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Pfeiffersches Drüsenfieber

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Pfeiffersches Drüsenfieber
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Grundlagen zum Thema Pfeiffersches Drüsenfieber

Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird auch als Kusskrankheit, im Englischen als kissing disease, bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass der Virus über die Tröpfcheninfektion, also über den Speichel übertragen wird. Natürlich ist das Küssen nur ein Weg, über den man sich anstecken kann. Man kann sich z.B. auch in einer Menge von Menschen ohne körperlichen Kontakt durch Husten anstecken. Die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers ähneln zunächst einem grippalen Infekt, müssen jedoch anders behandelt werden. Wie bei vielen Erkrankungen ist die frühzeitige Erkennung der Krankheit maßgeblich für eine rechtzeitige Heilung. Mehr über dieses Thema erfährst du in diesem Video. Viel Spaß beim Dazulernen!

Transkript Pfeiffersches Drüsenfieber

Er ist erst 26 doch schon zweimal hat es ihn erwischt. Rene Dahmes kennt das Pfeiffer Schütt Drüsenfieber nur zu gut. Das erste Mal erkrankte er an der Virusinfektion als er 17 war. Sein Gesundheitszustand war beängstigend. Die Mandeln wurden größer und immer größer und wirklich sehr groß. Und ich hatte leichte Atemprobleme, weiß ich noch. Aber das Schlimmste an dem Ganzen war, man konnte einfach nicht schlucken. Man hat echt gedacht da sitzt ein richtiger Kloß im Hals und der Schmerz, der stachelt, wie Stacheln, die sich in die Haut bohren. Zu den Schmerzen im Hals kam hohes Fieber, über Wochen. Wie die meisten, die am Pfeifferschen Drüsenfieber erkranken, dachte auch Rene Dahmes zunächst, dass es sich um eine heftige Mandelentzündung handelt. Doch als weder Hausmittel noch die ärztlich verschriebenen Antibiotika helfen, bekommen es auch seine Eltern mit der Angst zu tun. Sollte vielleicht eine gefährliche Krankheit ausgebrochen sein? Weder meine Eltern noch die Ärzte wussten so richtig was überhaupt mit mir los war. Und die Ärzte hatten sich mit meinen Eltern unterhalten, da der Verdacht einfach aufkam, dass ich Leukämie habe. Anhand des hohen Fiebers, der Symptomatik stand der Verdacht einfach und man musste halt schauen, ob sich das bewahrheitet. Als sich herausstellt, dass nicht Leukämie, sondern das Pfeiffersche Drüsenfieber die Beschwerden ausgelöst hat, sind alle unglaublich erleichtert. Doch was steckt hinter dieser Krankheit? Das Pfeiffersche Drüsenfieber verläuft meist mit sehr heftigen und für den Patienten unangenehmen Symptomen. Aber es verläuft meistens gutartig. Nur in ganz seltenen Fällen kommt es zu Komplikationen, wie zum Beispiel zu einer Leber- oder Milzschwellung. Mediziner nennen das Pfeiffersche Drüsenfieber auch Kissing Disease, weil Viren eben gerne den Partner wechseln. Doch das Pfeiffersche Drüsenfieber wird nicht nur beim Küssen übertragen. Überall dort wo viele Menschen zusammenkommen, könnte sich Rene Dahmes infiziert haben. Bei dem Pfeifferschen Drüsenfieber handelt es sich um eine ansteckende Krankheit, die durch Tröpfchen übertragen wird. Das heißt am häufigsten passiert es beim Küssen, durch Speichelübertragung. Es kann aber, wie bei anderen Atemwegserkrankungen, durch Husten in Tröpfchenform übertragen werden. Ausgelöst wird das Pfeiffersche Drüsenfieber durch die sogenannten Epstein-Barr-Viren. Diese können über ein Blutbild im Labor nachgewiesen werden. Nach 7 Wochen waren die heftigen Beschwerden bei Rene Dahmes endlich abgeklungen. Lange ging es ihm gut. Doch neun Jahre später treten plötzlich wieder Symptome auf. Ausgerechnet kurz vor seiner stressigen Krankenpflegeprüfung. Und nach dem Examen hat es angehalten. Ich hatte eine extreme Konzentrationsschwäche, mir war nicht gut, meine Zunge war so taub, kribbelnd. Und es war irgendwie ein Gefühl, das ich nicht deuten konnte. Diesmal wendet sich Rene Dahmes sofort an einen Facharzt, der seine Beschwerden richtig einordnet. In der Hals-Nasen-Ohren-Praxis wird der junge Mann gründlich untersucht. Die Mandeln sind stark gerötet und auch die Lymphdrüsen deutlich angeschwollen. Der Verdacht: Es ist wieder das Pfeiffersche Drüsenfieber. Ein Bluttest soll zeigen, ob es sich um eine länger zurückliegende, eine chronische oder gar um eine akute Infektion handelt. Und tatsächlich, obwohl er die Krankheit schon einmal hatte, ist sie bei Rene Dahmes erneut ausgebrochen. Das Epstein-Barr-Virus bleibt im Körper in bestimmten weißen Blutkörperchen lebenslänglich gefangen. Es kann jederzeit wieder ausbrechen, insbesondere dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist, zum Beispiel durch Prüfungsstress. Heute hat Rene Dahmes seine Furcht vor dem Pfeifferschen Drüsenfieber verloren. Er weiß aber auch, dass es wichtig ist, rechtzeitig zum Arzt zu gehen und dessen Ratschläge zu befolgen. Bettruhe. Ich weiß noch, dass man mir gesagt hat, dass meine Milz auch sehr vergrößert war. Was ja auch ein Problem damals war oder mit der Krankheit auch ist, weil es ja zum Milzriss kommen kann. Das ist halt eine schwerwiegende Komplikation. Strenge Bettruhe deshalb, keine Belastung und das ist auch bis heute noch geblieben, dass die Milz halt leicht vergrößert ist. Diesmal ist Rene Dahmes schon nach zwei Wochen wieder fit. Auch seine Prüfung hat er gut geschafft. Nun hofft er, dass es das letzte Mal war. Denn er weiß, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber eine langwierige Erkrankung ist, bei der sich nur die Symptome behandeln lassen.

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