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Spinnentiere – innerer und äußerer Bau 06:24 min

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Transkript Spinnentiere – innerer und äußerer Bau

Hallo! Viele Menschen wissen sehr wenig über sie und fürchten sie doch - oder gerade deshalb - außerordentlich: Spinnen. In diesem Video wollen wir uns den Bau von Spinnentieren am Beispiel einer sogenannten „echten Spinne“ etwas genauer ansehen.

Dabei gehen wir unter anderem auf die Merkmale „äußere Verdauung“, „Röhrenherz“ und „Tracheen“ ein. Wenn du Spinnen erstmal genauer kennst, verlieren sie vielleicht einen großen Teil ihres Schreckens.

Spinnentiere

Webspinnen sind jene Spinnenarten, die über Spinnwarzen verfügen und auf diese Weise Spinnfäden produzieren können. Sie werden auch als „echte Spinnen“ bezeichnet. Die Kreuzspinne zählt zum Beispiel dazu.

Zur Tierklasse der Spinnentiere zählen aber neben den „echten Spinnen“ unter anderen auch Weberknechte, Skorpione und Milben. Oft werden Spinnen fälschlicherweise zu den Insekten gezählt. Es gibt aber eine Reihe von Merkmalen, die Spinnen von Insekten unterscheidet.

Aufbau

Der Körper einer Spinne besteht nur aus zwei Abschnitten, dem Vorderkörper - auch Kopfbruststück genannt - und dem Hinterleib. Spinnen besitzen ein Außenskelett aus Chitin. Dieser Chitinpanzer gibt dem Körper Halt.

Am Kopfbruststück sitzen die acht Punktaugen der Spinne - es gibt auch ein paar Arten, die nur über 6 Punktaugen verfügen. Da Spinnen meist nachtaktive Jäger sind, spielt der Sehsinn allerdings keine bedeutende Rolle für sie.

Der Tastsinn ist dafür umso besser ausgeprägt. Der Körper einer Spinne ist mit tausenden Tasthärchen überzogen, die die feinsten Erschütterungen wahrnehmen können. An den Beinen der Spinnen befinden sich zudem spezielle Sinnesorgane, mit denen sie sogar Schallwellen registrieren können.

Vom Kopfbrustteil gehen außerdem die acht stark gegliederten Beine einer Spinne ab. Die Zahl der Beine ist ein wesentlicher Unterschied zu den Insekten, denn diese verfügen nur über 6 Beine. Der Hinterleib beherbergt fast alle Organe.

Im Inneren der Spinne

Eine Spinne verfügt über einen offenen Blutkreislauf. Im röhrenförmigen Herz wird das Blut nach vorne gepumpt, wo es sich in den Kopfbrustteil ergießt und weiter in den Hinterleib dringt. Indem es die Organe umspült, versorgt es sie mit Sauerstoff und Nährstoffen. Im Hinterleib wird das Blut wieder durch kleine Öffnungen vom Röhrenherzen aufgenommen.

Die Atmung von Spinnen erfolgt über die Tracheen. Tracheen sind ein verzweigtes Röhrensystem. Die Luft dringt über kleine Öffnungen an der Außenhülle in das Röhrensystem ein und verteilt sich über das Blut im ganzen Körper. Zusätzlich besitzen Spinnen auch eine Fächertrachee. In feinen Lamellen findet auch dort der Gasaustausch statt.

Der Saugmagen geht direkt in den Darm über - zusammen durchziehen beide den gesamten Körper der Spinne. Spinnen verfügen über ein Strickleiternervensystem. Da die Abstände zwischen den einzelnen Nervenknoten aber sehr klein sind und die Knoten gleichzeitig sehr groß werden, ist das Nervensystem stark verdichtet.

Mundwerkzeug und Spinndrüsen

Im Gegensatz zu Insekten haben Spinnen niemals Flügel oder Fühler. Spinnen verfügen nur über kleine Kiefertaster, mit denen sie die Nahrung befühlen können.

Vorne an den Kieferklauen sitzen die Giftklauen, die wie ein Taschenmesser eingeklappt werden können. Darüber liegen die Giftdrüsen. Alle Spinnen leben räuberisch. Ihre Opfer werden meist mit einem Giftbiss gelähmt oder getötet.

Da die Mundwerkzeuge einer Spinne nicht zum Zerkleinern der Mahlzeit taugen, injiziert sie dem Opfer über die Bisswunde Verdauungsflüssigkeit. Wenn sich die Weichteile des Opfers aufgelöst haben, saugt sie der Saugmagen heraus. Die Verdauung findet also hauptsächlich außerhalb des Spinnenkörpers statt. Man spricht von einer äußeren Verdauung.

Am hinteren Ende der Spinne sitzen die Spinnwarzen. Aus ihnen tritt der in den Spinndrüsen produzierte Spinnfaden aus. Dieser Spinnfaden ist zwanzig mal dünner als ein menschliches Haar. Er ist elastischer als Nylon und fester als Stahl. Nicht alle Spinnen bauen daraus ein kunstvolles Netz. Manche nutzen ihn nur, um sich abzuseilen oder um die Eier in einem Kokon zu verpacken.

Zusammenfassung

Jetzt weißt du also, dass zu den Spinnentieren neben den „echten Spinnen“ auch Weberknechte, Skorpione und Milben gehören. Im Gegensatz zu Insekten besitzen Spinnentiere 8 Beine und verfügen weder über Flügel noch Fühler. Spinnentiere haben einen offenen Blutkreislauf, Tracheenatmung und ein Strickleiternervensystem. Kieferklaue und Giftklaue dienen zur Erlegung von Beute. Aus den Spinnwarzen tritt der Spinnfaden aus.

Übrigens ist keine der heimischen Spinnen für den Menschen gefährlich. Weltweit gibt es nur circa 30 Spinnenarten, die dem Menschen gefährlich werden können. Die Vogelspinne zählt nicht dazu - ihr Biss ist mit einem Wespenstich vergleichbar. Bei den meisten Spinnen gibt es also keinen Grund, sich in Angst und Schrecken versetzen zu lassen. Tschüss!

3 Kommentare
  1. Richtig tolles video !!! Sehr gut erklärt habe es endlich verstanden ! Weiter so 😚

    Von Samarti Stobbe, vor 9 Monaten
  2. richtig gut ,schreibe morgen einen test darüber !

    Von Flora R., vor mehr als 2 Jahren
  3. super Video mit tollem zusatzmaterial zum Üben!

    Von Tsrudderf, vor fast 4 Jahren

Spinnentiere – innerer und äußerer Bau Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Spinnentiere – innerer und äußerer Bau kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Anatomie der Spinne.

    Tipps

    Der Saugmagen geht direkt in den Darm über.

    Lösung

    Die Spinne verfügt über acht Beine und sechs bis acht Punktaugen. An ihren Beinen trägt sie spezielle Sinnesorgane, mit denen sie leichteste Erschütterungen in ihrer Umgebung wahrnehmen kann. Tasten kann sie außerdem noch mithilfe ihrer Tasthärchen, die ihren gesamten Körper bedecken. Spinnen verfügen über ein Röhrenherz, das das Blut durch den gesamten Spinnenkörper pumpt und die Spinne so mit Sauerstoff versorgt. Für die Atmung ist das Tracheensystem der Spinne verantwortlich. Durch kleine Löcher strömt die Luft in den Körper der Spinne ein. Auch befindet sich in ihrem Körper eine Fächertrachee. Der Saugmagen der Spinne geht direkt in das Darmsystem über und durchzieht so ihren gesamten Körper.

  • Definiere Unterschiede zwischen Spinnen und Insekten.

    Tipps

    Körpersegmente sind die Abschnitte, in die ein Körper gegliedert werden kann.

    Lösung

    Ein Unterschied zwischen Spinnen und Insekten (hier dargestellt durch eine Fliege, sie ist ein Vertreter der Insekten) ist die Anzahl der Beine: Spinnen besitzen 8 Beine, Insekten nur 6 Beine. Spinnen tragen außerdem Punktaugen, Insekten jedoch Facettenaugen. Über Fühler und Flügel verfügen nur die Insekten. Die Spinnentiere besitzen 2 Körpersegmente, die Insekten 3 Körpersegmente.

  • Erkläre charakteristische Merkmale der Spinne.

    Tipps

    Die Verdauung der Spinne findet hauptsächlich außerhalb des Spinnenkörpers statt.

    Lösung

    Die Spinne besitzt ein Röhrenherz, das das Blut in den Kopfbereich pumpt und von dort in den Hinterleib der Spinne gelangt. Die Spinne atmet mithilfe eines Tracheensystems. Der Kiefertaster hilft der Spinne dabei, Beutetiere zu ertasten. Diesen Beutetieren wird dann durch einen Biss ein Verdauungssekret injiziert. Haben sich die Weichteile des Beutetieres aufgelöst, werden diese vom Saugmagen der Spinne aufgesaugt. Da die Verdauung größtenteils außerhalb des Spinnenkörpers abläuft, spricht man von einer äußeren Verdauung. Die Spinnnwarzen geben den Spinnfaden frei, der von den Spinndrüsen produziert wurde. Dieser Faden wird von einigen Spinnenarten zum Bau eines Netzes genutzt.

  • Unterscheide Spinnen und andere Tierklassen.

    Tipps

    Hier sind außer der Klasse der Spinnen auch noch die Klasse der Insekten und die Klasse der Krebstiere vertreten.

    Lösung

    Zu den Spinnentieren gehören neben den echten Spinnen auch noch die Skorpione, die Weberknechte und die Zecken. Du kannst diese leicht an den acht Beinen erkennen. Außerdem siehst du hier noch Vertreter der Klasse der Insekten. Hierzu gehört die Blattlaus und die Ameise. Die Assel gehört zu den Krebstieren und ist die einzige an Land lebende Art dieser Klasse.

  • Beschreibe einen Jagd- und Verdauungsprozess der Spinne.

    Tipps

    Die Verdauung der Spinnen wird äußere Verdauung genannt.

    Lösung

    Spinnen sind Lauerjäger. Sie warten oft sehr lange regungslos bis ein Beutetier in ihre Nähe gelangt. Beutetiere können Heuschrecken, Grillen, Fliegen... sein.

    Die Spinne betäubt ihr Opfer dann zunächst mit ihrem Gift, das sie über einen Biss in das Opfer gibt. Über diese Öffnungen werden im Anschluss auch die Verdauungssäfte in das Beutetier gegeben. Wenn die Weichteile der Beute dann verflüssigt sind, kann die Spinne ihre Beute einfach aussaugen.

    Bis zu 14 Tagen reicht ihr eine solche Mahlzeit dann aber aus.

  • Erkläre, wie ein Spinnennetz entsteht.

    Tipps

    Aus der Spinnwarze kommen die Fäden für den Netzbau.

    Lösung

    Für den Netzbau sucht sich die Spinne zunächst einen geeigneten Ort, zum Beispiel zwei gegenüberliegende Äste. Am ersten Ast läuft sie dann hinauf und befestigt dort ihren ersten Faden. Dann läuft sie wieder hinunter und am nächsten Ast hinauf. Auf dem Weg dorthin kommt unaufhörlich Faden aus ihrer Spinnwarze. Die Spinne befestigt dann so lange Fäden an den Ästen, bis eine Speichenstruktur entsteht. Schließlich stellt die Spinne zwischen diesen Speichen auch noch Querverbindungen her.