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Der tropische Regenwald 08:06 min

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Transkript Der tropische Regenwald

Hallo, auf einem Hektar Land können mehrere 100 Baumarten wachsen. Ein einziger Baum ist Lebensraum für Dutzende von Aufsitzerpflanzen und Hunderte von Tierarten. Der tropische Regenwald: Dies sind die Zentren der Artenvielfalt auf unserer Erde. Nur ca. 7 Prozent der Landoberfläche bieten Lebensraum für die Hälfte der auf der Erde vertretenen Tier- und Pflanzenarten. Der tropische Regenwald ist eine Vegetationsform, die nur in der immerfeuchten tropischen Klimazone vorkommt. Die Wälder kommen in Süd- und Mittelamerika, Afrika, Südasien und Australien vor. Um das Video ein bisschen übersichtlicher zu machen, habe ich es in Unterpunkte gegliedert, allerdings kann man nicht alle Aspekte des tropischen Regenwaldes hier thematisieren. In meinem 1. Punkt erzähle ich etwas über die Ökologie, dann folgt ein Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt. Zuletzt gehe ich noch kurz auf die Gefährdung ein und was für ein Ausmaß diese auf die Welt hat. Das charakteristische Klima kann man als feucht und warm beschreiben. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr bei etwa 25 Grad Celsius. Die Sonne steht mittags sehr hoch am Himmel, wodurch sie eine enorme Verdunstungskraft entwickelt; dadurch regnet es sehr viel. Die Sonne erwärmt die feuchte Luft und diese steigt auf, kühlt wieder ab und bei diesem Prozess wird die überschüssige Feuchtigkeit in Form von Regen abgegeben. So entsteht das feuchte und heiße Klima. Jahreszeiten, wie wir sie kennen, gibt es nicht. Frühling, Sommer, Herbst und Winter existieren nicht, denn die täglichen Temperaturschwankungen übertreffen die jährliche. Als Diagramm hab ich euch das mal dargestellt. Es gibt auch, trotz der ganzjährigen Feuchtigkeit, Regenzeiten im Frühjahr und im Herbst. Durch die starken Regenfälle gehen sehr viele große Ströme durch den tropischen Regenwald, wie in Brasilien der Amazonas. Der tropische Regenwald ist durch sein gleichbleibendes Klima immergrün. Es herrscht ein sogenannter Stockwerkbau, welcher sich vom Wurzelwerk, den bodennahen Krautschichten über das bis zu 5 Meter hohe Buschwerk bis zu den dichten 40 Meter hohen Baumkronedächern erstreckt. Vereinzelt gibt es noch größere Bäume. In jedem Stockwerk herrschen eigene ökologische Bedingungen, sodass sich in den verschiedenen Höhen extrem viele und spezialisierte Tier- und Pflanzenarten entwickelt haben. Durch die ganzjährige Vegetationszeit ohne Jahreszeiten gibt es einen fast perfekten Stoffkreislauf. Sämtliche ehemals im Boden vorhandenen Nährstoffe werden in die lebenden Biomassen, Pflanzen und Tiere überliefert. Die Wälder stehen meist auf uralten Böden. Durch Mykorrhizapflanzen, die mit den Bäumen eine Symbiose eingehen, können diese trotzdem Mineralien aufnehmen. Die Tiere fressen die Pflanzen und tote Biomasse wird durch das Klima schnell wieder dem Nährstoffkreislauf zugeführt. Die Wurzeln sind relativ dich unter dem Boden, um diese Nährstoffe wieder aufzunehmen. Die Tier- und Pflanzenwelt stellt die größte Artenvielfalt auf der Welt dar. Die Voraussetzungen hierfür sind Feuchtigkeit und Temperatur, die ich schon erklärt habe. Den Stockwerkbau habe ich auch schon erwähnt und werde nun genauer auf ihn eingehen. Die Pflanzen stehen extrem dicht nebeneinander, aber sie weisen auch eine charakteristische vertikale Staffelung auf. Diese Stufen gehen fließend ineinander über und müssen daher in Verbindung zueinander gesehen werden. In der Bodenschicht befinden sich die Wurzeln der Pflanzen, außerdem eine Humusschicht, die der Lebensraum für Kleinlebewesen wie Algen, Bakterien und Pilzen ist. Pflanzen, die wenig Licht benötigen, wie Moose und Farne, bedecken den Boden und bilden die Krautschicht. Bis zu 5 Meter geht die Strauchschicht, zu der neben Sträuchern und Büschen auch kleinere Bäume gehören. Ausschließlich die Baum- oder Kronenschicht ragt mit ihrem Dach bis zu 40 Meter in die Höhe. Überständer oder auch Baumriesen können sogar bis zu 60 Meter in die Höhe ragen. Unter den Tieren nehmen Ameisen und Termiten eine besondere Rolle ein, denn mithilfe von Symbionten wandeln sie pflanzliche Biomasse in tierisches Eiweiß um. So haben sie eine Zwischenrolle zwischen Produzenten und Konsumenten. Dadurch, dass im tropischen Regenwald die Produktion von Biomasse höher ist als sonst irgendwo auf dem Land, ist der Sauerstoffkreislauf nicht so abhängig von nährstoffreichen Böden. Vor allem in den Baumkronen ist also ein Stoffkreislauf vorhanden, wodurch sich die Artenvielfalt in diesem Bereich konzentriert. Vor allem Lianen, Schlingpflanzen und Epiphyten, sogenannte Aufsitzer, prägen das Bild des tropischen Regenwaldes. Auf einem einzigen Baum können bis zu 80 Aufsitzer zu finden sein. In der Tierwelt findet man vor allem Arthropoden, Gliederfüßler sowie Spinnentiere, Insekten und Krebstiere. Säugetiere stellen eher nur eine kleine Gruppe dar. Das größte Tier im Regenwald ist der Waldelefant, trotzdem ist er kleiner als seine Artgenossen in der Steppe. Reptilien sind auch in großer Anzahl vertreten, außerdem können sie eine beachtliche Größe erreichen, so wie die Krokodile und die Anaconda in Südamerika. Reptilien und Amphibien sind außerdem zum Teil sehr giftig, so wie die Schlangen und die Pfeilgiftfrösche. Die Vögel sind meistens sehr, sehr farbenreich. Aus dem Bild des Regenwaldes sind Primaten nicht wegzudenken, so wie Orang-Utans, Gorillas oder Schimpansen. Der letzte Punkt ist die Gefährdung des tropischen Regenwaldes durch Rodung. Menschen roden schon sehr lange Wälder ab, um den Boden für anderes zu nutzen; zum Beispiel als Weidefläche, Wohnfläche, Verkehrswege und Ackerflächen. Beim Roden werden die Bäume und Sträucher mitsamt den Wurzeln entfernt. In diesem Beispiel wird die Fläche, die durch die Rodung entsteht, zum Anbau von Nutzpflanzen genutzt, um beispielsweise Biokraftstoffe zu gewinnen. Das Holz wird vielfältig weiterverarbeitet. Mit Brandrodung wird zwar das Land für einige Jahre fruchtbar gemacht, durch die Asche allerdings nicht lange, weswegen die Menschen weiterziehen und mehr Regenwald roden müssen. Der Verlust der Bäume hat Auswirkungen auf das lokale Klima. Bäume verdunsten Wasser und unterstützen die Wolkenbildung, wodurch die Sonne nicht direkt auf die Erde scheint. Wenn die Bäume weiter gerodet werden, werden nicht mehr genug Wolken gebildet, die Feuchtigkeit nimmt ab und die Hitze steigt. Der globale Effekt auf das Klima ist auch verheerend. Bäume nehmen Kohlendioxid auf und speichern es. Wenn ein Wald gerodet wird, dann wird das Treibhausgas CO2 entweder sofort freigesetzt durch Brandrodung oder zu einem späteren Zeitpunkt freigesetzt. Das war ein kleiner Einblick in das Ökosystem des tropischen Regenwaldes. Ich hoffe, ihr hattet Spaß und habt etwas gelernt. Bis zum nächsten Mal.

15 Kommentare
  1. war gut :)

    Von Jörg S., vor 10 Monaten
  2. Hallo Samy S.,
    schau dir ab 4:00 das Video noch mal an.
    Im folgenden Video ab 3:00 wird auch der Stockwerkbau vorgestellt: https://www.sofatutor.com/biologie/videos/oekosystem-regenwald
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 11 Monaten
  3. was ist aber der stockwerkbau mit namen

    Von Samy S., vor 11 Monaten
  4. Hallo Michael W.,
    in vielen Themen überschneiden sich die Schulfächer - so auch die Wissenschaften der Biologie und Geographie. Daher gibt es die Forschungsrichtung der Biogeographie, die Aspekte beider Wissensschaften kombiniert.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 11 Monaten
  5. Müsste das nicht bei Erdkunde statt Biologie sein

    Von Michael W., vor 11 Monaten
  1. Sehr gut !!!!
    Ich hätte allerdings gerne noch etwas detailliertere Informationen ;)

    Von Adrian Sutter, vor mehr als 2 Jahren
  2. Gut aber hat nicht ganz geholfen

    Von Ahmet Azize, vor etwa 3 Jahren
  3. kleiner tipp
    baumriesen können bis zu 70 oder sogar 100 m groß werden :)

    Von Jasmin S, vor fast 4 Jahren
  4. Super hab ne 2 inder arbeit bekommen :)

    Von Vbauzhadze, vor fast 5 Jahren
  5. Gutgemacht, leider immer noch nicht das gefunden was ich gesucht habe aber trotzdem sehr gut erklärt.

    Von Svea Patzelt, vor mehr als 5 Jahren
  6. Ist sehr gut,hat mir viel geholfen danke

    Von Deleted User 111177, vor mehr als 5 Jahren
  7. gut

    Von Simow, vor mehr als 5 Jahren
  8. ist gut gemacht

    Von Arminjochum, vor fast 6 Jahren
  9. ist gut gemacht

    Von Arminjochum, vor fast 6 Jahren
  10. ist gut gemacht

    Von Abdulhaye, vor fast 6 Jahren
Mehr Kommentare

Der tropische Regenwald Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der tropische Regenwald kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme den Aufbau des Regenwaldes.

    Tipps

    Diese Pflanze ist in der Krautschicht zu finden.

    Lösung

    Der Regenwald ist immergrün. Es herrscht der Stockwerkbau, wie wir ihn auch schon von unseren Wäldern kennen.

    Dieser Aufbau beginnt im Boden mit der Wurzelschicht. In der Krautschicht wachsen viele Moose und Farne. In der Buschschicht wachsen bis zu 5 m hohe Büsche und kleine Bäume. In der Baumschicht wachsen Bäume, die bis zu 40 m hoch werden können. Die Schichten sind alle miteinander verbunden.

  • Benenne Tiere verschiedener Lebensräume.

    Tipps

    Auf einer Safari kann man die „Big Five“ oft sehen. Dazu zählt auch der Löwe.

    Lösung

    Wer schon einmal eine Safari in Afrika gemacht hat, hat bestimmt die „Big Five“ gesehen. Damit sind Büffel, Elefanten, Nashörner, Löwen und Leoparden gemeint. Die Zebras findet man auch in Afrika. Sie werden auch als Pferde Afrikas bezeichnet.

    Den Orang-Utan, Schimpansen, Gorilla und Pfeilgiftfrosch findet man im Regenwald. Auch die Anakonda gehört zu den Tieren, die im Regenwald zu Hause sind.

  • Beschreibe die Entstehung des feuchtwarmen Klimas.

    Tipps

    Viel Regen fällt vor allem im Frühjahr und Herbst.

    Lösung

    Im tropischen Regenwald herrscht ein feuchtwarmes Klima. Die Temperatur liegt das ganze Jahr bei ca. 25°C.

    Da die Sonne sehr hoch am Himmel steht, ist die Verdunstungskraft sehr hoch. Die Sonne erwärmt die feuchte Luft und diese steigt auf. In höheren Lagen kühlt sich die Luft wieder ab und die überschüssige Feuchtigkeit wird als Regen abgegeben. Die Hauptregenzeiten sind im Frühjahr und Herbst.

  • Erkläre die Symbiose zwischen Blattschneideameisen und Pilzen.

    Tipps

    Die Ameisen werden auch als Sonnenschirm-Ameisen bezeichnet, weil sie die Blattstücke über ihren Köpfen tragen.

    Lösung

    Wenn du schon einmal eine Dokumentation über den Regenwald gesehen hast, sind dir sicherlich die Ameisen aufgefallen, die große Blattstücke in ihren Bau tragen.

    Dabei fressen sie die Blätter gar nicht, sie zerkauen sie bloß und sorgen dafür, dass sich auf diesem Brei ein Pilz ansiedelt. Von diesem ernähren sie sich dann. Auch der Pilz hat einen Nutzen davon. Er wird somit verbreitet und geschützt. Es wird vermutet, dass Ameisen an ihren Beinen Bakterien tragen, die unerwünschte Sporen gleich abtöten.

    Diese Symbiose ist sehr eng. Der Pilz kann ohne die Ameisen nicht überleben und die Ameise nicht mehr ohne den Pilz.

  • Vergleiche Lianen und Misteln miteinander.

    Tipps

    Epiphyten sind Aufsitzerpflanzen.

    Lösung

    Lianen sind Kletterpflanzen. Sie wurzeln im Boden und klettern empor zum Licht. Du findest sie nicht nur im tropischen Regenwald. Zu ihnen zählen auch heimische Pflanzen wie das Efeu, die Waldrebe (Clematis) oder die wilde Weinrebe. Sie entziehen der Pflanze, an der sie wachsen, keine Nährstoffe. Es kann für die Trägerpflanze nur zu Lichtmangel kommen.

    Anders ist dies bei parasitischen Blütenpflanzen wie der Mistel. Sie entziehen dem Wirt Nährstoffe und Wasser. Daher werden sie als Halbschmarotzer bezeichnet. Vollschmarotzer sind Pflanzen, die zusätzlich keine eigene Fotosynthese betreiben, wie zum Beispiel die Kleeseide.

  • Erstelle eine mögliche Nahrungskette mit Tieren des Regenwaldes.

    Tipps

    Die Nahrungskette beginnt mit einem Produzenten. Zu den Produzenten zählen Pflanzen.

    Die Nahrungskette endet mit den Destruenten. Ein anderes Wort für Destruent ist Zersetzer.

    Lösung

    Eine Nahrungskette setzt sich immer aus Produzenten und Konsumenten zusammen.

    Die Produzenten sind Pflanzen des Regenwaldes. Die Konsumenten 1. Ordnung sind Pflanzenfresser, hier die Heuschrecke. Diese wird von Konsumenten 2. Ordnung, den Fleischfressern, gefressen zum Beispiel von einem Reptil. Dieses wiederum wird gefressen von einem Raubtier, wie dem Tiger. Wenn der Tiger stirbt wird die Biomasse von Destruenten verwertet. Sie bauen das organische Material in anorganische Stoffe ab.