30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Sukzession im Wald 07:04 min

Textversion des Videos

Transkript Sukzession im Wald

Hallo! Mein Name ist Steffi. Heute beschäftigen wir uns mit dem Thema Sukzession am Beispiel Wald. Zu Beginn erkläre ich dir, was man unter der Sukzession versteht. Am Beispiel des Kahlschlags im Wald erkläre ich dir die verschiedenen Stadien der Sukzession. Außerdem lernst du den Begriff „Wald-Mosaik“ kennen. Eine Sukzession kann man auch zuhause in einem Becherglas beobachten. Eine bewährte Methode ist der Heuaufguss. Ich werde dir in diesem Video erklären, wie das genau funktioniert. Zunächst einmal: Was versteht man unter Sukzession? Der Begriff kommt von dem lateinischen Wort successio und bedeutet Nachfolge. Eine Sukzession ist eine typische zeitliche Abfolge von Pflanzen- und Tiergesellschaften an einem Standort. Wir unterscheiden zwischen primärer Sukzession und sekundärer Sukzession. Bei einer primären Sukzession handelt es sich um eine Erstbesiedlung eines neuen Lebensraums, zum Beispiel, wenn ein neu entstandenes Gewässer von Pflanzen und Tieren besiedelt wird. Die Sekundärsukzession ist ein Wiederherstellungsprozess. Hierbei handelt es sich um eine Wiederbesiedlung eines Gebietes, welches entweder durch natürliche Faktoren wie Feuer oder durch menschliche Eingriffe wie das Abholzen von Wäldern entstanden ist. Wie diese Besiedlung stattfindet, erkläre ich dir nun. Ich möchte dir nun die einzelnen Stadien einer Sukzession am Beispiel eines Kahlschlags erklären. Wenn wir ein abgeholztes Waldstück sich selbst überlassen, wachsen in diesem Brachland zunächst sogenannte Pionierpflanzen. Pionierarten sind Pflanzen, die auf neuen und noch vegetationsfreien Gebieten wachsen. In unserem Beispiel siedeln sich zu Beginn Kräuter an wie Brennnesseln, Farn und verschiedene Grasarten. Diese erste Pflanzengesellschaft, die sich gebildet hat, nennt man Kraut- und Grasflurvegetation. Wie wir sehen, besteht diese Vegetation hauptsächlich aus sogenannten r-Strategen, die klein und konkurrenzschwach sind. Unter r-Strategie versteht man eine Fortpflanzungsstrategie. R-Strategen sind Arten, die eine hohe Nachkommenszahl aufweisen und meist klein und kurzlebig sind. Dieses Stadium nennt man Initialstadium. Mit der Zeit, so nach zehn Jahren, werden diese Pflanzen von höherwüchsigen und konkurrenzstärkeren Arten verdrängt. Es siedeln sich nun verschiedene Sträucher an wie der Holunder und die Brombeere. Diese Pflanzengesellschaft nennt man Gebüschvegetation. Nach 10 bis 20 Jahren wachsen dort Bäume wie Birken und Kiefern. Diese Stadien nennt man Folgestadien. Der Wald wächst mit der Zeit weiter heran und so setzen sich nach 20 bis 100 Jahren große Baumarten durch wie die Buche und Eiche. Diese Arten gehören zu den sogenannten k-Strategen. Diese weisen eine geringe Nachkommenszahl auf und sind hochwachsend und langlebig. Der Wald hat nun sein Endstadium, auch Klimaxstadium genannt, erreicht. In diesem Stadium sind die pflanzlichen und tierischen Populationen sehr stark vernetzt. Es hat sich ein stabiles Ökosystem gebildet. Der Wald befindet sich in einem biologischen Fließgleichgewicht. Es halten sich Auf- und Abbauvorgänge die Waage. Nun möchte ich dir erklären, was man unter einem Wald-Mosaik versteht. Der beschriebene Sukzessionsverlauf ist natürlich sehr vereinfacht dargestellt, denn der Klimaxwald verändert sich im Laufe der Zeit weiter. Bäume sterben ab oder kippen bei starkem Wind um. Es entstehen kleine Lichtungen, auf denen wieder die Sukzession von vorn beginnt. Das bedeutet, es siedeln sich dort wieder verschiedene Gräser an, dann Sträucher und so weiter. Du siehst also, innerhalb unseres Waldes entstehen immer wieder lokal kleine Neusukzessionen. Das erinnert an ein Mosaik. Eine Sukzession kann man auch zuhause in einem Becherglas beobachten. Eine bewährte Methode ist der Heuaufguss. Wie man das macht, zeige ich dir nun. Du brauchst dazu ein Becherglas, etwas Heu, ein Mikroskop, Bestimmungsbuch für Mikroorganismen und etwas Wasser aus einem Tümpel. Die Durchführung ist relativ einfach. Zunächst musst du einen Liter Wasser mit zwei Gramm Heu zum Kochen bringen. Dieses Gemisch in ein Becherglas füllen und nach ein bis zwei Tagen etwas Tümpelwasser zufügen. Nun kannst du, nach einer kurzen Stehzeit, mit dem Mikroskopieren beginnen. Mit dieser Methode kannst du die Abfolge von Organismen beobachten, die durch den Abbau der organischen Substanz entstehen. Folgende Organismen lassen sich beobachten: zunächst Geißeltierchen, dann Heutierchen, Pantoffeltierchen, Borstentierchen, Amöben und Glockentierchen. Beendet ist die Sukzession, wenn die organische Substanz aufgebraucht ist. Fassen wir nochmal zusammen: Eine Sukzession ist eine typische zeitliche Abfolge von Pflanzen- und Tiergesellschaften an einem Standort. Es wird unterschieden zwischen primärer und sekundärer Sukzession. Die Stadien der Sukzession lauten: Initialstadium, Folgestadium und Klimaxstadium. Tschüss und bis bald.

1 Kommentar
  1. gut erklärt
    weiter so
    mach doch noch andere fächer,und zeige es anderen tutoren zum lernen

    das wäre eine sukzession
    (:

    Von Write2karin, vor etwa 5 Jahren

Sukzession im Wald Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Sukzession im Wald kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere den Begriff Sukzession.

    Tipps

    Sukzession leitet sich vom lateinischen Wort „successio“ ab, das steht für Nachfolge.

    Lösung

    Das Wort Sukzession leitet sich vom lateinsichen Wort successio ab und bedeutet Nachfolge. Diese Nachfolge bzw. Abfolge in einem Lebensraum von verschiedenen Pflanzen- oder Tiergesellschaften bezeichnet man als Sukzession.

    Handelt es sich um eine Erstbesiedlung eines Lebensraums, ist dies eine primäre Sukzession, zum Beispiel wenn ein neu entstandenes Gewässer besiedelt wird.

    Wird ein Lebensraum wiederbesiedelt, handelt es sich um eine sekundäre Sukzession, zum Beispiel nach einem Waldbrand.

  • Bestimme, in welchem Stadium sich der Wald in einem Fließgleichgewicht befindet.

    Tipps

    Dieser Baum wächst oftmals in dem Stadium, das wir suchen.

    Lösung

    Im Endstadium (= Klimaxstadium) der Sukzession sind die pflanzlichen und tierischen Populationen stark vernetzt. Der Wald befindet sich einem biologischen Fließgleichgewicht. Dies bedeutet, die Auf- und Abbauvorgänge halten sich die Waage.

  • Benenne die Stadien der Sukzession.

    Tipps

    Initial bedeutet Anfang.

    Lösung

    Wenn wir uns ein abgeholztes Waldstück anschauen, können wir die verschiedenen Stadien der Sukzession gut beobachten.

    Zuerst werden sich Kräuter, Brennnesseln und Farne ansiedeln. Diese bezeichnet man als Kraut- und Grasflurvegetation. Dieses Stadium nennt man Initialstadium

    Nach einiger Zeit werden diese von höher wachsenden Sträuchern verdrängt. Es besiedeln nun verschiedene Sträucher den Lebensraum, hierzu zählt der Holunder. Das Stadium mit der Gebüschvegetation nennt man Folgestadium.

    Im Verlauf siedeln sich Bäume an, wie Birken und Kiefern. In diesem Folgestadium entsteht ein Pionierwald.

    Der Wald wächst weiter heran und nach langer Zeit wachsen dort Eichen und Buchen. Dieses Stadium nennt man Klimaxstadium.

  • Benenne verschiedene r- und K-Strategen aus der Tierwelt.

    Tipps

    K- Strategen sind meist langlebig.

    Lösung

    r-Strategen haben meist eine hohe Nachkommenzahl und sind klein und kurzlebig. Hierzu zählen Mäuse und Ratten, aber auch Insekten wie Bienen und Ameisen.

    K-Strategen sind viele Vögel und Säugetiere. Diese betreiben eine lange Brutpflege. Daher haben sie meist weniger Nachkommen, diese haben aber gute Überlebenschancen. Hierzu zählen u. a. Bären, Wale und Elefanten.

  • Erkläre den Stockwerkbau eines Waldes.

    Tipps

    Die oberste Schicht liegt wie ein Dach über dem Wald.

    Lösung

    Der Wald ist ein komplexes Ökosystem, in dem wir neben vielen Vorgängen auch einen speziellen Aufbau vorfinden.

    Dieser sogenannte Stockwerkbau gliedert sich wie folgt:

    1. Wurzelschicht
    2. Moosschicht
    3. Krautschicht
    4. Strauchschicht
    5. Baumschicht
    Die einzelnen Stockwerke bilden sich aus der unterschiedlichen Wuchshöhe der dort wachsenden Pflanzen.

  • Bestimme verschiedene Eigenschaften der Pionierpflanzen.

    Tipps

    Unter einem Pionier versteht man einen Wegbereiter oder Bahnbrecher.

    Lösung

    Pionierarten sind Pflanzen, die auf neuen und noch vegetationsfreien Gebieten wachsen. Sie haben spezielle Eigenschaften, die es ihnen ermöglichen, dort zu wachsen, wo sonst noch keine Pflanze zu finden ist. Zu den Pionierarten zählen Moose, Gräser, einige Krautpflanzen und auch Bäume wie die Birke.

    Zu diesen Eigenschaften zählen, dass sie über gute Ausbreitungsfähigkeiten verfügen, sie bilden zahlreiche keimungsfähige Diasporen. Zudem bilden sie häufig Ausläufer und können so rasch das neue Gebiet besiedeln. Zudem sind sie meist sehr robust, anpassungsfähig und können sich gut regenerieren.