30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Jetzt Teil der Test-Community werden und tolle Dankeschöns kassieren!

Venedig - Lage und Stadtstruktur 03:10 min

Textversion des Videos

Transkript Venedig - Lage und Stadtstruktur

Die Stadt Venedig liegt im Nordosten Italiens an der adriatischen Küste zwischen den Mündungen des Piave im Norden und der Etsch im Süden. Zwei Flüsse, Brenta und Sile, münden direkt in die Lagune. Venedig ist die Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig und trägt auch den Beinamen “La Serenissima”, Durchlauchtigsten, hergeleitet aus dem einstigen offiziellen Staatstitel “Allerdurchlauchtigste Republik des Heiligen Markus”. Die einstige Siedlung Venetia erhielt ihren Namen von dem hier ansässigen Stamm der Veneter. In der Stadt wohnen aktuell auf 412 Quadratkilometern rund 269000 Einwohner, davon 31000 in der Lagune und 61000 im historischen Zentrum. Die Lagune ist etwa 40 Kilometer lang sowie 15 Kilometer breit. Sie besteht aus 118 Inseln, die sich durch die Anschwemmung von Schlamm und Sand bildeten. Dazwischen liegen circa 160 Kanäle und über 400 Brücken. Die natürliche Abgrenzung zur Adria bilden die beiden langgestreckten Inseln Lido und Pellestrina. Seit 1846 gibt es die Brücke der Freiheit, die mit ihrer 3,6 Kilometer Länge die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Festland ist und die zuerst nur von der Eisenbahn, später auch von Kraftfahrzeugen, genutzt wird. Die Wiege der Stadt stand am Rivo Alto, das heißt am hohen Ufer. Davon abgeleitet ist der Name Rialto für das Gebiet, das ab dem neunten Jahrhundert das wirtschaftliche Zentrum war. Die Gliederung Venedigs in einzelne Funktionsräume ist bis in die Gegenwart auf dem Stadtplan nachzuvollziehen. So war das Arsenal das industrielle Zentrum, San Marco das politische Zentrum und das Rialto Gebiet das Handels- und Finanzzentrum. Das Stadtzentrum gab es in Venedig vor der Neugestaltung der Piazza San Marco nicht. Da jede Pfarrgemeinde ihre eigene Kirche, die eigene Schule und den eigenen Campo, einen kleinen Marktplatz, besitzt. Ausgangspunkt für die Besiedelung der Inseln war die Tatsache, dass sie als Zufluchtsstätte einen guten natürlichen Schutz boten, umgab sie doch nur Meer und Himmel. Besonders für Händler und Kaufleute war jedoch auch die strategische Lage günstig.