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Decken und Dächer – Einbau von Fenstern 08:53 min

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Transkript Decken und Dächer – Einbau von Fenstern

Fenster versorgen ein Haus mit Licht, Luft und Wärme und machen es damit bewohnbar. Nach außen sind Fenster das Gesicht eines Hauses, sie sorgen für Gliederung und Vielfalt und stehen für einen ganz bestimmten Baustil - eine Bauepoche. Schon während der Rohbauphase kommt der Fensterbauer auf die Baustelle und erstellt das Aufmaß für die Fenster und Türen. Anhand des Meterrisses rechnet sich der Fensterbauer die genauen Maße der Türöffnungen beziehungsweise bodentiefen Fenster aus. Mithilfe des Lasers überprüft er die Angaben und überträgt sie auf alle Einbauorte. „Ich sage mal, es sollte schon natürlich genau sein, damit man auch hinterher keine Stolperkante hat oder die Tür nicht hinterher zu klein ist. Und von daher ist es eben auch wichtig, dass gerade bei bodentiefen Elementen ein Meterriss da ist und dann wird jetzt mit dem Laser hoch gemessen. Dreißig, dreißig, acht.“ Der Fensterbauer erstellt eine vollständige Fenster- und Türliste, die er an die Fabrik schickt. Anhand seines Aufmaßes werden die Fenster und Türen gebaut und einige Wochen später einbaufertig angeliefert. Mit dem Bauleiter muss er alle offenen Fragen, zum Beispiel bezüglich des Fensteranschlags besprechen. „Die Balkontüren, die sollen alle nach außen aufgehen? Die Terrassentüren? Ist das richtig?“ „Nein, eigentlich würde ich sie nicht gerne nach außen aufgehen lassen.“ „Aber sie sind da noch nach außen...“ Die Fenster sollen aus besonders haltbarem Eukalyptusholz hergestellt werden. „Wenn ich mir selber Holzfenster kaufen würde oder sowas, würde ich sowieso Eukalyptus vorziehen. Wie es nachweislich wird das angebaut, also es ist kein Tropenholz oder sowas. Es ist ein schnellwachsendes Holz, aber eben halt von der Kernstruktur her sehr hart, es ist eben halt beständiger. Hat zwar noch keiner ausprobieren können, aber es wird gesagt bis zu dreißig Jahren oder so, aber die dreißig Jahre hat bis jetzt eben halt noch keiner testen können.“ Acht Wochen später werden die einbaufertigen Fenster angeliefert. Die Fensterbauer bringen die Einzelteile an den Einbauort. Diese bodentiefen Fenster haben ein hohes Gewicht. Schon das Eukalyptusholz ist schwerer als Eiche. Die dreifach verglasten Scheiben tragen ebenfalls dazu bei. Alle Pfalze im Rahmen werden sorgfältig mit Schaumdichtungen beklebt. Ihre Luftdichtigkeit wird später bei der Abnahme genau geprüft. Für die Befestigung im Mauerwerk werden Löcher in die Rahmen gebohrt. Extra aufgesetzte Metalllaschen geben zusätzlichen Halt. Vor dem Einsetzen wird der Rahmen rundherum mit einem Dichtband beklebt. Dieses quillt innerhalb von zwanzig Minuten auf und schließt die Lücke zwischen Rahmen und Mauerwerk schall- und luftdicht ab. „Bei dem Wetter haben wir zwanzig Minuten, haben wir auf jeden Fall, bei den Wetterverhältnissen. Wenn die Sonne richtig darauf knallt, dann ist das innerhalb von zehn Minuten aufgequollen.“ Jetzt kann das Fenster von innen gegen gemauerte, wärmeisolierte Anschlagsschalen gesetzt und festgeschraubt werden. Dichtigkeit hat dabei oberste Priorität. „Es gibt eine Norm dafür, die besagt wieviel ein Kubikmeter Luft durch das, pro Meter durchgehen darf. Und das macht, das macht das alles und nur dafür gibt es ja die speziellen Normen, die erfüllt werden müssen. Das sagt die EnEV, die Energieeinsparverordnung, die es seit ja 1995 bereits gibt, und in der wird es genau festgehalten. Und ohne diese Werte würde das Fenster gar nicht mit dem CE-Kennzeichen verkauft werden dürfen. Also, verkauft werden schon, wie es im Baumarkt getan wird, aber es dürfte nicht von einem Fachmann montiert werden.“ Spezielle Dübelschrauben sorgen für den richtigen Halt. Fenster sind der Witterung ausgesetzt und müssen hohe Temperaturunterschiede verkraften. Wegen der guten Optik und Haltbarkeit haben sich die Architekten für offenporig lasierte Holzfenster entschieden. „Das Holz, das hier verwendet wurde, ist ein Eukalyptusholz, Eukalyptusglobulos, Eukalyptus gibt es mit sehr viel mittlerweile auf dem Markt. Wichtig ist, dass es Globulus ist, weil der eine Rohdichte von 920 Kilogramm auf dem Kubikmeter hat. Das schwimmt also kaum noch und vom Härtegrad her auch wesentlich härter als Eiche ist. Als Beispiel, Eiche zum Beispiel hat 720 Kilogramm auf dem Kubikmeter, gute Eiche. Und das hat ein Drittel mehr noch. Und es wird gezüchtet in Nordspanien. Von da wird es auch hierhergefahren und nicht aus dem Regenwald irgendwo abgerodet und nach Deutschland Tausende von Kilometern geschifft, sondern es wird wirklich da angebaut, angepflanzt und kann nach zwölf bis fünfzehn Jahren bereits geerntet werden. Nochmal im Vergleich dazu, jetzt Eiche, wissen wir alle…“ „Zweihundert Jahre“ „Zweihundert Jahre oder eine Kiefer selbst, selbst die braucht 30 bis 50 Jahre, bis sie geerntet werden kann. Also es ist ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff, der uns so schnell nicht ausgehen wird, wofür kein Regenwald abgeholzt wurde muss und von dem, ja, weil die Intervalle so kurz ist, vom Pflanzen bis zum Roden, ist das halt sehr gut für die Umwelt.“ Die sorgfältige Abdichtung und hohe Luftdichte moderner Fenster ist zwar sehr energiesparend, sie erfordert aber ein sehr bewusstes Lüften, um Schimmelbildung durch übermäßige Raumfeuchte zu vermeiden. „Ein Mensch hat dieses Empfinden nicht. Wenn er Hunger hat, dann isst er was, wenn er Durst hat, dann trinkt er was. Bei feuchter Luft merkt er das nicht. Ihm fehlt dieser Sinn einfach.“ „Ach so!“ „Und es ist, das ist mittlerweile ein Problem, weil immer dichtere Fenster eingebaut werden und mittlerweile eben man schon fast von dreißig Prozent aller Wohnungen, die von Schimmel befallen sind, spricht. Muss man halt reagieren und nun diese automatische Belüftung mit einbauen, weil der Mensch das nicht merkt.“ Bei diesem Küchenfenster sorgt eine automatische Lüftung für einen genau definierten Luftaustausch. „Innerhalb von vierundzwanzig Stunden sollte ein kompletter Raum komplett erneuert werden mit Luft. Also, man spricht immer von, es gibt vier verschiedene Wohnungsarten: Einmal, wo halt, typischer Student wohnt, der da abends nach Hause kommt, schläft und morgens wieder in die Uni geht. Dann gibt es natürlich noch Wohnungen, wo man lebt und liebt sozusagen, wo den ganzen Tag gekocht, geduscht und alles wird. Da muss natürlich ein bisschen mehr gelüftet werden. Da muss mehr frische Luft rein.“ Ein konsequenter Luftaustausch beugt jeder Schimmelbildung vor. Licht und Luft durch gute Fenster sorgen auf jeden Fall für eine optimale Wohnqualität.