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Landschaftsformen durch Sedimentation

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Team Realfilm

Landschaftsformen durch Sedimentation

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Beschreibung Landschaftsformen durch Sedimentation

Es gibt unterschiedliche Prozesse, die Landschaften formen. Eine davon ist die Sedimentation durch Flüsse. Dies geschieht, wenn ein Fluss in ein tieferes Gewässer wie einen See fließt. Dadurch fließt das Wasser langsamer, verliert Energie und lagert viel mitgeführtes Material ab. Dies führt zu einigen charakteristischen Merkmalen, wie zum Beispiel Flussauen. Sie entstehen durch laterale, also seitliche, Erosion von Flussmäandern. Wenn ein Fluss über die Ufer tritt, dann lässt er Sedimentschichten zurück. Diese werden mit der Zeit immer dicker und bilden die ebene Oberfläche der Aue, welche regelmäßig vom Fluss überflutet wird. Wenn sich das Wasser dann zurückzieht, bleibt Schluff liegen. So bildet sich der Alluvialboden, welcher das Land sehr fruchtbar macht.

Dadurch, dass sich das schwerste Material im Fluss beim Übertreten des Ufers nahe seines Laufes ablagert, bildet der grobkörnige Schluff nach vielen Jahren natürliche Uferdämme. Diese Dämme befinden sich an den Seiten des Flusses und können einige Meter höher als die Auenebene sein.

Am Ende eines Flusslaufes kann die Sedimentation an der Mündung zur Bildung von kleinen Inseln führen. Sie werden dann von Nebenarmen des Flusses getrennt, was Flussdelta genannt wird. Wenn sich das Land um die Flussmündung zum Meer hin wölbt, spaltet sich das Delta wie ein Fächer.

Material kann allerdings auch entlang einer Küstenlinie vom Fluss abgelagert werden. In diesem Fall breiten die Wellen das Delta in beide Richtungen aus. Diese Deltaform wird wegen ihres Aussehens Flügeldelta genannt. Eine weitere Form ist das Fingerdelta, bei dem mehrere Flussarme ins Meer fließen und Streifen von Sedimenten wie Finger ins Meer hinausragen.

Transkript Landschaftsformen durch Sedimentation

Das Pantanal – gebildet vom Río Paraguay – ist mit seiner Ausdehnung von 140.000 bis 210.000 Quadratkilometern eines der größten Feuchtgebiete der Welt. Wenn ein Fluss tiefere Gewässer, zum Beispiel einen See oder das Meer erreicht, verliert er Energie und lagert viel von dem Material ab, das er mit sich führt. Das nennt man Sedimentation. Sedimentation im Unterlauf eines Flusses führt zu einigen charakteristischen Merkmalen. Flussauen entstehen durch die laterale, das heißt seitliche, Erosion von Flussmäandern. Wenn ein Fluss über die Ufer tritt, lässt er Sedimentschichten zurück, die mit der Zeit immer dicker werden und so die ebene Oberfläche der Aue bilden. Flussauen werden oft regelmäßig vom Fluss überflutet. Wenn sich das Wasser zurückzieht, hinterlässt es Schluff, der sogenannte Alluvialböden bildet, die das Land äußerst fruchtbar machen. Wenn ein Fluss über die Ufer tritt, wird das schwerste Material, das er mit sich führt, nahe seines Laufes abgelagert. Im Laufe vieler Jahre bildet dieser grobkörnige Schluff natürliche Uferdämme an den Seiten des Flusses, die um einige Meter höher als die Auenebene werden können. Im Laufe der Zeit verstärken die Uferdämme das Ufer und helfen dabei, Überflutungen zu verhindern. Am Ende des Flusslaufes kann die Sedimentation an der Mündung zur Bildung von kleinen Inseln führen, die von Nebenarmen des Flusses getrennt werden. Diese Landschaftsform nennt man Flussdelta. Wenn sich das Land um die Flussmündung zum Meer hin wölbt, spaltet sich das Delta, wie ein Fächer, viele Male auf. Das ist ein Beispiel für ein Bogendelta. Flüsse können Material auch an einer geraden Küstenlinie ablagern, wo dann Wellen das Delta in beide Richtungen ausbreiten. Weil sich das Land wie Flügel ausbreitet, nennt man diese Deltaform Flügeldelta. Wo mehrere Flussarme ins Meer fließen, ragen Streifen von Sedimenten wie Finger ins Meer hinaus. Deswegen spricht man von einem Fingerdelta. Das Material, das bei der Sedimentation abgelagert wird, macht das Land sehr fruchtbar. In der Folge gehören Auen- und Deltagebiete, so wie das Pantanal und das Paraguaydelta, oft zu den ökologisch vielfältigsten Lebensräumen der Welt.

Landschaftsformen durch Sedimentation Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Landschaftsformen durch Sedimentation kannst du es wiederholen und üben.
  • Stelle den Begriff Sedimentation dar.

    Tipps

    Stehende Gewässer sind Seen oder Meere.

    Energieverlust entsteht dort, wo Flüsse auf stehende Gewässer treffen.

    Lösung

    Flüsse fließen von den Gebirgen dieser Erde in Seen, Meere oder manchmal auch in andere Flüsse. Sie haben ein sogenanntes Gefälle (siehe Abbildung). Das heißt, sie bewegen sich immer leicht abwärts, auch wenn das im Flachland mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist.

    Treffen sie dann auf ein stehendes Gewässer, also einen See oder ein Meer, dann liegt kein Gefälle mehr vor. Diese Gewässer haben eine ebene Wasseroberfläche. Der Fluss wird gebremst und verliert so seine Transportkraft. Er sedimentiert.

  • Definiere die Fachbegriffe.

    Tipps

    Auen sind die Gebiete, die sich hinter den Uferdämmen befinden.

    Alluvialböden bestehen aus Schluff.

    Lösung

    Wenn Flüsse natürlich fließen und nicht vom Menschen kanalisiert oder mit künstlichen Dämmen umrandet wurden, dann treten sie regelmäßig über die Ufer. Dies passiert vor allem nach Regenzeiten.

    Sobald der Fluss das schmale Flussbett verlässt und über die Ufer tritt, verliert er viel Transportenergie und beginnt zu sedimentieren. Dadurch entstehen die fruchtbaren Alluvialböden, die auch im Deltabereich zu finden sind. Hier ist die Artenvielfalt sehr groß, aber auch Landwirtschaft, die an die regelmäßige Überflutung angepasst ist, kann hier gut funktionieren.

  • Vergleiche Flussauen und Uferdämme miteinander.

    Tipps

    Da der Uferdamm in unmittelbarer Nähe zum Flusslauf liegt, wird er auch häufiger überflutet.

    Je näher man in Flussnähe kommt, desto gröber werden die abgelagerten Materialien.

    Lösung

    Genau genommen sind Uferdämme bereits Teil der sehr weitläufigen Auenlandschaften. An den unmittelbaren Ufern des Flusses wird jedoch sehr viel häufiger sedimentiert als an den Auen insgesamt. Dies hängt damit zusammen, dass Flüsse, sobald sie über die Ufer treten, sehr schnell sehr viel Transportenergie verlieren und daher auch viel sedimentieren. Gerade die schweren Bestandteile werden als Erstes abgelagert. Daher haben Uferdämme auch eine andere Zusammensetzung als die Auen.

  • Kennzeichne die unterschiedlichen Arten eines Deltas.

    Tipps

    Ein Flügeldelta entsteht an einer geraden Küstenlinie.

    Das Bogendelta sieht mit seinen vielen Verzweigungen aus wie ein Fächer.

    Das Fingerdelta findet man beispielsweise an einem Fluss in den USA.

    Lösung

    Flussdeltas sind typische Sedimentationsformen. Sie entstehen, da die Flüsse beim Eintritt in das Meer stark abgebremst werden und ihre Transportkraft verlieren. So lagern sich die fruchtbaren Sedimente ab und formen das Delta. Je nachdem, wie die Landschaft um die Flussmündung geprägt ist, bilden sich unterschiedliche Deltas heraus. Würde der Meeresspiegel nicht ansteigen, würden Deltas immer weiter ins Meer hineinwachsen und somit über lange Zeiträume immer mehr fruchtbaren Boden bilden.

  • Beschreibe ein Delta.

    Tipps

    Deltas entstehen durch Sedimentation, also durch Ablagerung von Material.

    Lösung

    Deltas entstehen dort, wo Flüsse auf das Meer treffen. Daher wird hier auch viel Material abgelagert, also sedimentiert. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist das Nildelta. Das Flussdelta des Nils in Ägypten zeigt, wie wertvoll diese Landschaftsform sein kann. Vor allem aufgrund der fruchtbaren Böden im Deltabereich konnte sich die ägyptische Hochkultur herausbilden. Die Versorgung mit Lebensmitteln war aufgrund der guten Böden für große Teile der Bevölkerung sichergestellt.

  • Zeige den Interessenkonflikt um Alluvialböden auf.

    Tipps

    Höhere Dämme dienen in der Landwirtschaft häufig dazu, die bewirtschafteten Felder in Flussnähe trocken zu halten.

    Reiseleiter und Umweltschützer haben häufig das gemeinsame Interesse, die Schönheit der Natur zu erhalten. Der Reiseleiter für Touristen, der Umweltschützer für Flora und Fauna.

    Lösung

    Den Interessenkonflikt zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Umweltschutz gibt es an vielen Orten dieser Erde. In Europa ist es jedoch mittlerweile so, dass es kaum noch richtige Auenlandschaften und mäandernde Flüsse gibt. Zugunsten wirtschaftlicher Faktoren wurde der Umweltschutz, vor allem im 19. und 20. Jahrhundert, stark vernachlässigt. Viele Flüsse wurden eingedämmt, um Ackerland zu gewinnen und die Begradigung der Flussläufe diente dazu, die Wasserwege besser befahrbar zu machen.

    Mit dem heute gewachsenen Bewusstsein für mehr Umweltschutz werden diese Maßnahmen, dort wo es möglich ist und niemand gefährdet wird, auch wieder zurückgenommen. Doch eine dichte Besiedlung der Flussufer macht das an den meisten Stellen unmöglich.

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