteile zerlegt und vollständig recycelt werden. „Also, recyclen macht man ganz einfach dazu, um Restbeton nicht wegschmeißen zu müssen. Das heißt also, das Material wird komplett getrennt und wieder verwendet. So entsteht also der Umwelt überhaupt kein Schaden, weil ich kann das ganz normal, im normalen Beton, prozentual immer wieder zugeben.“ Der empfindliche Baustoff muss beim Abbinden frostfrei bleiben. Sogar zum Betonieren im Winter gibt es hier eine, wenn auch energieaufwändige Lösung. „Hier werden die Zusatzstoffe über Wasserdampf nach oben warm gemacht. Ich habe also die Möglichkeit einmal mit warmen Wasser zu zufahren, um ich sage mal, das kalte Wasser, kalte Kanalwasser durch das warme Wasser zu ersetzen, weil ich laut DIN EN in dem Winter, eine bestimmte Betontemperatur auf die Baustelle bringen muss. Wenn dann wirklich einer bei Minus zehn Grad unbedingt betonieren will, muss ich mindestens zehn Grad plus den Beton auf der Baustelle da anbringen. Wie er den in der Nachbehandlungszeit auf zehn Grad plus halten will, ist dann wieder nicht mein Problem.“