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Energie aus Restmüll

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Energie aus Restmüll
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Alles, was nicht in eine extra Mülltonne gehört, wird als Restmüll bezeichnet. Es sollte so wenig Restmüll wie möglich anfallen, da dieser nicht recycelt wird und somit nicht in den Stoffkreislauf zurückgebracht wird. Vielerorts wird aus diesem Müll Energie durch Verbrennung gewonnen.

Sprecherin: Kümmern wir uns erstmal um den Müll, der in keinen der Container auf dem Wertstoffhof gehört, sondern in die graue Tonne zu Hause, den sogenannten Restmüll. Mit dem Rausstellen der Tonne ist das Thema für den Verbraucher scheinbar erledigt. Gegen Gebühr wird der Müll vor der Haustür abgeholt. Heute gilt die Devise: je weniger Restmüll, desto besser. In manchen Gemeinden stecken bereits Chipkarten in den Mülltonnen, die das Abfallgewicht messen. Abgerechnet wird pro Kilo. Aber wohin geht der ganze Müll? Fahren wir mal dem orangefarbenen Transporter hinterher. Der Hausmüll landet in einem Müllheizkraftwerk. In diesem Gebäude wird sich der Abfall in Energie verwandeln, in Strom und Wärme. In den Restmüll gehören eigentlich nur Materialien, die nicht recycelt werden können, zum Beispiel schmutzige Lappen oder Zigarettenkippen. Doch in den 650000 Tonnen Restmüll, die die Lastwagen jedes Jahr im Müllbunker abladen, steckt oft viel mehr. Herr Müller: Die Öffnung, das ist die Müllabladestelle, wo der Lkw den Müll ablädt. Von dort wird der dann mit dem Greifer genommen und gemischt, weil es gibt Abfälle, die brennen gut, und es gibt welche, die brennen ganz schlecht. Und dann wird mit diesem Greifer, der fährt dann da rüber in den Mülltrichter, und von diesem Mülltrichter aus rutscht das dann in den Ofen. Sprecherin: Der Verbrennungsofen ist riesig, so groß wie ein Haus, 40 Meter hoch und zehn Meter breit. Innen drin herrschen Temperaturen von mindestens 850 Grad. Herr Müller: Bei den 1000 Grad kann man auch eine Kiste faule Tomaten zum Beispiel verbrennen, das geht. Sprecherin: Mit der Hitze des Feuerkessels wird Wasser heiß gemacht. Das fängt an zu kochen, und so entsteht Dampf. Mit dem Dampf wird die Turbine angetrieben, und der Generator ganz hinten erzeugt daraus Strom. Den Strom speist das Heizkraftwerk ins Netz der Stadtwerke ein. Außerdem erzeugt das Müllheizkraftwerk auch Wärme. Herr Müller: Das ist das Rohr, mit dem der Dampf, der aus der Turbine übrig bleibt, in den Wärmetauscher geführt wird. In diesem Wärmetauscher wird dann das Heizwasser erwärmt. Und hier, hier ist die Pumpe, mit der das Heizwasser durch den Wärmetauscher bis zum Kunden gedrückt wird. Und der benutzt das dann halt zum Heizen, warm Duschen, was man so halt mit warmem Wasser alles machen kann. Sprecherin: Wenn etwas verbrennt, bleibt Schlacke zurück, die auch größere Metallteile enthält, denen die 1000 Grad Hitze nichts anhaben können. Herr Müller: In der Schlacke sind noch ein Haufen Eisen und Buntmetalle drin. Das bereitet jemand auf und nimmt die ganzen Eisenteile raus. Die gehen zurück zum Stahlwerk. Und die feine Schlacke, die kann man zum Beispiel im Landschaftsbau oder als Autobahn Unterbau weiterverwenden. Sprecherin: Und in dem Berg aus Schlacke kann man noch kleine Keramikstücke wiederfinden, die das Höllenfeuer ebenfalls überstanden haben. Bei der Verbrennung entstehen auch Abgase. Trotz der sehr komplexen Filteranlagen, ganz rückstandsfrei arbeitet ein Müllheizkraftwerk nicht. Deswegen gilt: so wenig Restmüll wie möglich produzieren. Herr Müller: Man muss überlegen, ob es nicht möglich ist, diesen Müll frühzeitig zu vermeiden, und zwar da, wo er gemacht wird, bei uns zu Hause.

Energie aus Restmüll Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Energie aus Restmüll kannst du es wiederholen und üben.
  • Tipps

    Überlege bei jeder Antwort, ob das jeweilige Material besser in einer der anderen Tonnen, die du kennst, entsorgt werden sollte.

    Lösung

    In den Restmüll gehören Materialien, die nicht recycelt werden können – das ist die übergeordnete Regel.

    So kommen beispielsweise schmutzige Lappen oder Zigarettenstummel in die graue Restmülltonne.

  • Tipps

    Der erste Schritt findet an einem ganz bestimmten Ort im Kraftwerk statt.

    Lösung

    1) Erst lädt der Lastwagen den Müll an der Abladestelle, die an der Öffnung zum Müllbunker ist, ab. Das ist der Startpunkt des Prozesses im Kraftwerk.

    2) Der Greifer nimmt den Müll aus dem Bunker auf. Bevor er mischen kann, muss er den Abfall greifen.

    3) Das Mischen ist notwendig, damit gut und schlecht brennbare Abfälle gleichmäßig in den Ofen gelangen und eine gleichmäßige Verbrennung gewährleistet ist.

    4) Erst nach dem Mischen wird der Abfall in den Mülltrichter und damit in den Ofen geleitet.

    5) Die Verbrennung ist der letzte Schritt in dieser Kette.

  • Tipps

    Manche Textstellen beginnen mit Wörtern wie beispielsweise „im" oder „als" – das sind oft Hinweise darauf, dass hier ein Zweck oder ein Ort beschrieben wird, nicht ein Stoff.

    Lösung

    Zurückgewonnene Materialien bzw. Stoffe:

    Eisenteile, Buntmetalle, feine Schlacke, kleine Keramikstücke

    Bereich bzw. Zweck der Weiterverwendung:

    im Stahlwerk, im Landschaftsbau, als Autobahnunterbau

  • Tipps

    Lies den gesamten Lückentext zuerst vollständig durch, bevor du anfängst. Der Zusammenhang zwischen den Sätzen hilft dir bei schwierigen Lücken.

    Lösung

    Bei der Verbrennung von Restmüll entstehen neben nutzbarer Energie auch Abgase, die über den Schornstein abgegeben werden.

    Obwohl moderne Müllheizkraftwerke mit sehr aufwendigen Filteranlagen ausgestattet sind, können nicht alle Schadstoffe vollständig zurückgehalten werden. Das bedeutet, dass ein Müllheizkraftwerk trotz aller Technik nicht rückstandsfrei arbeitet.

    Genau deshalb reicht es nicht aus, Müll einfach zu verbrennen. Das eigentliche Ziel muss die Vermeidung von Abfall sein – und zwar möglichst schon dort, wo er entsteht: im eigenen Haushalt.

  • Tipps

    Der Ofen ist höher als breit.

    Lösung
    • Höhe des Verbrennungsofens: etwa 40 Meter
    • Breite des Verbrennungsofens: etwa 10 Meter
    • Mindesttemperatur im Ofen: 850 °C
    • Maximale Betriebstemperatur: 1000 °C
    • Vergleich der Hochofengröße: so groß wie ein Hochhaus
  • Tipps

    Denke daran, was nach der Verbrennung übrig bleibt – ist der Müll dann wirklich „kein Thema mehr"?

    Lösung
    • Ein Müllheizkraftwerk erzeugt nachweislich Strom (via Turbine und Generator) und Wärme (via Wärmetauscher) – das ist korrekt.
    • Trotz komplexer Filteranlagen entstehen jedoch Abgase und das Kraftwerk arbeitet nicht rückstandsfrei.
    • Nach der Verbrennung bleibt Schlacke zurück, die aufbereitet, sortiert und weiterverwendet werden muss. Das Müllproblem ist also nicht „erledigt".
    • Müllvermeidung muss das eigentliche Ziel sein! Das Kraftwerk ist keine vollständige Lösung.
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