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Dünen 04:17 min

Textversion des Videos

Transkript Dünen

Die Dünen. Weil der Sand vom Wind ständig in Bewegung gehalten wird, verändert sich die Landschaft fortwährend. Hier ist morgen nichts mehr so wie es gestern noch war. Doch Dünen gibt es nicht nur in der Wüste. Auch an den Küsten von Nord- und Ostsee findet man sie, wie hier auf der Insel Spiekeroog. Hier erreichen sie immerhin eine Höhe von bis zu 25 m. Das ist Rekord an der Küste hier. Auch im hohen Norden sind die Dünen ein ständiges Werden und Vergehen. Als Ulrich Bauer noch ein Kind war, plätscherte hier noch die Nordsee.Ulrich Bauer, Strandführer: Vor 50 Jahren war das eine riesengroße weiße Sandplate. Und inzwischen hat sich da eine ganz kompakte Dünenlandschaft gebildet und eine Salzwiesenlandschaft. Und das ist der dynamische Prozess, indem hier Pflanzenwelt und die physikalischen Kräfte miteinander wirken und daraus ist das entstanden. Sprecher: Die treibenden Kräfte dabei sind Meer und Wind. Die Strömungen tragen den Sand an die Küste und der Wind trägt ihn dann weiter ins Inselinnere, wo er zu Dünen aufgetürmt wird. Diese bleiben so lange in Bewegung, bis sie von Pflanzen besiedelt werden.Ulrich Bauer, Strandführer: Ohne Pflanzen keine Düne. Dann kommt der Wind und pustet alles wieder weg. Die Existenz dieser Inseln, dieser Dünenlandschaft, wird nur garantiert durch die Existenz der Pflanzen.Sprecher: Wenn ein Strand nicht mehr dauernd vom Meer überspült wird, siedeln sich solche Pflanzen an, denen das viele Salz im Boden nichts ausmacht.Ulrich Bauer Strandführer: Diese paar Pflänzchen reichen schon, um den Wind so zu verwirbeln, dass der Sand, der von der Nordsee kommt, der vom Wind hierher gepustet ist, hier liegen bleibt und eine ganz kleine Düne bildet.Sprecher: Dieser Strandweizen ist so strapazierfähig, dass ihm der ständige Sandsturm um seine Halme nichts ausmacht. Er stoppt den Sand und sorgt dafür, dass sich der Boden stetig weiter anhebt. Ist die so entstandene Düne hoch genug, können sich schließlich auch Pflanzen ansiedeln, die kein Salz vertragen.Ulrich Bauer, Strandführer: Der Strandhafer übernimmt ab dieser Höhe den Standort. Und wenn wir nach dort rüber blicken, schauen Sie, sehen wir überall diese Halme rauskommen. Und das ist die nächstfolgende Pflanze und die sammelt Sand und kann dabei eine unglaubliche Wuchsgeschwindigkeit erreichen, die durch den Sand geliefert wird, dass ohne Weiteres 4,50 Meter im nächsten Jahr die Dünen hier hoch sein können. Im Extremfall habe ich es da erlebt hinten in einem Jahr 8 Meter hoch geworden, ganz fantastisch.Sprecher: Die Pflanze wächst so schnell wie die Düne an Höhe zulegt.Ulrich Bauer, Strandführer: Die Blätter sammeln den Sand mit der Konsequenz, dass die Düne immer weiter nach oben wächst, die Wurzeln bleiben drin, wachsen aber nach oben, aber sie reichen immer bis unten durch diese Düne durch. Und wenn sie dann nach oben gewachsen ist und wir jetzt das Alter einer Düne sehen und wir wissen, das ist Hunderte von Jahren alt, so ist der Strandhafer auch, ziemlich genau so alt wie die Düne selber.Sprecher: Ohne die tiefen Wurzeln des Strandhafers wären die Dünen niemals so stabil und auch die Insel wäre extremen Veränderungen unterworfen. Und schon nach 20 Jahren haben sich viele verschiedene Sträucher auf den Dünen angesiedelt.Ulrich Bauer, Strandführer: 50 Meter weiter über den Dünenkamm weg, Graudünenlandschaft, unglaublich artenreich. Man sieht das hier an den unterschiedlichen Farben. Das ist die pralle Jugend einer Dünenlandschaft.Sprecher: Doch mit der Zeit versauert der Boden, schließlich sterben die Pflanzen auf der Düne ab.Ulrich Bauer, Strandführer: Das Silbergras ist die letzte Pflanze, die übrig bleibt. Sie kommt mit den geringsten Mineralgehalten aus. Und dann ist nichts mehr da und dann kommt der Wind und pustet alles wieder weg. Und diese Stelle hat ein Alter so zwischen 190 und 200 Jahren. Und wir sind inzwischen direkt zur Linie zum Strand in einer Entfernung von etwa 350, 400 Metern, aber eigentlich schon am Ende angelangt.Sprecher: Die Dünen, sie sind ständig in Bewegung und sie wandern, sie ändern das Gesicht der Inseln im Laufe der Zeit.

Dünen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Dünen kannst du es wiederholen und üben.

  • Fasse alles Wissenswerte zum Thema Dünen zusammen.

    Tipps

    Beständig bedeutet gleichbleibend.

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Unter den Begriff Dünen fasst man Sandhügel, die vom Wind angeweht werden. Da der Sand vom Wind ständig in Bewegung gehalten wird, verändern sich Dünen stets. Erst wenn Dünen von Pflanzen besiedelt werden, sind sie nicht mehr ständig in Bewegung. Dennoch ändert sich ihre Höhe und ihr Bewuchs. Es handelt sich dabei um einen dynamischen Prozess, bei dem die Pflanzenwelt und die physikalischen Kräfte miteinander wirken.

  • Beschreibe, wie Dünen entstehen.

    Tipps

    Die treibenden Kräfte, die zur Entstehung der Dünen zuerst notwendig sind, sind Meer und Wind.

    Lösung

    Die Entstehung von Dünen ist ein gegenwärtig ablaufender Prozess. Das liegt daran, dass Meer und Wind zur Entstehung von Dünen beitragen. Beide Kräfte wirken immerfort. Das Meer trägt den Sand an die Küste und der Wind trägt ihn ins Inselinnere, wo er sich meterhoch auftürmen kann. Erst durch Pflanzenwuchs bekommt der Sand mehr Stabilität, sodass er nicht mehr vom Wind fortgetragen werden kann. Siedeln sich keine Pflanzen aus, so wird der Sand vom Wind ständig in Bewegung gehalten und verändert das Gesicht der Landschaft immerfort.

  • Arbeite die Unterschiede der Küstenformen an der Ostsee heraus.

    Tipps

    Ein anderes Wort für Kliff ist der Steilhang.

    Steilküsten bestehen aus festem Gestein.

    Lösung

    Die Wellen und starken Strömungen sind mitverantwortlich für die Küstenlinien an der Ostsee. Steilküsten haben sich aus steilen Hängen aus festem Fels oder aus eiszeitlichen Moränen gebildet. Auf der Skizze kannst du sehen, dass durch die Brandung das Steilufer, das sogenannte Kliff, zurückverlegt wird. Flachküsten bestehen hingegen aus feinerem Material, nämlich aus Sand und Kies. Doch ähnlich wie das Kliff bei der Steilküste sind auch sie nicht beständig. Durch kräftige Winde werden die feinen Sandkörner in das Land hineingeweht.

  • Arbeite die verschiedenen Wüstenarten in der Sahara heraus.

    Tipps

    Welche drei Wüstenarten siehst du? Beschrifte damit die Legende.

    Die Legende erklärt eine Abbildung.

    Lösung

    Dünen findet man nicht nur an der Nord- und Ostsee, auch in der Wüste wie der Sahara können sie bis zu 300 Meter hoch werden. Die Sahara weist dabei drei Wüstenarten auf, die durch die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht entstehen. Hierbei kommt es nämlich zu Spannungen im Gestein und zur Verwitterung durch Frostsprengung. Während sich das Gestein in der Hitze ausdehnt, zieht es sich abends bei kälteren Temperaturen wieder zusammen. Auf diese Weise entstehen Risse, die ganze Felsplatten zerspringen lassen. Es kommt zu der Bildung von Stein- und Felswüsten. Die Felswüsten, die die Araber auch Hamada nennen, nehmen 30 Prozent an der Fläche der Sahara ein. Die Kieswüste oder Serir 50 Prozent und die Sandwüste, die sogenannte Erg nur 20 Prozent.

  • Definiere die verschiedenen Dünenarten.

    Tipps

    Von der Küste aus wachsen die vier Dünen folgendermaßen: Zuerst findet man die Vordünen, dann die Weißdünen, danach die Graudünen und am weitesten landeinwärts die Braundünen.

    Lösung

    Dünen entstehen, wenn der Wind den Sand landeinwärts weht. Man unterscheidet dabei vier verschiedene Dünenarten. Die jüngsten Dünenarten befinden sich dabei in Strandnähe. Das sind die Vordünen und die Weißdünen. Landeinwärts findet man dann die älteren Dünen, die Graudünen und die Braundünen. Auf den jungen Vordünen wachsen nur wenig Pflanzen, während die älteren Dünen von immer mehr Pflanzen besiedelt werden. Das liegt daran, dass sich mit dem steigenden Pflanzenbewuchs der Boden immer weiter anhebt und dadurch auch Pflanzen dort wachsen können, die kein Salz vertragen.

  • Ermittle, welche Arten von Küstenschutz es gibt.

    Tipps

    Küstenschutzwälder sind eine natürliche Art des Küstenschutzes.

    Buhnen haben die Aufgabe mehr Land zwischen Meer und Küste zu gewinnen.

    Lösung

    Nach dieser Übung weißt du, dass Dünen nicht nur ein Wunder der Natur sind, sondern auch zum Küstenschutz eingesetzt werden. Außerdem hast du viele andere Möglichkeiten kennengelernt, die Menschen nutzen, um die Küste zu schützen.
    Wusstest du übrigens, dass der Deich noch einen weiteren Küstenschutz beherbergt, den sogenannten Mitteldeich? Sollte ein Deich zum Beispiel einmal brechen, so soll der Mitteldeich das Wasser auffangen, das den Deich durchbrochen hat.