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Industrieländer 03:21 min

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Transkript Industrieländer

Die globalen Einkommensunterschiede sind größer als je zuvor in der menschlichen Geschichte und das Leben derjenigen, die in den reichsten Ländern der Welt leben, unterscheidet sich sehr stark von dem der Armen. Die reichsten Länder der Welt bezeichnen wir auch als wirtschaftlich stärker entwickelte Länder oder Industrieländer. Im Jahr 2000 lebten 20 Prozent der Weltbevölkerung in Industrieländern. Zum Vergleich: 80 Prozent, also über 4,7 Milliarden Menschen, wohnten in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern, die auch Entwicklungsländer genannt werden. Es wird vorausgesagt, dass sich diese Ungleichheit bis 2050 weiter verschärfen wird. Nur 10 Prozent der Weltbevölkerung werden in Industriestaaten leben. Obwohl Reichtum ein wirtschaftlicher Faktor ist, beeinflussen die Wohlstandsunterschiede die Lebensqualität. Gesundheit, Bildung und Wohnen sind Beispiele für soziale Wohlstandsindikatoren. Deshalb kann Entwicklung sowohl an der Wirtschaft als auch anhand sozialer Bedingungen gemessen werden. In wirtschaftlich stärker entwickelten Ländern, wie Norwegen, den USA und Japan, gibt es wegen der guten Lebensstandards eine hohe Lebenserwartung mit über 70 Jahren. Die meisten Menschen haben Zugang zu sauberem, fließendem Wasser und Elektrizität. Kinder haben Zugang zu kostenloser Bildung. Und nach dem Kauf von Nahrung und Kleidung haben die Menschen oft noch Geld übrig. Das nennt man verfügbares Einkommen. Dieses können sie für Konsumgüter und Luxusartikel ausgeben. Hohe Lebensstandards bringen weitgehend qualifizierte, gesunde und produktive Arbeitskräfte hervor, die dazu beitragen, die wirtschaftliche Gesundheit der Nation aufrechtzuerhalten. Die Industrieländer konzentrieren sich meist auf sekundäre Industrien, wie die Verarbeitung von Rohstoffen. Sie treiben mit weniger wirtschaftlich entwickelten Ländern Rohstoffhandel, um somit mehr wertvolle Sekundärprodukte herstellen zu können. Tatsächlich glauben viele Menschen, dass ihre ungleichen Handelsbeziehungen mit ärmeren Ländern dafür verantwortlich sind, dass die Industrieländer im Vergleich wohlhabender bleiben. Genauso wie der Armutskreislauf in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern den schlechten Lebensstandard und eine schlecht entwickelte Industrie aufrechterhält, bringen hohe Lebensstandards und eine fortschrittliche Industrie Bedingungen hervor, die den Reichtum wirtschaftlich stärkerer Länder aufrechterhalten.