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Entstehung Erdöl und Erdgas 03:19 min

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Transkript Entstehung Erdöl und Erdgas

Die Entstehung von Erdöl und Erdgas beginnt in einem ruhigen, flachen Meer. In den oberen Wasserschichten schweben unzählige winzig kleine Lebewesen, Pflanzen und Tierchen, das Plankton. Wenn sie absterben, sinken sie auf den Meeresgrund. Gerät das Plankton in sauerstoffarme Bereiche kann es nicht verwesen. Bakterien, die ohne Sauerstoff Leben können, zersetzen das Plankton zu Faulschlamm. In 1000 Jahren sammeln sich etwa 30 Zentimeter Faulschlamm an. Im Laufe der Zeit wird der Faulschlamm von anderen Ablagerungen, Sand und Geröll zum Beispiel, zugedeckt. Durch das Gewicht der überlagernden Schichtpakete verfestigt sich die Faulschlammschicht und wandert gleichzeitig immer tiefer. Sie wird zum sogenannten Muttergestein aus dem Erdöl entstehen kann. In einer tiefe von 2000 bis 4000 Metern erhitzt die Wärme aus dem Erdinneren das Gestein auf 60 bis 120 Grad Celsius. Durch Hitze und Druck wandeln sich die organischen Substanzen des Muttergesteins um. Es entstehen zähflüssige und gasförmige Kohlenwasserstoffe, Kerogene. Aufgrund der geringeren Dichte wandern die Kohlenwasserstoffe durch Gesteinsporen, Risse und feine Spalten nach oben, in durchlässige und aufnahmefähige Gesteinsschichten. Das sind vor allem Sandsteine und Kalke. Wenn eine undurchlässige Schicht, wie Salz oder Ton, den weiteren Weg versperrt, wird die Wanderung unterbrochen. Das Öl sitzt in der Falle. Erdöl und Erdgas sammeln sich an den höchstgelegenen stellen der durchlässigen Gesteinsschicht an. Wie in den Poren eines Schwamms, diese wird zum Erdölspeichergestein. Erdöl und Erdgas wandern also vom Muttergestein zum Speichergestein. Migration nennt man diesen Vorgang, der in Wirklichkeit Jahrmillionen dauert. Wenn Öl und Gas eine kuppenförmige Aufwölbung füllen, einen Schichtsattel, ist das eine antiklinale Falle. Oben sammelt sich das leichtere Erdgas, darunter das Erdöl. Die Lagerstätte kann abgebaut werden. Durch Bewegungen in der Erdkruste können Schichtpakete gegeneinander verschoben werden. An solchen Verwerfungen bilden sich tektonische Fallen in denen sich Erdöl und Erdgas ansammeln. Auch an einem Salzstock, der aus der Tiefe aufgedrungen ist und dabei an seinen Rändern Schichten mitgeschleppt hat, sind häufig Erdgas und Erdöl zu finden.