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Papier, Glas und Kunststoff 04:30 min

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Transkript Papier, Glas und Kunststoff

Eine Möglichkeit, weniger Restmüll zu produzieren: den häuslichen Abfall möglichst gut sortieren und in den verschiedenen Behältern entsorgen. Papier zum Beispiel, es wird von speziellen Müllwagen abgeholt. Papier lässt sich sehr gut wieder aufbereiten. 2011 wurden über 22 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe produziert. Dabei kamen rund 15 Millionen Tonnen Altpapier zum Einsatz. Vor allem Verpackungen und Zeitungen bestehen zu 100% aus Altpapier. Je mehr altes Papier wiederverwertet wird, desto weniger frisches Holz wird benötigt. Papier aus frischem Holz herzustellen, verbraucht deutlich mehr Energie. Und es kommt dabei fast dreimal so viel Wasser zum Einsatz. Bei Recyclingpapier ist auch der CO2-Ausstoß geringer. Deswegen tragen Produkte aus 100% Altpapier den blauen Umweltengel. In vielen Gemeinden werden auch Leichtverpackungen getrennt entsorgt. Sie bestehen aus Kunststoff und Verbundstoffen, Aluminium oder Weißblech. Oft sind sie mit dem grünen Punkt gekennzeichnet. Der Kunststoffabfall wird eingeschmolzen und zu Granulat verarbeitet, ein Sekundärrohstoff für die Kunststoffindustrie. Die wiederum macht daraus neue Dübel zum Beispiel oder Parkbänke und Plastikmöbel. Beim Altglas Recycling in Deutschland wird getrennt zwischen Grünglas, Weißglas und Braunglas. Andere Länder, zum Beispiel Österreich, trennen nur zwischen Weiß- und Buntglas. In Deutschland werden über 80% des Altglases recycelt. Sieben Milliarden Flaschen und Gläser landen jedes Jahr in den Sammelcontainern. Auch wenn es von unten so aussieht, die verschiedenen Farbfraktionen werden im Lkw nicht einfach wieder vermischt. Die Anhänger haben drei Kabinen eine ist für Weißglas. Fehlwürfe führen zu ungewollten Farbstichen bei der Herstellung von neuem farblosem Glas. Aus alten Scherben neues Glas zu machen, spart Rohstoffe und Energie. Das Einschmelzen von Altglas erfordert weniger Zeit und geringere Temperaturen. Es gibt Flaschen, für die man beim Einkauf Pfand bezahlt. Wer die leeren Glasbehälter in den Laden zurückbringt, bekommt das Geld wieder. Ein Anreiz, Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen. Es gibt Mehrwegflaschen, also solche, die gereinigt und mehrmals befüllt werden, und Einwegflaschen. Diese PET-Flaschen gehen einen ganz anderen Recycling-Weg. Ungefähr 800 Millionen PET-Flaschen sind pro Jahr in Deutschland im Umlauf. Das duale System recycelt heute praktisch alle gesammelten PET-Flaschen. Der Löwenanteil wird nach Asien verschifft. Dort ist das Recycling der Plastikflaschen günstiger. In speziellen Aufbereitungsanlagen werden die PETs in kleine Flakes zerhackt. Etiketten, Staub und Feinteile werden herausgewaschen und -geblasen. Die Flakes gelangen zusammen mit den Verschlüssen zum Einweichen in die Vorwäsche. Die Deckel werden später abgetrennt und an die kunststoffverarbeitende Industrie geliefert. Es folgt noch eine Reihe von weiteren Reinigungsbädern und Mischvorgängen. Und dann sind die Kunststoffflakes wieder lebensmitteltauglich. Im Spritzgussverfahren verwandeln sich die Flakes in neue PET-Flaschen. Ein Großteil der gebrauchten PET-Flaschen aber findet eine ganz andere Verwendung. Man füllt damit zum Beispiel Sofakissen oder Stofftiere. Weiße Flex werden auch zu Textilfasern weiterverarbeitet und dann zu Vliespullis verwebt. Ein Paradebeispiel für Upcycling.