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Reisanbauzyklus 02:27 min

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Transkript Reisanbauzyklus

Bis zu drei Mal pro Jahr läuft auf den Feldern immer der gleiche Anbauzyklus ab. In Saatbeeten werden die Reispflanzen bis zu einer Größe von 10 cm vorgezogen. Dort stehen sie aber viel zu eng für das weitere Wachstum. Daher werden die Pflanzen herausgezogen und in die gefluteten Reisfelder umgepflanzt. Vor dem Auspflanzen werden die Felder umgepflügt. Dafür benutzen die Bauern einachsige Handtraktoren. Das ist auf Bali der einzige Arbeitsgang, bei denen Maschinen eingesetzt werden. Früher zogen Ochsen oder Wasserbüffel die Pflüge. Das findet man heute nicht mehr auf Bali. Alle anderen Arbeitsgänge sind reine Handarbeit. Reisanbau ist extrem arbeitsintensiv. Wenn man beim Auspflanzen zuschaut, wird nachvollziehbar, dass der Nassreisanbau auf Terrassen kaum vorstellbare 1000 Arbeitsstunden pro Hektar und Jahr erfordert. Da die Reispflanzen in einem Abstand von etwa 20 cm stehen, siedeln sich dazwischen Unkräuter an. Der Vergleich zeigt ein Feld vor dem jäten und danach. Das Jäten ist härteste Knochenarbeit. Den ganzen Tag stehen diese Frauen mit gebeugtem Rücken im Schlamm der Reisfelder und rupfen jede einzelne Unkrautpflanze aus. Die ausgerupften Unkräuter werden in den Schlamm hineingedrückt. Ohne Licht sterben sie ab und stellen so eine Art Gründüngung dar. In einer Anbauperiode muss dreimal gejätet werden.