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Klima 03:30 min

Textversion des Videos

Transkript Klima

Vom strahlenden Sonnenschein in Sydney bis zum strömenden Regen in Delhi: Der Begriff „Wetter“ beschreibt den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Das Wetter kann sich schnell verändern und es ist schwierig, es vorauszusagen. Wetter ist etwas anderes als Klima. Der Begriff „Klima“ beschreibt den statistischen Durchschnitt des Zustands der Atmosphäre in einer bestimmten Region, über einen langen Zeitraum gemessen. Das Klima von Sydney in Australien ist zum Beispiel geprägt von warmen Sommern und kühlen Wintern und über das Jahr verteilten Regenfällen. Während das Klima im über 10.000 Kilometer entfernten Neu Delhi, der Hauptstadt Indiens, geprägt ist von heißem Sonnenschein im Großteil des Jahres und einem Zeitraum starker Regenfälle gegen Ende des Sommers. Während sich also das Wetter an einem einzigen Tag immer wieder ändern kann, ändert sich das Klima nur langsam im Verlauf von Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden. Unterschiedliche Regionen auf der Welt besitzen unterschiedliche Klimata. Man spricht auch von Klimazonen. Die wichtigsten Klimazonen sind die Tropen, die gemäßigte Zone, die Subtropen, die Subpolare Zone und die Polarzone. Das Klima jeder Zone beeinflusst die Pflanzen und Tiere, die dort leben. In der Polarzone herrschen niedrige Temperaturen und es gibt nur wenig Niederschlag, perfekt geeignet für Pinguine. Bäume und Frösche in den Tropen können sich das ganze Jahr über auf hohe Temperaturen und große Regenmengen verlassen. Die Subtropen wiederum bieten Wüstenbewohnern wie etwa Eidechsen all die Sonne, die sie benötigen, um ihre Körper zu wärmen. Das Klima in einer Region kann dir einen Anhaltspunkt liefern, welches Wetter dort zu einer bestimmten Zeit im Jahr zu erwarten ist. Das ist zum Beispiel sehr praktisch für die Urlaubsplanung und kann darüber entscheiden, ob man eher in der Sonne badet oder doch im Regen steht.

Klima Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Klima kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme den Unterschied zwischen den Begriffen Wetter und Klima.

    Tipps

    Das Klima ist im Gegensatz zum Wetter beständig.

    Lösung

    Auch wenn das Wetter und das Klima sich mit dem gleichen Phänomen beschäftigen, sind sie doch nicht gleich. Merke dir daher, dass sich das Wetter schnell verändern kann. An einem Tag kann so zum Beispiel die Sonne scheinen und später strömender Regen herrschen. Das Wetter ist daher schwer zu bestimmen. Das Klima hingegen bezieht sich auf einen statistischen Durchschnittswert in einer bestimmten Region auf der Welt. Sicher hast du in diesem Zusammenhang schon einmal von den Klimazonen gehört. Die Tropen zeichnen sich zum Beispiel durch ihr feucht-heißes Klima aus, während es in den Polarzonen stets kalt ist.

  • Bestimme die geografische Lage der Klimazonen.

    Tipps

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Der Amazonas Regenwald liegt in Brasilien. In welcher Klimazone liegen dann wohl weite Gebiete Südamerikas?

    Lösung

    Ein Gebiet mit gleichartigem Klima, das sich in einer Art Gürtel um die Erde erstreckt, wird als Klimazone bezeichnet. In jeder Klimazone ist es dabei unterschiedlich warm, da die Sonnenstrahlen nicht überall mit der gleichen Intensität auf die Erdoberfläche fallen. Das hängt mit dem Neigungswinkel der Sonne zusammen. Generell kannst du dir merken, dass rund um den Äquator, der tropischen Zone, ein feucht-warmes Klima herrscht. Über die Subtropen und die gemäßigte Zone wird es dann langsam immer kühler, bis du im ewigen Eis in der polaren Zone rund um den Nord- und Südpol landest.

  • Arbeite die Auswirkungen des Klimawandels heraus.

    Tipps

    Unter einer Erosion versteht man eine zerstörende Wirkung von fließendem Wasser.

    Achte darauf, dass beide Teile einen korrekten Satz bilden.

    Lösung

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind in jeder Weltregion zu spüren und haben daher Auswirkungen auf alle Klimazonen. Für Europa nehmen Forscher an, dass der Klimawandel insbesondere in Süd- und Mitteleuropa zu Hitzewellen, Waldbränden und Dürren führen kann. In Nordeuropa könnte es hingegen noch feuchter werden und winterliche Überschwemmungen könnten noch häufiger auftreten. Deswegen investieren die Städte in Küstennähe besonders viel Geld in Staudämme, um so die Einwohner vor Überflutungen zu schützen. Doch insbesondere die Entwicklungsländer werden vom Klimawandel voraussichtlich am stärksten betroffen sein, da die dort lebenden Menschen stark von ihrer natürlichen Umwelt abhängig sind. Ernteausfälle durch schwere Unwetter könnten hier Hungerkatastrophen provozieren.

  • Bestimme die Charakteristika der jeweiligen Klimazone.

    Tipps

    Statt Tundra kann man auch Kältesteppe sagen.

    Lösung

    Folgendes solltest du über die fünf großen Klimazonen wissen:

    1.) Die polare Zone, die über die Arktis bis hin zur nördlichen und südlichen Halbkugel der Erde reicht, wird auch als Kältewüste bezeichnet. Hier gibt es nur eine geringe Sonneneinstrahlung, weswegen auch keine Photosyntheseprozesse ablaufen können. Eine Vegetation gibt es demnach in der polaren Zone nicht.

    2.) Die subpolare Zone grenzt an die polare und gemäßigte Klimazone. Sie zeichnet sich durch ihre langen Winter mit geringem Niederschlag aus. Die Durchschnittstemperatur in der subpolaren Zone ist zwar etwas höher als in der polaren Zone, doch liegt sie meist auch hier unter null Grad Celsius. Deswegen wachsen hier auch nur kleinere Gräser und Flechten.

    3.) Deutschland liegt in der gemäßigten Zone. Die gemäßigte Zone zeichnet sich durch ihre Jahreszeiten aus. Aufgrund ihrer großen Ausdehnung lässt sich die gemäßigte Zone in eine warmgemäßigte und eine kaltgemäßigte Zone unterteilen.

    4.) Die subtropische Zone liegt zwischen der gemäßigten und der tropischen Zone. Hier gibt es tropische Sommer und kühle, nicht tropische Winter. Auch die Subtropen lassen sich wie die gemäßigten Zonen in weitere Klimazonen unterteilen: die trockenen, winterfeuchten und immerfeuchten Subtropen.

    5.) Die Tropen erstrecken sich rund um den Äquator. Sie zeichnen sich durch tageszeitliche Temperaturschwankungen zwischen 0° und 40° Grad aus. Wegen ihrer täglichen Regenschauer werden die Tropen auch immerfeucht genannt.

  • Gib an, in welcher Klimazone die jeweiligen Tierarten zu finden sind.

    Tipps

    Deutschland liegt in der gemäßigten Zone. Welche Tierarten kennst du, die hier leben?

    Die Wüstenbewohner der Subtropen sind so unterschiedlich wie ihre Landschaften. Bestimmt kennst du das berühmte australische Wüstentier, aber auch die Tierart, die in den dichten Wäldern Chinas lebt!

    Lösung

    Tiere und Pflanzenarten brauchen unterschiedliche Temperaturen, um überleben zu können. So wirst du zum Beispiel einen Pinguin, der an kalte Temperaturen gewöhnt ist, nicht in den Tropen finden. Denn in den Polarzonen wird es selbst im Sommer selten wärmer als 10 Grad Celsius. Hohe Temperaturen benötigen hingegen Papageien, aber auch Schildkröten. Wenn du diese Tierarten im Zoo besuchst, findest du sie meistens im Tropenhaus. Hier herrschen sehr warme Temperaturen. In den Subtropen findest du nicht nur typische Wüstenbewohner wie Kamele oder Eidechsen. In den dichten Wäldern Chinas haben Pandas ihren Lebensraum und die Wüste Australiens wird von Kängurus bevölkert. Wusstest du, dass in der gemäßigten Zone fast zwei Drittel der Erdbevölkerung leben? Darunter befinden sich auch unsere heimischen Tierarten der Füchse, Eichhörnchen, Igel und Kaninchen.

  • Bestimme die Klimazonen der Erde.

    Tipps

    Europa liegt in der gemäßigten Klimazone. Das Klima nimmt hier vom Westen nach Osten ab. Wo liegt dann wohl die warmgemäßigte und wo die kaltgemäßigte Zone?

    Lösung

    Für die Ausprägung der Klimazonen sind neben der Sonneneinstrahlung auch die Meeresströmungen und Winde ausschlaggebend. Denn sie transportieren Wärme. Doch auch die Höhenlage sowie die Verteilung von Land und Meer sind entscheidend dafür, wie warm oder kalt es in einer Klimazone ist.