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Lettland - Religion, Sprache und Kultur 04:50 min

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Transkript Lettland - Religion, Sprache und Kultur

Die wichtigste Religionsgemeinschaft Lettlands ist die evangelisch – lutherische Kirche. Sie ist vor allem im West- und Zentral-Lettland verbreitet. Der Osten des Landes ist hauptsächlich römisch-katholisch geprägt. Hier spielt die Nähe zu Litauen und Polen eine große Rolle. Beide Kirchen engagierten sich während der „Singenden Revolution“ der Unabhängigkeitsbewegung. Sie hatten zu dieser Zeit, Ende der 1980er Jahre, regen Zulauf. Die Staatssprache ist lettisch. Sie gehört zum baltischen Zweig der indogermanischen Sprachgruppe und ist wie Litauisch nicht mit der slawischen Sprachgruppe verwandt. Die russische Sprache ist nach wie vor bedeutend, da man sich in ihr oft mit den Nachbarstaaten Estland, Litauen, Russland und Weißrussland verständigt. Kein Wunder, war diese Sprache doch bis zum Zerfall der Sowjetunion die Verkehrssprache der ganzen Region. Kann es sein, dass in Riga im Jahre 1510 der erste Weihnachtsbaum der Welt gestanden hat? Der Legende nach ja. Allerdings steht man hier im Wettstreit mit der französischen Stadt Straßburg. Gesichert ist, dass Lettland eine sehr lebendige Folkloretradition hat. Vor allem die Volksmusik ist ein wesentlicher Bestandteil seiner nationalen Identität. In Riga findet alle fünf Jahre ein großes Sängerfest statt. Tausende Chöre aus dem ganzen Land, aber auch aus dem Ausland, nehmen daran teil. Die Sommersonnenwende, dreiundzwanzigster auf vierundzwanzigster Juni ist eines der größten Feste im Jahr. Traditionellerweise suchen die Letten zur Sonnenwende im Wald nach Farnblüten. Das soll Glück und Liebe bringen. „Der idiotische Mond“ ist eine Sammlung von Werken lettischer Autorinnen der 1990er Jahre. Moderne und spannende Literatur, die nach der Unabhängigkeit erstmals frei und ohne staatliche Zensur veröffentlicht werden konnte. Eishockey ist der lettische Nationalsport. Im Jahre 2006 fand hier die A-Gruppen Weltmeisterschaft statt. Viele Jugendliche betreiben Sport und sind auch für moderne Trends und Lifestyles sehr aufgeschlossen. Lettland hat ein modernes einheitliches Bildungssystem bestehend aus Grundschule, Gymnasium, Fachoberschule, Berufsschule und Hochschule. Lettische Kinder beginnen die Schulausbildung in dem Jahr in dem sie sieben werden. Die Regelschulbildung dauert neun Jahre. Sie besteht aus vier Jahren Grundschule und fünf Jahren Hauptschule. Danach setzten die meisten jungen Leute ihre Bildung am Gymnasium fort, während ungefähr ein Drittel auf die Berufsschule geht. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Gymnasiums besteht die Möglichkeit des Studiums an einer der Universitäten des Landes. Lettland hat ein 10 Punkte Notensystem, wobei vier die Mindestnote für erfolgreiches Bestehen ist. 10 – Hervorragend, 9 – Ausgezeichnet, 8 – Sehr gut, 7 –Gut, 6- Fast gut, 5 – Mittelmäßig, 4 – Genügend, 3–1 – Unbefriedigend.

Wie für jedes Volk ist auch für die Letten die regionale Küche ein wichtiger Bestandteil der nationalen Identität. Meistens ist es üblich morgens und mittags kalt zu essen. Typische Speisen sind Schinken, Würste, Rouladen und Pasteten. Beliebt ist auch der baltische Hering, der auf verschiedene Arten zubereitet wird. Andere typische Gerichte sind Räucherfisch, Salate und Teigtaschen mit Gemüsefüllungen. Die Nationalspeise ist Linsen mit Speck.