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Der Grand Canyon 03:44 min

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Transkript Der Grand Canyon

Von Salt Lake City aus fahren wir in Richtung Süden, vorbei am Monument Valley, dem Antelope Canyon und dem Horseshoe Bend in Richtung Grand Canyon. Etwa zwölf Stunden sind wir unterwegs, um eines der größten und wohl bekanntesten Naturwunder der Welt zu Gesicht zu bekommen. Der Grand Canyon ist etwa 450 Kilometer lang. An seiner breitesten Stelle liegen der Nord- und der Südrand 30 Kilometer auseinander. Und 1800 Meter geht es in die Tiefe, bis zum Grund. Über die Entstehung dieser gewaltigen Schlucht gibt es verschiedene Theorien. Fest steht, dass der Colorado River maßgeblich an der Formung beteiligt war. "Der Colorado entspringt in über 4000 Metern Höhe im Rocky Mountain Nationalpark. Das Wasser strömt herab, der Schwerkraft folgend, und schneidet sich durch die Schichten. Die meisten Geologen sind sich einig, dass dieser Prozess vor etwa sechs Millionen Jahren begonnen hat." Die Gesteine sind allerdings deutlich älter als der Grand Canyon, die ältesten findet man am Grund der Schlucht. Sie entstanden in der Erdurzeit, vor knapp zwei Milliarden Jahren. Der Grand Canyon ist aber nicht nur geologisch höchst interessant, auch die Vegetation ist sehr vielfältig. In den höheren Lagen ist es kühl, vor allem Nadelbäume sind hier heimisch. Je weiter man in den Canyon absteigt, desto weniger Bäume gibt es. Hier wachsen vor allem Büsche. Tief unten im Canyon ist es so trocken, dass kaum noch Vegetation vorhanden ist. Der Grand Canyon ist ein begehrtes Reiseziel für Touristen aus aller Welt, jedes Jahr kommen etwa vier Millionen Besucher hierher, um das Naturwunder zu bestaunen. "Als ich gestern den Canyon zum ersten Mal sah, war ich sehr ergriffen. Ich konnte die Schönheit, Erhabenheit und Größe kaum fassen. Und seit einem Hubschrauberrundflug heute Morgen kommt er mir noch größer vor als gestern." Eine besondere Attraktion ist der Grand Canyon Skywalk. Wagemutige können hier auf einer Glasplatte über dem Abgrund spazieren. Der Skywalk gehört aber nicht zum staatlichen Nationalpark, er befindet sich auf dem Gebiet der Hualapai-Indianer und ist privat organisiert. Nicht nur den Indianern verschafft der Fremdenverkehr ein Einkommen, auch die Gemeinden um den Grand Canyon profitieren. Seligman liegt direkt an der historischen Route 66, der alten Ost-West-Verbindung durch die USA. Der Ort versprüht den Charme der 1950er Jahre und ein Abstecher hierher ist Pflicht. Durch den Bau des neuen Interstate-Highways wurde die Route 66 jedoch vom Durchgangsverkehr abgeschnitten, die Einnahmen blieben daraufhin aus. Heute hilft der Tourismus der Stadt zu überleben.