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Klima - Klimafaktoren 06:13 min

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Transkript Klima - Klimafaktoren

Was ist Klima und wodurch wird es bestimmt. In den Tropen ist es heiß und feucht. Die Subtropen sind meistens heiß und trocken. In den gemäßigten Zonen also hier in Mitteleuropa haben wir mäßige Winter und Sommertemperaturen ohne ausgeprägte Trockenzeiten. Weiter nördlich dagegen, in den sogenannten “borealen Zonen” haben wir lange tief kalte Winter und kurze relativ warme Sommer. Wie das Wetter zum Beispiel am Nordpol zu einem bestimmten Zeitpunkt sein wird, das heißt, ob es schneit oder stürmt oder der Himmel klar oder grau ist, können wir nicht sagen. Aber im Durchschnitt ergibt es sich für bestimmte Breiten doch ein klares Bild. Deshalb sprechen wir hier von Klimazonen. Das Klima liefert den Rahmen innerhalb dessen sich die Wetterereignisse innerhalb einer Klimazone abspielen. Es ist durch eine Reihe von Faktoren klar bestimmt. Hierzu gehören die Entfernung von den Ozeanen, durch die je nach vorherrschender Windrichtung der Wassergehalt der Luft bestimmt ist. Wichtig ist vor allem die geografische Breite. Sie bedingt die Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung, weil an den Polen also in der Arktis und Antarktis wesentlich weniger Sonnenenergie die Erde erreicht als am Äquator, wird es immer kälter, je näher man ihnen kommt.Es gibt aber auch Faktoren die das Klima auf der Erde insgesamt beeinflussen. Treibende Kraft ist die Einstrahlung der Sonne auf die Erde. Außerdem kommt es darauf an wie viel von der Sonnenenergie in der Atmosphäre bleibt und wie viel wieder abgestrahlt wird. Je weniger Wärmestrahlung zurück in den Weltraum entweichen kann, desto wärmer wird es auf der Erde. Ein gutes Beispiel ist unser „Treibhaus“ hier. Von außen kommt das Licht mühelos durch die Verglasung hinein. Es kann das Glas ohne große Verluste durchdringen und der Boden erwärmt sich. Aber der warme Boden gibt Energie als Wärme an die Luft ab. Da diese aber nicht durch das Glas entweichen kann, wird es drinnen wärmer. Das nennt man „Treibhauseffekt“.So ähnlich ist es auch in der Atmosphäre. Der in der Luft gelöste Wasserdampf, das sind übrigens maximal vier Prozent, hält die Wärmestrahlung in der Atmosphäre fest. Ohne ihn wäre es auf der Erde um näher als 30 Grad kälter. Dann würde die Erde völlig anders aussehen, da weltweit alles Wasser gefroren wäre. In dieser Eiswüste wäre es Menschen unmöglich zu leben.Neben dem Wasserdampf enthält die Luft weitere sogenannte „Treibhausgase“, zu denen speziell Kohlendioxid, Methan und Stickoxide gehören. Obwohl deren Anteil in der Luft noch kleiner als der des Wasserdampfes ist, trägt insbesondere das Kohlendioxid erheblich zu Erwärmung der Atmosphäre bei, derzeit etwa ein bis zwei Grad Celsius und der Anteil der Treibhausgase steigt seit etwa 150 Jahren rapide an. Der Anstieg der Konzentration von Treibhausgasen, vor allem von Kohlendioxid, liefert daher eine gute Erklärung für die gleichzeitig beobachtete Zunahme der Globaltemperatur. Aber damit ist unsere Frage nach der Ursache des beobachteten Temperaturanstiegs noch nicht erschöpfend beantwortet.Woher kommt plötzlich so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre? Im Straßen- und Flugverkehr, für Stromerzeugung, Heizung und Industrie werden große Mengen fossiler Brennstoffe, wie Kohle, Erdgas und Erdöl verbraucht. Diese enthalten viel Kohlenstoff. Bei dessen Verbrennung zum Beispiel, in Automotoren, verbindet sich der Sauerstoff der Luft mit dem Kohlenstoff zu Kohlendioxid, das dann in die Atmosphäre entweicht. Dieses Diagramm zeigt die jährlichen Kohlendioxidemissionen seit dem Jahr 1800. Erst ab 1850 steigen diese merklich an und der Hauptteil der Emissionen hat erst in den letzten 50 Jahren stattgefunden.Weltweit arbeiten zahlreiche Klimaforscher zusammen in IPCC, um die Ursachen der Erderwärmung zu finden. Das IPCC hat 2007 im Auftrag der Vereinigten Nationen einen Bericht veröffentlicht, der keine Zweifel mehr zulässt. Vergleiche von Computer gestützten Simulationsrechnungen mit weltweiten Messdaten zu Oberflächentemperatur der Erde liefern ein klares Bild. Die schwarze Kurve stellt die Messdaten dar. Das blau schattierende Band zeigt, wie sich die weltweite Temperatur in den letzten 200 Jahren entwickelt hätte, wenn die Konzentration der Treibhausgase, insbesondere Kohlendioxid, konstant niedrig, wie vor 150 Jahren geblieben wäre. In insgesamt 58 Simulationen aus 14 Klimamodellen, haben die Forscher die menschengemachten Klimatreiber berücksichtigt. Die Breite der Wender ergibt sich übrigens daraus, dass unterschiedliche Klimamodelle leicht verschiedene Ergebnisse liefern. Diese Unsicherheit ist aber so klein, dass das Fazit trotzdem eindeutig bleibt. Der beobachtete Klimawandel ist mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den Menschen gemacht.„Na und“ wird ein hartnäckiger Zweifler sagen. „Das Klima hat sich doch schon immer verändert.“ Darum müssen wir uns noch ein bisschen anstrengen, um mehr zu erfahren. Klimaschwankungen gab es tatsächlich früher schon. Brauchen wir uns deshalb wegen der aktuellen Veränderung keine Sorgen zu machen? Um diese Frage zu beantworten, wollen wir uns im nächsten Abschnitt ein wenig mit dem Thema Klimageschichte befassen.