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Mount Everest 04:22 min

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Transkript Mount Everest

Am 29. Mai 1953 fällt ein Mythos, und eine Legende, die durch Jahrhunderte die Menschen fasziniert hat, geht zu Ende. Edmund Percival Hillary und der Sherpa Tenzing erreichen den Gipfel der hohen Berge in den blauen Nebeln, Thron der Göttermutter der Erde, wie die Tibeter den Mount Everest nennen. Der fünfte Gipfel der Bergkette des Himalaya, 8848 Meter hoch, ist der höchste Punkt der Erde und nach George Everest benannt, der zwischen 1823 und ‘43 den Himalaya topographisch vermessen hat. Die alpinistische Geschichte des Everest beginnt nach dem Ersten Weltkrieg. Zu dieser Zeit erlaubte der Dalai Lama die Durchreise ins Gebiet des starken Windes, wie der Berg genannt wird, von der tibetischen Seite. Die erste Expedition findet 1921 statt. Der oft tragische Kampf um die Erreichung des jungfräulichen Gipfels dauert 32 Jahre und kostet einer großen Zahl von Sherpas und Bergsteigern das Leben. Die siegreiche Expedition des Jahres 1953, geführt von Oberst John Hunt, besteht aus Alpinisten und Forschern aus England und dem Commonwealth. Alle sind Himalaya-Experten und haben schon an früheren Expeditionen teilgenommen. Unter ihnen sind zwei Ärzte, ein Kameramann, ein Geologe, ein Physiologe, ein Physiker, ein Schriftsteller und ein neuseeländischer Bienenzüchter, hochgewachsen und mit Brillen. Er heißt Edmund Hillary. In Kathmandu schließt sich der Sherpa Tenzing Norgay mit 20 Trägern der Gruppe an. Am 26. März 1953 erreicht die Expedition das Kloster Tjanpudschi. Dort wird das Basislager aufgeschlagen und das Material, darunter die Sauerstoffgeräte, ausprobiert. Am 24. April kommen 14 neue Träger an, und die Ausrüstung wird vom dritten zum vierten Lager hinaufgebracht. Es beginnt die Erforschung der Wand des Lhotse, über die am 21. Mai mit 14 Sherpas, 300 Kilo Material auf 7900 Meter Höhe transportiert werden. Der Angriff auf die Göttermutter der Erde ist für den 26. vorgesehen. Die erste Gruppe mit Evans, unterstützt von Hunt und einem Sherpa, erreicht die Höhe 8135 Meter. Die zweite Seilschaft mit Gregory erreicht 8225 Meter. Die Bergsteiger verwenden Sauerstoffgeräte. Nach einem schrecklichen Tag und einer noch fürchterlicheren Nacht gelingt es Hillary und Tenzing, ein Zelt auf einer kleinen Terrasse aufzustellen und darin die Nacht zu verbringen. Sie haben eine Höhe von 8500 Metern erreicht. Sie beginnen am nächsten Tag um sechs Uhr früh, weiter aufzusteigen. Das Wetter ist hervorragend. Um neun Uhr erreichen sie den südlichen Anstieg. Nachdem sie Stufen in das Eis geschlagen haben, überwinden sie einen Eisgraben, folgen dem ansteigenden Grat und erreichen um 11:15 Uhr vormittags den Gipfel des Everest. „Die Freude Tenzings“, erinnert sich Hillary, „war sehr groß. Er streckte die Hand aus, um sie mir auf englische Art zu schütteln. Dann schlug er seine Hände um meinen Hals, und wir begannen einander zu umarmen.“ Der große Tag Hillarys ist allerdings nicht das Ende seiner Karriere. Es folgen andere Besteigungen, Expeditionen in die antarktische Wüste und 1958 zum Südpol.