30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Tsunamis 03:19 min

Textversion des Videos

Transkript Tsunamis

Tsunamis sind eine Naturgewalt, mit der man rechnen muss – gigantische Wellen, die die betroffenen Küsten stark in Mitleidenschaft ziehen. Aber was macht sie so zerstörerisch? Ein Tsunami wird durch ein Ereignis unter Wasser ausgelöst. Er besteht aus einer riesigen, sich bewegenden Wassermasse, die eine gewaltige Welle bildet, wenn sie flache Gebiete erreicht. Tsunamis können aus nur einer einzigen Welle bestehen, aber normalerweise bestehen sie aus einer Serie von Wellenkämmen, auch Wellenzug genannt. Erdrutsche, Vulkanausbrüche und sogar Meteoriten können Tsunamis auslösen, aber die häufigste Ursache sind Seebeben. Wenn der Meeresboden aufbricht, wird eine Seite nach oben gedrückt – ein Prozess, der als tektonische Erhebung bekannt ist. Dadurch wird das Wasser über der Bruchstelle schlagartig verdrängt. Dies erzeugt eine Welle, die sich nach außen hin ausbreitet und mit der Geschwindigkeit eines Düsenflugzeugs über den Ozean rast. Nähert sich der Tsunami seichtem Wasser, wird die Vorderseite der Welle drastisch verlangsamt. Das sich schneller bewegende Wasser dahinter holt die Vorderseite der Welle ein, was dazu führt, dass sich eine Wasserwand auftürmt. Wenn sich diese der Küste nähert, zieht sich das Wasser entlang des Strandes nach hinten in Richtung des Tsunamis zurück. Sobald der Tsunami auf Land trifft, fegt die Welle entlang ihrer gesamten Länge nach vorn und vernichtet dabei alles, was ihr in den Weg kommt. Genau das geschah am 26. Dezember 2004. Ein 1200 Kilometer langer Abschnitt der Erdkruste verschob sich vor der Küste der indonesischen Insel Sumatra. Die Wellen erreichten Höhen von bis zu 30 Metern, was riesige Schäden verursachte. Dies war eine der tödlichsten Naturkatastrophen in der neueren Geschichte. Sie forderte über 200.000 Menschenleben. Kleine Tsunamis kommen häufig vor, aber große Wellen sind sehr selten und entstehen nur ungefähr sechsmal pro Jahrhundert. Tsunamis können inzwischen verfolgt werden, sobald sie sich gebildet haben. Dabei erfassen computergesteuerte, küstennahe Bojen ihren Weg und geben wichtige Warnsignale an die Länder, die möglicherweise vom Tsunami betroffen sein könnten. Hoffentlich warnen uns diese Systeme in Zukunft rechtzeitig, damit alle Menschen und Tiere in Sicherheit gebracht werden können.

Tsunamis Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Tsunamis kannst du es wiederholen und üben.

  • Erläutere die Auswirkungen des Tsunamis vom 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean.

    Tipps

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Am 26.12.2004 richtete ein Tsunami im gesamten Indischen Ozean große Schäden an. Er wurde durch ein Seebeben mit einer Stärke von 9,0 etwa 85 km vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Sumatra ausgelöst. Insbesondere die Küsten Thailands, aber auch die Malediven und die Seychellen waren hiervon, wenn auch mit einiger Zeitverzögerung, sehr stark betroffen. Der Tsunami richtete zudem auch Schäden an der afrikanischen Küste von Somalia und Tansania an.

    Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, [URL]: https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Erdbeben-Gefaehrdungsanalysen/Seismologie/Seismologie/Erdbebenauswertung/Besondere_Erdbeben/Ausgewaehlte_Erdbeben/sumatra.html, zuletzt abgerufen am 01.08.2019.

  • Bestimme den Ursprung des Begriffs Tsunami.

    Tipps

    Auf hoher See wird ein Tsunami meist erst gar nicht bemerkt. In flachen Gewässern hingegen schon.

    Erinnerst du dich an die Bewegung des Meeres, bevor ein Tsunami auf die Küste trifft?

    Lösung

    Ein Tsunami heißt wörtlich übersetzt „große Welle im Hafen“, da sie sich erst formt, wenn sie auf die Küste trifft. Dabei zieht sich das Wasser entlang des Strandes nach hinten in Richtung Tsunami zurück und die Welle fliegt dann mit ihrer ganzen Länge nach vorne und vernichtet alles, was sich ihr in den Weg stellt.

  • Fasse alles Wissenswerte zu Tsunamis zusammen.

    Tipps

    Der Begriff Tsunami kommt aus dem Japanischen und bedeutet „große Welle im Hafen“.

    Heutzutage gibt es computergesteuerte Bojen im Ozean. Weißt du, warum diese im Hinblick auf Tsunamis eine entscheidende Rolle spielen?

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Tsunamis sind riesige, sich bewegende Wassermassen, die eine Welle bilden, wenn sie ein Ufer erreichen. Dabei bestehen Tsunamis normalerweise aus mehreren Wellenkämmen oder sogenannten Wellenzügen. Sobald ein Tsunami sich dabei einer Küste nähert, zieht sich das Wasser entlang des Strandes nach hinten zurück. Ausgelöst werden können Tsunamis durch Erdrutsche, Vulkanausbrüche, Meteoriten oder Seebeben. Letzteres ist die häufigste Ursache von Tsunamis. Um die Gefahren von Tsunamis einzuschränken, können computergesteuerte Bojen mittlerweile einen Tsunami verfolgen, sobald er sich gebildet hat. Auf diese Weise können Warnungen an die betroffenen Länder herausgegeben werden.

  • Analysiere die Auswirkungen von tektonischen Bewegungen auf die Erdoberfläche.

    Tipps

    Bei der Entstehung von Gebirgen werden zwei Erdplatten nach oben gedrückt. Wie sieht hierbei die tektonische Bewegung wohl aus?

    Immer wenn Magma aus dem Erdinneren freigesetzt wird, kann das Vulkanausbrüche zur Folge haben. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Erdplatten voneinander wegdriften oder zusammenstoßen.

    Sicherlich hast du schon einmal von der San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien (USA) gehört. Hier bewegen sich zwei Erdplatten seitlich aneinander vorbei. Weißt du, mit welchen Auswirkungen?

    Lösung

    Tsunamis können durch Seebeben ausgelöst werden. Seebeben sind wiederum nichts anderes als tektonische Erhebungen, durch die in der Erdkruste bewegliche Platten entstehen, die entweder Faltungen, Überschiebungen, Verbiegungen, Gräben oder Verwerfungen aufweisen. Seebeben, aber auch Erdbeben und Vulkanausbrüche sind Ausdruck dieser Bewegung der Erdplatten. Geologen beschreiben das Phänomen auch unter dem Fachbegriff der Plattentektonik.

  • Leite dir die Entstehung von Tsunamis her.

    Tipps

    Achte auf mögliche Bezugswörter. Ist zum Beispiel von einer Wasserwand die Rede, so muss vorher erklärt werden, wie diese entsteht.

    Beginne mit möglichen Auslösern für Tsunamis und ende damit, dass ein Tsunami auf die Küste trifft.

    Lösung

    Werden Tsunamis durch ein Seebeben ausgelöst, wird eine sogenannte tektonische Erhebung in Gang gesetzt. Dabei wird der Meeresboden einseitig nach oben gedrückt und so das Wasser über der Bruchstelle verdrängt. Bei dieser Wasserverdrängung entsteht wiederum eine Welle, die mit der Geschwindigkeit eines Düsenflugzeugs über den Ozean rast. Lediglich durch das Aufeinandertreffen von seichtem Wasser lässt sich diese Geschwindigkeit verringern. Jedoch holt das sich schneller bewegende Wasser hinter der Welle die Vorderseite der Welle schnell wieder ein. Durch diesen Mechanismus entsteht eine Wasserwand, die Höhen von bis zu 30 Metern erreichen kann. Nähert sich diese Wasserwand der Küste, zieht sich das Wasser entlang des Strandes nach hinten in Richtung Tsunami zurück und die Welle fliegt in ihrer Gesamtlänge nach vorne.

  • Schildere, wie ein Tsunami-Frühwarnsystem funktioniert.

    Tipps

    Tsunami-Frühwarnsysteme bieten keinen umfangreichen Schutz vor Tsunamis. Kannst du mithilfe des Schaubildes erkennen, warum das so ist?

    Woher bekommt die computergesteuerte Messboje ihre Informationen und was stellt sie damit an?

    Lösung

    Um der Bevölkerung zumindest ein wenig Zeit zur Evakuierung zu verschaffen, zeichnen computergesteuerte Sensoren im Meeresboden Seebeben auf. Ihre Informationen leiten sie an Messbojen weiter, die wiederum mittels Satelliten die Tsunami-Warnzentren in Alarmbereitschaft versetzen. Anhand der Daten der Sensoren können auch Auskünfte über die Schwere des Seebebens getroffen werden, sodass ermittelt werden kann, ob es sich bei dem Tsunami um eine große oder kleine Welle handelt.