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Klima und Vegetationszonen in Afrika 05:12 min

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Transkript Klima und Vegetationszonen in Afrika

Die unterschiedliche Sonneneinstrahlung auf dem Globus bewirkt nicht nur verschiedene Temperatur- und Beleuchtungszonen auf der Erde, sondern auch großräumige Luftbewegungen in der Atmosphäre. Von den Hochdruckgebieten zu den Tiefdruckgebieten. So entstehen die großen Windsysteme, die um die Erde kreisen, die atmosphärische Zirkulation. Diese ist die Grundlage für die Verteilung der Klima- und Vegetationszonen. Betrachten wir die Auswirkungen des Passatkreislaufs auf den afrikanischen Kontinent. Zwischen dem Äquator und den Wendekreisen liegen unterschiedliche Vegetationszonen. In Äquatornähe fallen rund um die Erde im Durchschnitt mehr als 1500 mm Niederschlag im Jahr. Ursache sind die Zenitalregen. Es ist immer feucht und heiß. Man spricht von den “Immerfeuchten Tropen”. Hier wachsen die tropischen Regenwälder, die größten zusammenhängenden Waldgebiete der Erde. Sie erstrecken sich entlang des Äquators von Afrika über Südamerika bis nach Südostasien. Unter dem Blätterdach der gigantischen Baumriesen lebt eine außerordentliche Vielfalt unterschiedlicher Tier- und Pflanzenarten. Mit dem Sonnenhöchststand wandert auch die Regenzeit. So gibt es nördlich und südlich des Äquators zwei Regenzeiten im Jahr. Nähert man sich den Wendekreisen, dann folgen die beiden Regenzeiten zeitlich immer dichter hintereinander und sie werden kürzer. In der restlichen Zeit des Jahres ist es trocken. Wir sind im Bereich der “Wechselfeuchten Tropen”. In dieser Zone liegen vor allem die Feuchtsavannen, die Grasländer der Tropen. Der Wechsel von Regenzeit und Trockenzeit bestimmt den Lebensrhythmus. Zahlreiche Großtiere leben hier in Herden und jagen in Gemeinschaft. In den Trockenzeiten wird der Weg zu den wenigen Wasserstellen immer beschwerlicher. Ab dem zehnten Grad nördlicher bzw. südlicher Breite gibt es nur noch eine Regenzeit. Diese ist umso schwächer ausgeprägt je näher ein Gebiet am Wendekreis liegt. Hier liegen die Trocken- und Dornsavannen. Die Vegetation ist spärlich und an die Trockenheit angepasst. Die Menschen leben als Nomaden und müssen mit ihren Kamel- und Ziegenherden ständig weiterziehen. Am Ende der Trockenzeit kann der Wassermangel bedrohlich werden. Hier kommt es immer wieder zu lang andauernden Dürren und Hungersnöten. Besonders bedroht ist die Sahelzone, im Übergangsbereich zwischen Trockensavanne und Wüste. Die Länder, die hier liegen, zählen zu den ärmsten der Erde. Im Bereich der Wendekreise regnet es oft jahrelang überhaupt nicht. Die tropischen Luftmassen sinken hier ab und erwärmen sich dabei. So können sie keinen Wasserdampf aufnehmen. Das führt zur Verdunstung und zur Auflösung der Wolken. Die Luft ist trocken und heiß. Hier finden wir die größten Wüsten der Erde, zum Beispiel die Sahara. Aufgrund ihrer Lage werden sie auch als Wendekreiswüsten bezeichnet. Sie sind die lebensfeindlichen Landschaftszonen der Erde. Es wächst so gut wie nichts. Weitflächige Sanddünen, aber auch Stein- und Felswüsten erstrecken sich hier unter glühender Sonne und wolkenlosem Himmel.