30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Die ersten Einwohner Australiens 03:20 min

Textversion des Videos

Transkript Die ersten Einwohner Australiens

Vor etwa 50000 Jahren besiedelten die ersten Menschen den australischen Kontinent. Sie wanderten von Südostasien her ein. Sie trafen zunächst auf vertraute Landschaften: tropische Regenwälder, die noch heute Teile des Nordens einnehmen. Je weiter sie jedoch nach Süden vordrangen, desto trockener waren die Landschaften. Australien ist der trockenste aller Kontinente. Aus den Einwanderern entwickelten sich über 200 indigene Völker mit eigener Sprache und eigener Kultur. Sie besiedelten nach und nach dem ganzen Kontinent und passten sich den sehr gegensätzlichen Naturräumen an. Es blieben aber auch kulturelle Gemeinsamkeiten erhalten. Dazu gehört der Glaube an die Schöpfungskraft der Regenbogenschlange. Die Regenbogenschlange ist wohl das wichtigste mythologische Wesen ist in ganz Australien. Mit dem Tier sind viele Geschichten verbunden. Es geht dabei meist um die Erschaffung der Erde und der Landschaft. Dieses Bild erzählt die Geschichte von zwei Jungen, die sich auf die Suche nach der Regenbogenschlange machen. Im Glauben der Ureinwohner Australiens, der Aborigines, gehören auch ihre Urahnen zu den Schöpfern der Erde. Sie verehren sie in besonderen Landschaftselementen wie tiefen Schluchten, Basaltsäulen, Wasserstellen und Wasserfällen. Wasservorkommen waren auch deshalb wichtige und heilige Orte, weil sie auf diesem trockenen Kontinent das Überleben sicherten. Noch heute ist die überaus enge Verbundenheit mit dem Land auf dem sie leben, ein entscheidendes Merkmal der Lebensweise indigener Menschen. Aborigines sehen sich als Bewahrer des Landes, das ihnen von ihren Ahnen anvertraut wurde. Die Aborigines blieben bis zur Ankunft der Europäer halbnomadische Sammler und Jäger. Ein erlegtes Känguru war ein Festessen für den ganzen Clan. Ihre religiösen Vorstellungen, ihre Traditionen, die komplizierten Stammesregeln, ja ihr gesamtes Wissen, gaben sie in Liedern, Tänzen, Erzählungen und als Felsgravuren an die nachfolgenden Generationen weiter. Eine Schriftsprache gab es nicht. Die ältesten dieser Petroglyphen sind vor circa 30000 Jahren entstanden, die jüngsten vor ein paar Jahrhunderten. Wenn am Uluru ein neuer Tag anbricht, spürt man die Magie dieses Ortes. Hier treffen sich vieles Songlines, die Traumpfade, auf denen die Ahnenwesen in der Traumzeit den Kontinent durchstreiften, als die Natur und Mensch erschufen. Der Uluru verbindet die älteste lebende Kultur der Welt mit dem modernen Australien.