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Die Entstehung der Kontinente 02:52 min

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Transkript Die Entstehung der Kontinente

Vor 250 Millionen Jahren hättest du nur einen Schritt machen müssen, um von Südamerika nach Afrika zu reisen. Zu dieser Zeit war der größte Teil der Landmasse auf der Erde vereint, und zwar zu einem einzigen Superkontinent mit dem Namen Pangaea. Die Idee, dass es einmal einen Superkontinent gab, wurde zuerst im Jahr 1912 vom deutschen Meteorologen Alfred Wegener veröffentlicht. Er schlug vor, dass sich die Landmassen der Erde ganz langsam auseinanderbewegen, eine Theorie, der er den Namen Kontinentalverschiebung gab. Wegeners verwegene Theorie erfuhr zunächst nur geringe Zustimmung, da er keine überzeugende Idee vorlegen konnte, welcher Mechanismus die Kontinente in Bewegung setzen könnte. Nichtsdestotrotz besaß er Beweise, die seine Theorie untermauerten. Er hatte erkannt, dass die Landmassen von Südamerika und Afrika offenbar perfekt ineinanderpassen, so wie Puzzleteile. Außerdem wurden an beiden Küstenlinien übereinstimmende Fossilien gefunden, obgleich beide Kontinente heute durch einen riesigen Ozean voneinander getrennt werden. Als Ergebnis weiterer wissenschaftlicher Durchbrüche im Verlauf des 20. Jahrhunderts wissen wir heute, dass sich die Kontinente tatsächlich bewegen, und zwar ungefähr mit der Geschwindigkeit, mit der deine Fingernägel wachsen. Die Kontinente liegen auf gigantischen Felsplatten, Lithosphärenplatten genannt, aus denen sich die Erdkruste zusammensetzt. Diese Platten erheben sich, wenn neue Erdkruste entsteht, oder sinken in Richtung des geschmolzenen Erdkerns ab. Die Lithosphärenplatten sind entstanden, als sich die Erdkruste verfestigte. Das war vor etwa 4 Milliarden Jahren, kurz nachdem sich unser Planet geformt hatte. Seitdem sind die Platten in Bewegung. Land, das heute auf der nördlichen Hemisphäre liegt, war einst bedeckt von üppigem äquatorialem Regenwald oder weiten Wüsten. Die sieben Kontinente, die wir heute kennen, sind nun seit Millionen von Jahren in ungefähr der gleichen Position, aber weitere 250 Millionen Jahre in der Zukunft wird die Oberfläche der Erde ganz anders als heute aussehen.