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Küstenformen 02:58 min

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Transkript Küstenformen

Der stete Kampf zwischen Land und Meer ist hier, an der nordwestlichen Küste Amerikas, gut zu beobachten. Erosion ist hier die dominierende Kraft. Vor Millionen von Jahren sah diese Küstenlinie noch ganz anders aus. Wenngleich die Gegend aus robustem Basalt besteht, hat der unermüdliche Angriff des Meeres sie auf spektakuläre Weise erodieren lassen. Kliffe bilden sich, wenn Verwitterung den oberen Teil der Landschaft schwächt, und abtragende Wellen den Fuß der Felswand attackieren. Schwachstellen im Fels werden besonders in Mitleidenschaft gezogen, und schlussendlich bildet sich eine Aushöhlung, die man Brandungshohlkehle nennt. Der überhängende Fels rutscht ab und der Schutt wird aufs Meer hinausgetragen, wo er eine Brandungsplattform bildet. Dieser ganze Vorgang wiederholt sich immer von neuem, sodass sich das Kliff langsam aber stetig zurückzieht. Erosion ist aber auch noch für weitaus außergewöhnlichere Landschaftsformen verantwortlich. Hohlkehlen können vom Wasser gegraben werden, wenn sie dann durchbrechen, kann ein Bogenfelsen entstehen. Durch die stetige Erosion wird der Bogen erweitert, bis er instabil wird. Der Bogenfelsen stürzt ein und lässt auf der einen Seite eine Felsnase zurück und auf der anderen einen sogenannten Brandungspfeiler. Da Erosion unsere Küsten ständig angreift, bilden sich durch Ablagerungen charakteristische Landschaftsformen. Wenn aufbauende Wellen das Ufer überspülen, können sie Material wie Sand, Kies oder Steine mit sich führen. Dadurch werden Strände aufgeschüttet. Ob ein Strand weich und sandig oder rau und steinig ist, hängt sowohl von der Energie der Wellen als auch von der örtlichen Geologie ab. Ein schmaler, langer Streifen Land, der weit ins Meer hinaus reicht, wird Landzunge genannt. Auch sie werden durch Ablagerungen gebildet, aber auch die Windverhältnisse haben ihren Anteil daran. Wenn der Wind überwiegend schräg auf die Küste trifft, führt er zur sogenannten Strandversetzung. Das Material wird schräg zur Küste bewegt. Mit der Zeit beeinflussen Wellen und Wind das Ende der Landzunge, die sich zu biegen beginnt und schließlich einen sogenannten Sandhaken oder eine Nehrung bilden kann. Dadurch entsteht ein vor Wellen geschützter innerer Bereich. Wenn sich dieser mit Schluff füllt, können sich Watt und Marschland bilden. Erosion und Ablagerung haben der Erde ihre wundervollen und sich stetig wandelnden Küstenlinien geschenkt und bewirken, dass sich diese Landschaften ständig weiter verändern.