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Entstehung von Schluchten 03:33 min

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Transkript Entstehung von Schluchten

Wie viel Kraft besitzt fließendes Wasser? Der Colorado River im amerikanischen Bundesstaat Arizona kann dir einen Eindruck davon vermitteln. Er hat dieses schmale, steilwandige Tal erschaffen, eine Schlucht. Diese Schlucht ist stellenweise unglaubliche 2 Kilometer tief. Sie trägt den Namen Grand Canyon. Wenn fließendes Wasser Boden und Gestein aus dem Flussbett und vom Ufer wegtransportiert, nennt man das Abtragung oder auch Erosion. Abtragung ist eine von drei Prozessen, durch die ein Naturphänomen wie der Grand Canyon entsteht. Der Colorado River hat Millionen von Jahren gebraucht, um den Fels abzutragen – ein Vorgang, der noch immer stattfindet. Nach der Abtragung folgt der Transport. Dabei bewegen sich Boden und Gestein flussabwärts. Das abgetragene Material nennt man die Flussfracht. Diese Flussfracht bewegt sich auf verschiedene Arten. Leichtes Material wird vom Wasser mitgeschwemmt. Schwerere Steine hüpfen und prallen am Flussbett entlang und noch größere Steine rollen, wobei sie Ufer und Flussbett noch weiter abtragen. Als Nächstes folgt die Ablagerung. Am Mittel- und Unterlauf eines Flusses fließt das Wasser langsamer. Es besitzt weniger Energie und so beginnt die Flussfracht, sich abzulagern. Der Vorgang nennt sich Ablagerung oder Sedimentierung und die abgelagerte Flussfracht nennt man Sedimente. Die Sedimente lagern sich an der Innenseite von Flussbiegungen ab, wo das Wasser langsamer fließt. Und wenn ein Fluss auf der einen Seite einer Biegung Material ablagert, trägt er es auf der anderen Seite ab, wodurch die Biegung stärker wird. Solche Biegungen nennt man Mäander. Von tiefen Schluchten bis hin zu sich windenden Mäandern können Flüsse wie der Colorado das Aussehen einer Landschaft dramatisch verändern.