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Viruserkrankungen - Grippe 06:56 min

Textversion des Videos

Transkript Viruserkrankungen - Grippe

Hattest du schon einmal die Grippe? Oder war es nur ein grippaler Infekt? Oder eine Magen-Darm-Grippe? Da gibt es nämlich Unterschiede, auch wenn die Begriffe sehr ähnlich klingen.

Ob du tatsächlich an Grippe erkrankt warst und was du sonst noch über die Grippe wissen musst, zeige ich dir in diesem Video. Ich werde dabei auch auf Viruserkrankungen allgemein eingehen und dir den Vermehrungszyklus von Viren erklären.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Grippe, grippaler Infekt, Magen-Darm-Grippe... das klingt ähnlich und alle sind Infektionskrankheiten, aber du solltest die Begriffe nicht verwechseln.

Bei einem grippalen Infekt handelt es sich in der Regel um eine Erkältung, die von verschiedenen Viren ausgelöst wird. Der Verlauf ist meist harmlos. Eine Magen-Darm-Grippe geht mit Durchfall und Erbrechen einher und wird von den verschiedensten Erregern ausgelöst. Die echte Grippe allerdings, auch als Influenza bezeichnet, verläuft sehr viel heftiger. Sie wird durch Viren, die so genannten Influenza-Viren, ausgelöst.

Symptome

Weißt du, welche Symptome auf die echte Grippe hinweisen? Die Grippe ist von einem plötzlichen Krankheitsbeginn geprägt und man fühlt sich sehr krank. Hohes Fieber mit Schüttelfrost, Glieder-und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit gehören zum Krankheitsbild. Dazu kommen ein trockener Husten, Augentränen, Erbrechen und Durchfall. Manchmal treten aber auch nicht alle diese Symptome auf.

Übertragung und Inkubationszeit

Übertragen wird das Virus durch Tröpfcheninfektion, d.h. beim Husten, Niesen und Sprechen gelangen Tröpfchen mit Viren darin von Person zu Person. Aber auch auf Gegenständen wie Türklinken haftende Viren können zu einer Infektion führen. Da das Virus ziemlich unempfindlich ist, kann es ziemlich lange infektiös bleiben, also eine Infektion hervorrufen.

Die Inkubationszeit, also die Dauer zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit, beträgt wenige Stunden bis einige Tage. Eine Übertragung des Virus kann allerdings schon erfolgen, wenn noch keine Symptome aufgetreten sind. Die Symptome dauern dann etwa 7 bis 14 Tage an, allerdings fühlen sich viele Menschen auch noch Wochen nach einer Grippeinfektion abgeschlagen.

Schutzimpfung

Vorbeugen kann man einer Grippeinfektion durch eine Schutzimpfung. Diese muss allerdings jährlich durchgeführt werden, da sich das Virus schnell verändert und eine Impfung immer nur gegen den aktuell vorliegenden Virusstamm wirksam ist.

Interessant ist bei der Grippe, dass man in regelmäßigen Abständen eine hohe Anzahl an Infektionen in Europa beobachten kann. Das liegt daran, dass sich die Grippe etwa innerhalb eines Jahres um den Erdball ausbreitet und dann nach dieser Zeit wieder in Europa angelangt.

Innerhalb dieser Zeit verändert sich das Virus und eine erneute Impfung ist empfehlenswert. Nichtsdestotrotz gab es in den letzten Jahrhunderten immer wieder große Grippe-Ausbrüche auf der Welt.

Weitere virale Infkektionskrankheiten

Kennst du eigentlich noch weitere Viren, die Infektionskrankheiten auslösen? Viele Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln und Windpocken gehören dazu, aber auch die Schnupfen verursachenden Rhinoviren. Die durch Zecken übertragende Frühsommer-Hirnhautentzündung FSME, die Immunschwächekrankheit AIDS oder Tollwut sind weitere virale Infektionskrankheiten.

Erfolgsgeschichte von Viren

Du siehst, dass es jede Menge Viruserkrankungen gibt. Hast du eine Idee, warum Viren so erfolgreich sind? Virusinfektionen verlaufen meist nicht tödlich und während der Infektion werden laufend neue Viruspartikel gebildet, die erfolgreich auf andere Menschen übertragen werden.

Diese Erfolgsgeschichte ist eigentlich sehr erstaunlich, da Viren keine Lebewesen sind und sich nicht allein vermehren können. Sie sind immer auf eine Wirtszelle angewiesen. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel und nutzen für ihre Vermehrung und Freisetzung den Wirt. Das unterscheidet sie von anderen Erregern wie Bakterien, Pilzen und Einzellern.

Vermehrungszyklus

Daher wollen wir uns jetzt den Vermehrungszyklus von Viren anschauen. Viren bestehen aus ihrem Erbmaterial und aus einer Virushülle. Diese Hülle besteht aus Proteinen und umgibt das Erbmaterial. Nehmen wir als Beispiel das Grippevirus. Es gelangt durch Atmen in die Atemwege und heftet sich an die Zellen der Atemwege, also die Wirtszellen. Das Erbmaterial und andere Stoffe werden in die Wirtszelle entlassen.

Im Zellkern des Wirts erfolgt eine Vervielfältigung des eigenen Wirterbmaterials und des eingeschleusten Erbmaterials des Virus. Außerdem werden mit dem Viruserbmaterial, auf dem die Informationen liegen, die Bestandteile für die Virushülle hergestellt. Daraus werden wieder neue Viruspartikel zusammengesetzt, die aus der Wirtszelle entlassen werden und entweder weitere Wirtszellen des gleichen Menschen infizieren oder durch Atmen und Husten nach draußen gelangen. So kann die Infektion weiterer Menschen stattfinden.

Zusammenfassung

Jetzt weißt du, ob du tatsächlich schonmal an der echten Grippe erkrankt warst, oder ob es nur ein grippaler Infekt war. Du hast in diesem Video auch gelernt, welche anderen viralen Infektionskrankheiten es gibt, wie zum Beispiel Röteln oder Masern. Außerdem hast du den Vermehrungszyklus von Viren kennengelernt, wie sie in den Wirt eindringen und sich vermehren. Tschüss!

5 Kommentare
  1. hammer video danke :)))

    Von Simone Schillo, vor etwa 2 Monaten
  2. Hallo Sahra A., Influenza Viren sind typische lytische Viren. Der lytische Vermehrungszyklus von Viren wird in diesen Videos behandelt:

    https://www.sofatutor.com/biologie/videos/viren-lytischer-und-lysogener-zyklus

    https://www.sofatutor.com/biologie/videos/viren-die-vermehrung-von-viren

    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor etwa einem Jahr
  3. Habt ihr ein ein Video zu Vermehrungszyklus von Influenzaviren, inder der Vorgang der Vermehrung des Virus in der Wirtzelle explizit erläutert wird? Denn so ein Video wäre wahrscheinlich hilfreich, weil der Vorgang nämlich komplex aufgebaut ist.

    Von Sahra A., vor etwa einem Jahr
  4. Sehr hilfreich

    Von Blsreu, vor etwa 4 Jahren
  5. Super Video Danke :)

    Von Mandeep B., vor fast 5 Jahren

Viruserkrankungen - Grippe Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Viruserkrankungen - Grippe kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib wieder, wie das Grippevirus am häufigsten übertragen wird.

    Tipps

    Die Infektion, also die Übertragung, erfolgt durch Tröpfchen, die die Viren enthalten.

    Lösung

    Der häufigste Übertragungsweg der Influenza-Viren ist die Tröpfcheninfektion.

  • Benenne häufige Infektionskrankheiten.

    Tipps

    Die echte Grippe ist von einem sehr heftigen Krankheitsverlauf gekennzeichnet.

    Lösung
    • Erkältung oder grippaler Infekt:
    harmloser Verlauf, ausgelöst durch verschiedene Viren
    • Magen-Darm-Grippe:
    Durchfall und Erbrechen, Viren oder andere Erreger sind die Verursacher
    • Echte Grippe oder Influenza:
    plötzlicher Krankheitsbeginn, starkes Krankheitsgefühl, hohes Fieber mit Schüttelfrost, Glieder- und Kopfschmerzen
  • Arbeite heraus, wie man sich vor viralen Infektionskrankheiten schützen kann.

    Tipps

    Das AIDS verursachende HIV-Virus wird über das Blut oder beim Geschlechtsverkehr übertragen.

    Eine Zecke kann FSME übertragen.

    Tollwut kommt bei Wildtieren vor.

    Lösung

    Oftmals bieten Schutzimpfungen einen wirksamen Schutz vor Infektionskrankheiten. Grippe und FSME gehören dazu. Wenn du nicht gegen FSME geimpft bist, solltest du durch langärmlige Kleidung und Insektenabwehrmittel einen Zeckenbiss vermeiden. Zecken leben an Waldrändern, in Gärten, Stadtparks oder Lichtungen.

    Vor Tollwut schützt du dich am besten, indem du keine toten Tiere berührst. Kondome schützen vor AIDS. Auch der Kontakt mit dem Blut infizierter Menschen muss unbedingt vermieden werden.

  • Gib an, wodurch sich ein Virus von anderen Erregern wie Bakterien und Pilzen unterscheidet.

    Tipps

    Überlege dir typische Merkmale von Lebewesen und denke daran, dass ein Virus kein Lebewesen ist.

    Lösung

    Viren besitzen zwar Erbmaterial, gelten aber nicht als Lebewesen. Ein Virus hat keinen eigenen Stoffwechsel und kann sich ohne Wirt nicht vermehren.

  • Erkläre den Vermehrungszyklus des Grippevirus.

    Tipps

    Eine Wirtszelle ist eine Zelle, die für einen Virus arbeitet, indem sie z.B. Bau- oder Erbmaterial für das Virus herstellt.

    Bevor das Erbmaterial des Virus vervielfältigt werden kann, muss es in die Wirtszelle eindringen.

    Ein Virus kann sich nicht selbst fortpflanzen, sondern benötigt dazu eine Wirtszelle.

    Lösung

    Das Grippevirus gelangt durch Atmen in die Atemwege und heftet sich an die Zellen der Atemwege. Diese werden auch als Wirtszellen bezeichnet. Das Erbmaterial und andere Stoffe werden in die Wirtszelle entlassen. Im Zellkern des Wirts erfolgt eine Vervielfältigung des Erbmaterials. Außerdem werden die Bestandteile für die Virushülle hergestellt. Daraus werden wieder neue Viruspartikel zusammengesetzt. Diese werden aus der Wirtszelle entlassen. Sie infizieren entweder weitere Wirtszellen des gleichen Menschen oder gelangen durch Atmen und Husten nach draußen. So kann die Infektion weiterer Menschen stattfinden.

  • Erkläre wirksame Schutzmaßnahmen vor einer Grippeinfektion.

    Tipps

    Die Übertragung von Grippeviren erfolgt durch Tröpfcheninfektion oder durch Anfassen von Gegenständen, an denen Viren haften.

    Beheizte Raumluft ist meist trocken und trocknet dadurch auch die Schleimhäute der Atemwege aus.

    Lösung

    Einen wirksamen Schutz vor einer Infektion mit Grippeviren bietet eine Schutzimpfung. Diese muss allerdings jährlich aufgefrischt werden, da sich das Virus ständig verändert. Gründliches Händewaschen entfernt einen Großteil gefährlicher Viren. Außerdem solltest du darauf achten, dir nicht ins Gesicht zu fassen, denn oft gelangen die Viren über Mund- oder Augenkontakt in den Körper. Husten und Niesen solltest du in die Ellenbeuge. So verhinderst du, dass Viren an deine Hand gelangen und du andere ansteckst. Türklinken sollten häufig gereinigt werden. Häufiges Lüften hat zwei Vorteile: Die meist zu trockene Raumluft wird ausgetauscht. Dadurch bleiben die Schleimhäute von Nasen- und Rachenraum feucht und die Konzentration der Viren in der Luft wird gesenkt.