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Die Aspektfolge im Wald 05:50 min

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Transkript Die Aspektfolge im Wald

Hallo! Mein Name ist Steffi. Heute beschäftigen wir uns mit der Aspektfolge im Wald. Ich erkläre dir welche zeitliche Rhythmik im Wald herrscht und du lernst die Fortpflanzungsstrategien der r-, und K-Strategen kennen. Fangen wir mit dem Begriff der „Aspektfolge“ an: Die Aspektfolge ist eine jahreszeitlich bedingte Veränderung im Erscheinungsbild einer Lebensgemeinschaft, wie der Wald eine ist. Schauen wir uns das genauer an: Im Vorfrühling wird der Waldboden durch die Sonnenstrahlen erwärmt. Das Sonnenlicht kann direkt auf den Waldboden gelangen, weil die Laubbäume noch keine Blätter tragen. In dieser Zeit wachsen vor allem die Frühblüher, wie das Buschwindröschen. Auch die Waldtiere werden langsam aktiv. Im Frühling erwacht das Leben. Es entwickeln sich Kräuter und Sträucher und das Laub an den Bäumen. Viele Tiere sind paarungsbereit und einige Vogelarten bauen ihre Nester, so wie die Amsel. Im Frühsommer ist das Laub vollständig entfaltet. An den Waldboden gelangt nun nicht mehr so viel Sonnenlicht. Die Baumkronen wirken wie ein Dach. Daher wachsen am Waldboden nun vermehrt Schattenpflanzen wie der Waldmeister, die mit wenig Licht gut auskommen. Viele Tierarten ziehen nun ihren Nachwuchs groß. Im Spätsommer setzt die Laubalterung ein und es kommt zur Frucht- und Samenbildung, so wie bei der Eiche oder den Nadelbäumen. Im Herbst fallen die Blätter zu Boden. Die Tiere suchen ihr Winterquartiere auf. Im Winter sind die meisten heimischen Laubbäume kahl. Viele Tiere befinden sich in der Winterruhe beziehungsweise Winterschlaf, so wie der Igel. Nun hast du einen Überblick über die jahreszeitlichen Veränderungen in einem Ökosystem erhalten. Kommen wir nun zu den verschiedenen Fortpflanzungsstrategien, die wir im Wald finden. Unter einer Fortpflanzungsstrategie versteht man eine Struktur oder Verhaltensweise, die das Überleben einer Population ermöglicht. Wir unterscheiden zwischen der r-, und K-Strategie bei Lebewesen. Betrachten wir zunächst die r-Strategie: Zu den r-Strategen zählen einjährige Pflanzen wie die Ringelblume. Diese Pflanzen investieren den Großteil ihrer Biomasse in Fortpflanzungsorgane wie die Blüten und Samen. Sie haben daher auch sehr viele Nachkommen. Da sie viel Energie in Fortpflanzungsprodukte investieren und nicht in Speicherorgane sind sie sehr kurzlebig. (4 Sek.) Zu den K-Strategen zählen mehrjährige Pflanzen wie der Wiesenkerpel. Diese Pflanzen investieren ihre Biomasse in Speicherorgane wie der Wurzel. Sie haben daher weniger Nachkommen, da sie mehr Energie in ihre Speicherorgane investieren und nicht in die Fortpflanzungsorgane sind sie langlebig und konkurrenzstark. Auch in der Tierwelt findest du r-, und K-Strategen. Sehr viele Nachkommen und wenig bis gar keine Brutpflege findest du zum Beispiel beim Grasfrosch. Wenige Nachkommen und eine intensive Brutpflege bei den Bären. Aber woher kommt der Name r- und K-Strategie? Der Buchstabe „r“ steht für „Reproduktionsrate“. Diese Lebewesen setzen auf eine hohe Reproduktionsrate. Der Buchstabe „K“ steht für „Kapazität“. Gemeint ist die Umweltkapazität. Diese Lebewesen bewegen sich mit ihrer Nachkommenszahl immer in der Nähe der Umweltkapazität. Sie haben also so viele Nachkomme wie für den Lebensraum tragbar ist. Fassen wir noch einmal zusammen: Eine Aspektfolge ist eine jahreszeitlich bedingte Veränderung im Erscheinungsbild einer Lebensgemeinschaft, wie der Wald eine ist. Bei den Fortpflanzungsstrategien unterscheiden wir zwischen r-, und K-Strategien. Die r-Strategen investieren in die Fortpflanzungsorgane, haben viele Nachkommen und sind kurzlebig. Die K-Strategen investieren in die Speicherorgane, haben weniger Nachkommen und sind langlebig. Tschüss und bis bald!

1 Kommentar
  1. Super Video

    Von Jana2004, vor etwa 3 Jahren