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Viren: Die Vermehrung von Viren 04:28 min

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Transkript Viren: Die Vermehrung von Viren

Viren brauchen Wirtszellen um sich zu vermehren. Wir wollen uns die einzelnen Schritte anschauen. Zunächst muss sich das Virus an die Zelloberfläche anheften. Für dieses Andockmanöver braucht das Virus spezielle Strukturen auf seiner Oberfläche. Besonders auffällig sind die Spikes, die manche Virusarten haben. Auf der Oberfläche der Wirtszelle befinden sich die passenden Gegenstücke. Nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip kann das Virus andocken. Da die Strukturen genau übereinstimmen müssen, können viele Viren nur bestimmte Zelltypen befallen, zum Beispiel Zellen der Atemwege oder des Darms. Im nächsten Schritt dringt das Virus ganz in die Zelle ein. Bei manchen Viren verschmilzt die Virushülle mit der Membran der Wirtszelle und nur das Kapsid mit dem Erbgut wird in die Zelle geschleust. Die Hülle und das Kapsid lösen sich auf und das Viruserbgut wird freigesetzt. Es wird in den Zellkern der Wirtszelle transportiert. Dort wird es von der Wirtszelle vervielfältigt. Die Wirtszelle wird komplett auf Virenproduktion umgestellt. Auch für die Herstellung von Proteinen gibt es besondere voneinander getrennte Funktionsräume, die Organellen. Die Kapsid- und Spikes-Proteine werden etwa durch die Ribosomen und den Golgi-Apparat produziert. Innerhalb der Zelle wird das Erbgut in das Kapsid verpackt. Die Spikes-Proteine werden in die Zellmembran des Wirts eingebaut und die neuen Viren verlassen die Zelle durch Knospung. So erhalten behüllte Viren ihre Hüllmembran. Sie leitet sich von der Plasmamembran der Wirtszelle ab. Die Wirtszelle wird aufgelöst. Man spricht vom lytischen Zyklus der Virusvermehrung. Manche Viren verhalten sich anders. Wird das Viruserbgut nach Eintritt des Virus in das Erbgut der Wirtszelle nur eingebaut ohne die Zelle zu zerstören, spricht man vom lysogenen Zyklus. Bei jeder Zellteilung wird nun nicht nur das Erbgut der Wirtszelle, sondern auch das Viruserbgut verdoppelt. So wird das Virus unbemerkt vermehrt ohne der Wirtszelle zu schaden. Unter bestimmten Umweltbedingungen geht das Virus vom lysogenen in den lytischen Zyklus über. Im lytischen Zyklus wird das Viruserbgut vermehrt. Die Virusbestandteile werden produziert und schließlich die Viren freigesetzt. Je nach Virusart kann die lysogene Phase recht lange dauern. Beim HI-Virus zum Beispiel dauert es bis zu 15 Jahre, bis die Virus-DNA aus dem Wirtserbgut ausschert.

6 Kommentare
  1. Hallo Davin F.,
    danke für den Hinweis. Wir bestücken die Videos nach und nach mit interaktiven Übungen. Natürlich streben wir eine möglichst hohe Abdeckung an. Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 11 Monaten
  2. cooles Video aber dafür dass das Video 4 Minuten geht und so viel erklärt wird hätte ich mir eine interaktive Aufgabe gewünscht

    Von Davin F., vor 11 Monaten
  3. Hallo Dieter Daemgen,
    es gibt Arbeitsblätter zum lytischen und lysogenen Zyklus, bei denen natürlich die Wirtszellen eine Rolle spielen - zu finden unter:
    https://www.sofatutor.com/biologie/videos/viren-lytischer-und-lysogener-zyklus
    Genauso verhält es sich bei unseren Arbeitsblätter zum Experiment von Hershey und Chase - zu finden unter: https://www.sofatutor.com/biologie/videos/hershey-und-chase-erbinformation-bei-viren
    Ich hoffe, dass du darunter findest, was du suchst.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor mehr als einem Jahr
  4. Gibt es zu den Wirtszellen Arbeitsblätter?

    Von Dieter Daemgen, vor mehr als einem Jahr
  5. super;)Jetzt weis ich, wo meine Biolehrerin ihre Filme herhat...

    Von Knaus V, vor mehr als einem Jahr
  1. warum gibt es seien Text nicht unter dem Video?

    Von farah k., vor mehr als einem Jahr
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