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Plattentektonik 02:39 min

Textversion des Videos

Transkript Plattentektonik

Obwohl die Erdoberfläche sehr statisch erscheint, bewegt sie sich in Wirklichkeit. Das ständige Auf- und Absteigen von Hitze tief im Inneren der Erde verursacht Konvektionsströme. Diese können die Platten auseinandertreiben, was dazu führt, dass sie sich jedes Jahr um ein paar Zentimeter bewegen. Das scheint nicht viel, jedoch sind die Auswirkungen massiv. Denn diese Bewegungen sind Auslöser für Erdbeben, für das Entstehen von Vulkanen, von Gebirgen, und über Millionen von Jahren hinweg bewegen sie ganze Kontinente. Diese spektakulären Ereignisse treten alle aufgrund der Plattentektonik auf. Es gibt drei verschiedene Richtungen, in die sich Platten bewegen können. Sie können voneinander wegdriften, zusammenstoßen oder sich seitlich aneinander vorbei bewegen. Bei Platten, die sich voneinander wegbewegen, spricht man von divergenten Plattengrenzen. Diese sind meistens unter Wasser zu finden. Während die Platten voneinander wegdriften, steigt flüssiges Magma nach oben, was dazu führen kann, dass eine ganze Kette von Vulkanen ausbricht. Das Magma kühlt schließlich ab und formt neue Felsoberflächen. Wenn sich Platten aufeinander zu bewegen, gibt es zwei mögliche Auswirkungen. Wenn beide Platten kontinentale Platten sind, werden beide Oberflächen nach oben gedrückt und ein Gebirge entsteht. Hierbei spricht man von einer Kollisionsgrenze. Oder es kommt zur Subduktion, bei der eine ozeanische und eine kontinentale Platte zusammenstoßen, und dadurch die ozeanische Platte mit ihrer höheren Dichte nach unten gedrückt wird. Dies nennt man eine konvergente Plattengrenze. Die untergeschobene Kruste schmilzt zu Magma, was Erdbeben und mächtige Vulkane auslösen kann. Wenn sich Platten seitlich aneinander vorbei bewegen, spricht man von konservativen Plattengrenzen. Es wird zwar kein neues Land erzeugt oder zerstört, aber sie können schwerwiegende Erdbeben auslösen. Die Bewegung der Platten zeigt, dass die verborgene Hitze tief in unserem Planeten ständig neue Landschaften formt.

Plattentektonik Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Plattentektonik kannst du es wiederholen und üben.

  • Fasse die Prinzipien der Plattentektonik zusammen.

    Tipps

    Vor Millionen von Jahren waren die Erdplatten noch deutlich näher beieinander. Kannst du dir vorstellen, was durch das Auseinanderrücken der Platten entstanden ist?

    Die Plattentektonik beschreibt die Theorie, dass die Erdkruste aus mehreren großen und vielen kleinen Platten besteht.

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Dadurch, dass sich die Erdoberfläche bewegt, können auch die Erdplatten auseinandergetrieben werden. Im Jahr bewegen sich die Erdplatten zwar nur etwa dreißig Zentimeter, ihre Bewegungen können aber Erdbeben auslösen und sind die Ursache für die Entstehung von Vulkanen und Gebirgen. Die Entstehung der heutigen Kontinente ist ein gutes Beispiel für die Bewegung der Erdplatten. Denn vor Millionen von Jahren war Nordamerika noch mit Europa und Asien verbunden. Dieser Kontinent hieß Laurasia. Südamerika hing hingegen mit Afrika zusammen. Dieser Kontinent hieß zusammen mit der Antarktis und Australien Gondwana. Dieses Phänomen nennt man auch Kontinentalverschiebung. Die Kontinente, wie wir sie heute kennen, sind also durch die Kontinentalverschiebung entstanden.

  • Schildere, welche Auswirkungen die drei verschiedenen Plattenbewegungen haben können.

    Tipps

    Es gibt zwei mögliche Szenarien, wenn zwei Erdplatten zusammenstoßen. Ein Szenario führt zur Gebirgsbildung und das andere zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

    Sowohl die Subduktion als auch die divergente Plattengrenze kann zu Vulkanausbrüchen führen.

    Wenn du dir die Fachbegriffe nicht merken kannst, kannst du sie auch versuchen abzuleiten. Kollisionsgrenze enthält zum Beispiel das Wort Kollision, was „Zusammenprall“ bedeutet. Hier wäre damit der Zusammenprall von zwei Erdplatten gemeint.

    Lösung

    Die Bewegungen der Erdplatten können verschiedene Szenarien auslösen. Wenn flüssiges Magma freigesetzt wird, wie das bei divergenten Plattengrenzen oder konvergenten Plattengrenzen der Fall ist, können Vulkanausbrüche aber auch Erdbeben ausgelöst werden.

    Doch noch ein weiteres Szenario könnte Erdbeben auslösen, nämlich wenn sich zwei Erdplatten seitlich aneinander vorbei bewegen. Das passiert zum Beispiel an der San-Andreas-Spalte in Kalifornien.

    Ein Gebirge hingegen entsteht immer nur dann, wenn zwei Platten aufeinanderprallen und sich gegenseitig nach oben drücken. Das ist bei der Kollisionsgrenze der Fall.

  • Definiere die jeweiligen Fachbegriffe rund um das Thema Plattentektonik.

    Tipps

    Subduktion wird auch der Zusammenstoß zweier Erdplatten genannt. Was passiert da wohl mit der schwereren Erdplatte, die eine höhere Dichte besitzt?

    Erdbeben entstehen dadurch, dass zwei Erdplatten aneinanderreiben. Kannst du dir vorstellen wie ein Gebirge entsteht? Ein kleiner Tipp: Ein Gebirge formiert sich ebenfalls aus Erdplatten.

    Lösung

    Die Platten der Erdoberfläche werden durch die Konvektionsströme angetrieben. Darunter versteht man die Hitze im Erdinneren, die die Erdplatten im Jahr bis zu dreißig Zentimeter bewegen. Generell unterscheidet man dabei drei Plattenbewegungen:

    1.) die divergente Plattengrenze, d. h. das Voneinanderwegdriften der Platten, was besonders häufig unter Wasser geschieht und Vulkanausbrüche zur Folge hat,

    2.) den Zusammenstoß von Erdplatten entweder durch das nach oben Drücken zweier Platten (die sogenannte Kollisionsgrenze) oder durch das nach unten Drücken einer Platte unter eine andere, was als Subduktion bezeichnet wird, oder

    3.) das seitliche Aneinandervorbeibewegen von zwei Erdplatten, was als konservative Plattengrenze bezeichnet wird.

  • Erkläre die Entstehung von Erdbeben in Kalifornien.

    Tipps

    Achte auf Signalwörter und logische Verknüpfungen. Wenn in einem Satz zum Beispiel von der San-Andreas-Spalte die Rede ist, muss im darauf folgenden Satz erklärt werden, was diese ist.

    Da du erklären sollst, wie Erdbeben entstehen, sollte das Resultat – also dass ein Erdbeben entsteht – an letzter Stelle stehen.

    Lösung

    Sicher weißt du nun, dass Erdbeben entweder durch konvergente Plattengrenzen oder durch konservative Plattengrenzen entstehen. Bei konvergenten Plattengrenzen stoßen zwei Erdplatten aufeinander, wobei jene Erdplatte mit der höheren Dichte nach unten gedrückt wird. Ihre Kruste schmilzt zu Magma, was zu Vulkanausbrüchen und auch zu Erdbeben führen kann. Ein zweites Szenario für die Entstehung von Erdbeben ist die konservative Plattengrenze. Die San-Andreas-Spalte ist ein Beispiel hierfür. Indem die Pazifische Erdplatte seitlich an der Nordamerikanischen Erdplatte vorbeidriftet, verhaken sich Gesteine, welche sich durch die ruckartige Verschiebung beider Erdplatten wieder voneinander lösen. Dabei verschieben sich die Platten jedoch jeweils um mehrere Meter. Diese Verschiebung nehmen wir als Erdbeben wahr.

  • Arbeite aus dem Text die Merkmale von Schicht- und Schildvulkanen heraus.

    Tipps

    Als der Ätna am 17. Mai 2008 ausbrach, strömte erst Lava aus seinem Krater und drei Tage später ging ein Ascheregen nieder. Weißt du, welche Art von Vulkan der Ätna ist?

    Das Wort Schichtvulkan impliziert bereits, dass diese Art von Vulkan aus mehreren Schichten aufgebaut ist und daher höher ist als ein Schildvulkan.

    Der Schildvulkan trägt seinen Namen, da seine Form schildförmig ist, ähnlich wie der Panzer einer Schildkröte.

    Lösung

    Schichtvulkane wie der Ätna wachsen aufgrund ihrer Aktivität jährlich. Dabei können sie aber auch durch Vulkanausbrüche an Höhe verlieren. Ein Schildvulkan wie der Mauna Loa ist demgegenüber von Natur aus eher flacher. Auch fließt bei einem Ausbruch eines Schildvulkans lediglich Lava ab. Bricht dahingegen ein Schichtvulkan aus, so fließt nicht nur Lava ab, sondern es geht auch ein Ascheregen nieder, der von abgekühlten Lavagesteinsbrocken begleitet wird.

  • Bestimme den Schichtaufbau der Erde.

    Tipps

    Der Begriff Abtauchzone beschreibt eine Erscheinung, die im Zusammenhang mit erdinneren Vorgängen auftritt.

    Die Lufthülle, die unsere Erde umgibt, wird Atmosphäre genannt.

    Der Erdkern ist der tiefste Punkt der Erde.

    Lösung

    Das Bild illustriert den schalenförmigen Aufbau der Erde und zeigt die erdinneren Vorgänge. Ganz im Erdinneren befindet sich der Erdkern. Forscher gehen davon aus, dass sein äußerer Teil flüssig ist und von Magma umschlossen wird. Die Fließbewegungen des Magmas verursachen die sogenannten Konvektionsströme, welche im Bild durch die Pfeilbewegungen dargestellt werden. Du hast gelernt, dass die Konvektionsströme die Erdplatten auseinandertreiben können. Dabei taucht eine Platte unter eine andere Platte ab. Geologen nennen diesen Vorgang die Abtauchzone. Dieser Vorgang passiert im Erdmantel. Über dem Erdmantel befindet sich die Erdkruste.