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Kakaoanbau und Kakaoernte 03:01 min

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Transkript Kakaoanbau und Kakaoernte

Wo früher tropische Regenwälder wuchsen, wird heute oft Kakao angebaut. Die Kakaobäume benötigen eine gleichmäßig hohe Temperatur und hohe Luftfeuchtigkeit. Daher wachsen sie im feuchtwarmen Klima der Tropen, in Äquatornähe, besonders gut. Kakao ist im Süden Ghanas das wichtigste Anbauprodukt. Er geht ausschließlich in den Export und zählt zu den sogenannten Cash Crops, die den Ausfuhrländern und den Bauern Geld einbringen. Anders als in Südamerika, wo Kakao meist in großflächigen Plantagen angebaut wird, ist der Anbau in Ghana in der Hand von Kleinbauern und Familienbetrieben. Das liegt daran, dass der Kakao auf großen Plantagen nicht so gut gedeiht, da die Bäume anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind. Die Kakaofrüchte wachsen direkt am Stamm und an größeren Ästen. Die Bäume werden nur acht bis zehn Meter hoch. Das macht das Ernten einfach. Nur die gelben und roten Früchte sind reif, die grünen sind noch nicht so weit. Beim Abschlagen der Früchte mit dem Buschmesser darf die Rinde der Bäume nicht verletzt werden, damit keine Krankheitskeime eindringen können. Hier in Südghana beginnt die Kakaoernte mit der Trockenzeit etwa Anfang November. Drei bis vier Monate dauert die Erntesaison. 30 Jahre lang trägt ein Kakaobaum Früchte, und bis zu 30 Kakaofrüchte kann man pro Jahr von einem Baum ernten. Mit einem großen Buschmesser werden die Früchte geöffnet. Sie enthalten 20 bis 60 Samen, die eigentlichen Kakaobohnen, nur sehen die jetzt noch weiß aus und sind von glibberigem Fruchtmus umgeben. Das Öffnen der Kakaofrüchte geschieht ausschließlich in Handarbeit. Da kann man die Hilfe der Familie und der Nachbarn gut gebrauchen. Mit der Hand werden die Samenkerne aus den Früchten herausgekratzt.