Decken und Dächer – Herstellen einer Stahlbetondecke 08:17 min

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Transkript Decken und Dächer – Herstellen einer Stahlbetondecke

Beton ist im Hochbau einer der vielseitigsten Baustoffe. Seine statische Stabilität wird vor allem für Decken und Sonderbauteile gebraucht. Beton nimmt nach dem Erstarren vor allem Druckkräfte auf. Deshalb wird „Bewehrungsstahl“ eingelegt, der auch Zugkräfte aufnehmen kann. Die im oberen Bereich einer Stahlbetonplatte durch Biegekräfte hervorgerufenen Druckspannungen nimmt der Beton auf. Die im unteren Bereich eines Balkens auftretenden „Biegezugkräfte“ nehmen die Stahleinlagen auf. Schubspannungen werden von einer zusätzlichen „Schubbewehrung“ aus Bügeln und Schrägstäben aufgenommen. Daher ist Stahlbeton ideal für Deckenkonstruktionen. Auch dieses Haus bekommt Stahlbetondecken. Auf die Stützkonstruktion werden sogenannte „Filigrandecken“ als verlorene Schalung aufgelegt. Sie werden genau nach Maß hergestellt und auf Termin angeliefert. Jede Platte besteht aus einer fünf Zentimeter starken Betonschicht mit einer dünnen Stahlbewehrung. Wie ein Puzzle setzen die Stahlbetonbauer daraus die untere Schicht der Betondecke zusammen. Ein Vorteil der Filigranplatten ist vor allem die plane Deckenoberfläche. Außerdem ersparen sich die Betonbauer aufwendige Schalarbeiten. Beton hat eine große Dichte und leitet die Wärme gut. Um zu verhindern, dass eine Wärmebrücke in Höhe der Betondecke entsteht, werden vor die Betondecke „Poroton-Ziegel“ mit einer Wärmedämmschicht gemauert. Erneut wird eine Bewehrung auf die Filigranplatte aufgebracht. Der Stahlanteil verbraucht in der Herstellung die meiste Energie und verschlechtert die Energiebilanz einer Betondecke. Regelmäßig kommt eine Statikerin auf die Baustelle. Weil der Kran nicht in Betrieb ist, darf die Decke auch ohne Helm betreten werden. Anhand der Pläne kontrolliert sie, ob die Arbeiter die Bewehrungsarbeiten korrekt ausgeführt haben. Später wird die Decke noch vom externen „Prüfstatiker“ kontrolliert. An einigen Stellen muss nachgearbeitet werden. S: Ich schreibe jetzt einen Bericht, was mir aufgefallen ist, was sie auf jeden Fall noch machen müssen, das habe ich ihnen ja auch gerade erklärt. Ich hoffe, dass sie das alles verstanden haben. Herr Böse guckt gleich nochmal. Ich nehme den Bericht und leite den weiter bringe den aber auch hierhin parallel und dann gucken wir gleich nochmal, dass das bei den anderen auch so läuft. Ausführung und Plan müssen immer wieder miteinander abgeglichen werden. Sechs Zentimeter Dämmung. Das war nämlich auch der Punkt der uns aufgefallen ist. Okay, wenn wir einen Kimmstein setzen dann braucht man den nicht. Ist auch billiger als dieser Isocorp. Okay. Dann machen wir das… Wir bekommen die Architektenpläne, die Ausführungspläne und machen halt danach die Statik. Deckenberechnung, Balkenberechnung. Welches Mauerwerk rein muss. Festigkeit des Mauerwerks. Dämmung, wo muss eine Dämmung hin, oder gerade mit dem Isocorp, was wir da besprochen haben, bei Haus drei brauchen wir ein Isocorp, weil wir halt dünnere Wände haben, weil wir sonst mit der Dämmung nicht hinkommen. Einschalen und bewähren dauern erheblich länger als das eigentliche Betonieren. Ein Stockwerk höher wird ein aufwendig bewährtes Stahlbetonbauteil vorbereitet. Auf den sogenannten „Drempel“ wird später das Dach aufgesetzt. Über den Drempel werden die Lasten des Daches in die Wände abgetragen. Damit der Winkel genau stimmt, hat der Zimmerer extra eine Schablone angefertigt und auf die Baustelle gebracht. Liegt ja hier die Pfette drauf und dann kommt das so… Ja genau, so steht es auch im Plan. Und dann, bei den mittleren-. Die beiden, das sind ja nur Außenwände. Wenn die Bewährung fertig ist, kann eingeschalt werden. Dann ist das einmal außen, nach draußen. Und einmal innen. Hier liegt die Fußpfette drauf. Der schneidet jetzt gleich hier diese Schablone raus, weil die sind ja noch nicht drin. Das legt er sich dann auf diese Platte da, zeichnet das an und schneidet die sauber raus, weil die möchte ich gerne behalten. Weil wenn wir die jetzt vernageln dann hätten wir keine Schablone mehr. Die Schalbretter aus beschichtetem Holz müssen Stück für Stück ausgemessen und gesägt werden. Sie bilden die glatte Oberfläche des Stahlbetonkörpers. Damit der Beton beim befüllen die Schalbretter nicht auseinanderdrückt, werden sie durch Stahlstäbe und Abstandshülsen gesichert. B5: Zieh raus. Jetzt komme rein. Durch. Durch. Hier wird der Stahlstab gespannt. B5: Komm mal, noch mal Drunk Für mich ist es so, ich mag nicht nur immer einschalen. Ich mauer auch ganz gerne mal, was alles dazugehört. Der Transportbeton kann kommen. Mit dem „Schlauchkübel“ kann der Beton besonders präzise vergossen werden. Auch hier kommt der elektrische Rüttler zum Einsatz, damit der Beton blasenfrei ist. Für den schmalen Drempel wird eine etwas feinere Körnung als für die Deckenplatte verwendet. Naja, wenn du nur 17 ... hast sonst hat man nachher zu viele Hohlräume. Zwei Tage später kann die Schalung schon entfernt werden. Nur die Abstandhalter bleiben im Beton. Auf dem Stahlbetondrempel wird bald die Fußpfette des Dachstuhls stehen.