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Viren: Was sind Mikroorganismen 02:24 min

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Transkript Viren: Was sind Mikroorganismen

Samstagnachmittag. Julia macht mir ihrem Bruder einen Einkaufsbummel durch die Stadt. Oh nein. Das wird doch nicht schon wieder eine Erkältung sein? Warum werden wir eigentlich immer wieder krank? Viele Krankheiten werden von Mikroorganismen verursacht. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet “Kleines Lebewesen“. Zu den Mikroorganismen gehören zum Beispiel die tierischen und pflanzlichen Einzeller. Im Inneren findet man die typischen Organellen die den Stoffwechsel der Zelle ermöglichen, hier zum Beispiel ein Mitochondrium für die Energieerzeugung oder der Zellkern, der die Erbinformation enthält. Aber nur wenige Einzeller sind für Krankheiten verantwortlich. Bakterien dagegen sind die Ursache vieler Erkrankungen. Sie sind von einer Zellmembran und einer Zellwand umgeben. Manche Bakterien bilden zusätzlich eine Kapsel. Im Inneren findet man weniger Zellbestandteile als bei den Einzellern. Das Erbgut liegt frei im Zellplasma. Im Zellplasma und an den Ribosomen finden zahlreiche Stoffwechselvorgänge statt. Neben den gefährlichen gibt es auch viele harmlose und nützliche Bakterien, zum Beispiel auf unserer Haut oder im Darm. Und dann sind da natürlich noch die Viren. In ihrem Inneren befindet sich nur das Erbgut. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel und können sich nur mit Hilfe von Wirtszellen vermehren. Deshalb ist es umstritten, ob man Viren überhaupt als Lebewesen bezeichnen sollte. Die Mikroorganismen unterscheiden sich deutlich in ihrer Größe. Einzeller sind bis zu 100 Mikrometer, also einen Zehntel Millimeter groß. Bakterien messen ein bis zehn Mikrometer. Und Viren sind etwa einen Zehntel Mikrometer groß.

Viren: Was sind Mikroorganismen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Viren: Was sind Mikroorganismen kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne die wesentlichen Bestandteile eines Bakteriums.

    Tipps

    Die Zellwand schützt das Innere des Bakteriums vor äußeren Einflüssen.

    Lösung

    Bakterien sind von einer Zellwand umgeben, darunter befindet sich das Zellplasma.

    Im Inneren findet man weniger Bestandteile als bei den eukaryotischen Einzellern. Das Erbgut (im Bild gelb markiert) liegt frei im Zellplasma. Ebenfalls im Zellplasma befinden sich die Ribosomen. Diese sind an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

  • Bestimme die Unterschiede zwischen eukaryotischen Einzellern, Bakterien und Viren.

    Tipps

    Eukaryotische Einzeller sind ca. 0,1 mm groß.

    Lösung

    Mikroorganismen sind überall auf der Welt zu finden. Der Begriff kommt aus dem griechischen und bedeutet kleines Lebewesen. Zu den Mikroorganismen zählen u. a. Einzeller, Bakterien und Viren. Obwohl sie alle den Mikroorganismen angehören, unterscheiden sie sich dennoch in vielen Punkten:

    Einzeller sind ca. 100 µ groß und besitzen im Zellinneren einen Zellkern mit Erbgut und weitere Organellen, wie z. B. Mitochondrien.

    Bakterien sind ca. 1-10 µ groß. Die DNA liegt in den Bakterienzellen lose vor, sie ist also nicht in einem Zellkern eingeschlossen. Bakterien besitzen zudem eine Zellwand, Zellmembran und einige bilden auch zusätzlich eine Kapsel.

    Das Erbgut von Viren liegt frei in ihrem Inneren. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel. Die Vermehrung erfolgt mithilfe von Wirtszellen. Sie sind mit ca. 0,1 µ sehr klein.

  • Beschreibe, welche Aufgaben die Bestandteile der Bakterien übernehmen.

    Tipps

    Der Faden, den einige Bakterien besitzen, wird auch als Geißel oder Flagellum bezeichnet.

    Die Zellwand ist die äußerste Hülle der Bakterienzelle.

    Lösung

    Bakterien gehören zu den Prokaryoten. Darunter versteht man Lebewesen, die keinen Zellkern besitzen. Die DNA, die der Träger der Erbinformationen ist, liegt bei Bakterien frei im Zellplasma.

    Die äußerste Hülle der Bakterien bildet die Zellwand. Sie schützt die Zelle vor äußeren Einflüssen. Darunter liegt die Zellmembran. Die Zellmembran ist die eigentliche Stoffbarriere der Zelle. Sie reguliert, welche Stoffe in die Zelle eindringen dürfen und welche Stoffe aus der Zelle heraus dürfen.

    Die Ribosomen sind an wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt und befinden sich im Zellplasma.

    Einige Bakterien besitzen noch eine Geißel – das ist eine Art Faden, der der Fortbewegung dient.

  • Beschreibe das Corona-Virus genauer.

    Tipps

    Eine Pandemie bezeichnet eine weltweite Epidemie.

    Lösung

    Das Corona-Virus wurde erstmals im Dezember 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt. Man nimmt an, dass das Virus von einem Tier stammt.

    Die Wissenschaftler nennen das Virus SARS-CoV-2. Die Krankheit, die durch das Virus ausgelöst wird, heißt COVID-19. Das bedeutet Corona-Virus-Krankheit. Die Zahl 19 kommt vom Jahr, in dem das Virus entdeckt wurde.

    Das Virus verbreitet sich über die ganze Welt. Daher spricht man von einer Pandemie.

    Es löst bei Menschen Atemwegserkrankungen aus.

    Das Virus wird von Mensch zu Mensch über Tröpfchen, zum Beispiel durch Niesen, weitergegeben. Es kann sich nur mithilfe einer Wirtszelle vermehren.

  • Gib Gründe an, warum es umstritten ist, Viren als Lebewesen zu bezeichnen.

    Tipps

    Viren sind auf Zellen zur Vermehrung angewiesen.

    Lösung

    Es ist immer noch umstritten, ob Viren zu den Lebewesen zählen. Gemäß der Definition eines Lebewesens, müssen sich diese eigenständig fortpflanzen können und einen Stoffwechsel besitzen. Beides trifft auf Viren nicht zu. Daher zählt man sie nach heutigem Stand nicht zu den Lebewesen.

    Allerdings findet man auch immer wieder neue Viren und neue Erkenntnisse werden gewonnen. Daher ist man sich in der Wissenschaft oft nicht abschließend sicher, wie Viren einzuordnen sind.

  • Stelle den Ablauf einer Virusinfektion dar.

    Tipps

    Da sich Viren nur in Wirtszellen vermehren können, müssen sie diese vollständig einnehmen.

    Lösung

    Eine Virusinfektion kann einen immer und überall erwischen. Man atmet dabei das Virus meistens durch die Luft ein. Von nun an versucht das Virus in eine Wirtszelle einzudringen. Es haftet dabei an der Zellwand der Wirtszelle. Gelingt dem Virus das Eindringen in die Wirtszelle, beginnt seine Vermehrung. Es schleust seine DNA ein und programmiert quasi die Wirtszelle um. Diese beginnt nun Viren zu produzieren und freizulassen.