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Erdgeschichte Deutschland- Tertiär unruhige Erde 02:06 min

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Transkript Erdgeschichte Deutschland- Tertiär unruhige Erde

Zu Beginn der Erdneuzeit, im Tertiär, vor rund 65 Millionen Jahren, geriet die Erdkruste in Bewegung. Von Süden her hob sich das Land aus dem Meer. Ursache dafür war die beginnende Hebung der Alpen. Dabei wurden Gesteinsschichten aus einem Meer im Süden von dort, wo heute Afrika liegt, weit nach Norden verfrachtet, übereinander geschoben und verfaltet. So findet man heute versteinerte Meerestiere selbst auf den höchsten Gipfeln. Die Gebirgsbildung der Alpen wirkte sich weit nach Norden aus. Zwischen Donau und Main wurden auch die Gesteinsschichten des Erdmittelalters herausgehoben. Verwitterung und Abtragung formten sie zum süddeutschen Schichtstufenland. Als die Alpenfront das heutige Deutschland erreichte, tat sich ein Riss quer durch Mitteleuropa auf. Der Oberrheingraben brach ein und füllte sich vorübergehend mit Wasser. Bis in die jüngste geologische Vergangenheit blieb dieser Grabenbruch eine Unruhezone. Der Kaiserstuhl, ein erloschener Vulkan, liegt an seinem Rand. Auch an zahlreichen anderen Stellen Mitteleuropas brachen Vulkane durch die Erdkruste. Im Hegau und der Schwäbischen Alb, in der Eifel und im Siebengebirge, im Westerwald und am Vogelsberg, in der Rhön, im Fichtelgebirge und am Rand des Erzgebirges. Ein eindrucksvolles Zeugnis des tertiären Vulkanismus finden wir an der Burg Stolpen in Sachsen. Das Fundament der Festung bilden dicht aneinander gepackte Basaltsäulen, entstanden aus heißer Lava, die beim Erkalten zu regelmäßigen fünf- und sechseckigen Säulen erstarrt ist.