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Wien - Haupstadt Österreichs 05:48 min

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Transkript Wien - Haupstadt Österreichs

Die Entwicklung zu einer der bedeutendsten und größten Städte Mitteleuropas verdankt Wien unter anderem seiner günstigen geographischen Lage. Die Stadt liegt zwischen den nordöstlichen Ausläufern der Alpen im nordwestlichen Bereich des Wiener Beckens. Wien ist Hauptstadt und Bundesland zugleich. Die Metropole entstand als römisches Militärlager am Limes an der Donau. Später erlangte Wien aufgrund seiner Lage an der Donau-Handelsroute zunehmend wirtschaftliche Bedeutung. Die Stadt war jahrhundertelang Residenz der Habsburger und entwickelte sich in dieser Zeit zu einem kulturellen und politischen Zentrum Europas. Der Habsburger Pfau mit den Wappen der Herrschaften des Hauses Habsburg aus dem Jahre 1555 erinnert an die lange Kaisertradition Wiens. Die Altstadt Wiens zeugt bis heute eindrucksvoll von der imperialen Dynastie der Habsburger. Lange Zeit war die Hofburg Residenz der Kaiserfamilie. Auf den Spuren der Habsburger kann man heute bequem im Fiaker durch die Wiener Altstadt kutschieren. Im heutigen Bundeskanzleramt, ehemalige Geheime Hofkanzlei, tagten schon die Kanzler Maria Theresias und der Wiener Kongress. Auch das monumentale Parlamentsgebäude wurde zu Zeiten der kaiserlichen Monarchie errichtet. Der Giebel ist mit den Symbolen der bis 1878 17 Kronländer der Monarchie geschmückt. 1908 kam ein 18. Kronland, Bosnien, dazu. Heute ist es Sitz des österreichischen Parlaments. Im Zuge der raschen Ausdehnung der Stadt im 19. Jahrhundert wurde 1883 das neue Große Rathaus eingeweiht. Prägen barocke Kuppeln die berühmte Wiener Altstadt, so sticht aus der modernen Skyline der Donauturm heraus. Der 1964 errichtete Aussichtsturm ist längst eines der Wahrzeichen der Stadt. 1979 wurde die UNO-City eröffnet. Diese ist neben New York, Genf und Nairobi einer von vier offiziellen Amtssitzen der Vereinten Nationen. „Wien ist heiß und kalt, laut und leise, erwartet und unerwartet“, lautet ein Spruch der jungen Wiener Szene. Bei einer Melange treffen Touristen und Wiener zusammen. In Wiens Prachtstraßen wie der Kärntner und Mariahilfer Straße tummeln sich Jung und Alt zum Shopping. Wien ist lebenslustig und offen. Seit 1996 zum Beispiel ruft die Homosexuelle Initiative Wien zur alljährlichen kunterbunten Regenbogenparade für eine Kultur der Solidarität, Toleranz und Gleichberechtigung auf. Die künstlerische Ader Wiens wird dem Besucher auf Schritt und Tritt offenbar. Wien zieht zu jeder Jahreszeit Touristen aus aller Welt an. Kein Wunder, die Stadt bietet für jeden Besucher etwas. Der Stephansdom zählt zu den wichtigsten gotischen Bauwerken Österreichs und ist das Wahrzeichen Wiens. Das ganze Jahr über tummeln sich die Touristen in Scharen, um dieses bedeutende Bauwerk zu besichtigen. Im Nordturm hängt die berühmte Pummerin, eine fast 22 Tonnen schwere Glocke. Schloss Belvedere ist ein barockes Meisterwerk. Es war einst das Sommerschloss von Prinz Eugen, dem erfolgreichen Heerführer im Kampf gegen die türkische Armee auf dem Balkan. Nicht weniger prunkvoll präsentiert sich Schloss Schönbrunn, die Sommerresidenz der Habsburger. Das Schloss wurde unter Kaiserin Maria Theresia zum strahlenden Mittelpunkt der Monarchie. Der wunderschön angelegte barocke Schlosspark ist eine grüne Oase inmitten der Stadt. Die Gloriette, ein klassizistischer Ehrentempel mit Freiluftarkaden, überragt den Schlosspark. Als Denkmal für den gerechten Krieg errichtet, ist es heute ein Ort zum friedvollen Verweilen. Zahlreiche Museen zeugen von den kulturellen Schätzen Wiens. Eine Attraktion ganz anderer Art ist der Wiener Prater. Der traditionsreiche Vergnügungspark lockt vor allem mit seinem weltberühmten Riesenrad. Gemütlich ausklingen lassen kann man eine Entdeckungstour durch Wien am besten in den stimmungsvollen Heurigen oder Buschenschenken in den Weingegenden im Grüngürtel der Stadt. Hier wird junger Wein ausgeschenkt, und bei zünftigem Vesper kann man den Blick auf die pulsierende Stadt in der Abendsonne genießen.