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Krebstiere – innerer und äußerer Bau 05:21 min

Textversion des Videos

Transkript Krebstiere – innerer und äußerer Bau

Hallo! Das ist ein Flusskrebs, er gehört zu den Krebstieren. Interessanterweise besitzt er nicht nur 8 Laufbeine und 2 Beine mit Scheren, sondern auch noch jede Menge kleiner Füßchen im Mund- und Schwanzbereich. In diesem Video, in dem wir uns mit dem Bau von Krebstieren am Beispiel des Flusskrebses beschäftigen - wollen wir unter anderem das Geheimnis dieser Füßchen lüften.

Krebstiere - Flusskrebs

Zu den Krebstieren gehören neben den Flusskrebsen auch der Hummer, die Krabbe und die Garnele. Aber auch kleine Arten wie der Flohkrebs oder die Asseln zählen zu den Krebstieren. Der europäische Flusskrebs ist etwa 18cm groß und ist vor allem nachts aktiv. Tagsüber versteckt er sich lieber hinter Steinen.

Außenhülle

Seine Außenhülle besteht aus Chitin und Kalk und ist äußerst robust - man spricht von einem Außenskelett. Beim Flusskrebs gliedert es sich in ein starres Kopfbruststück und in den Hinterleib, der aus mehreren Segmenten besteht. Diese Segmente sich gegeneinander beweglich. Der Fächerschwanzdient beim Rückwärtsschwimmen - etwa bei der Flucht vor Feinden - als Ruder. Ein hartes Außenskelett ist ein guter Schutz vor Feinden. Der Nachteil ist: Es wächst nicht mit. Einmal im Jahr springt der Panzer deshalb auf und der Flusskrebs kriecht vollständig aus ihm heraus. Als sogenannter „Butterkrebs“ muss er sich nun - da er ohne Panzer ziemlich wehrlos ist - bis zu zehn Tage gut versteckt halten. In dieser Zeit härtet der neue, größere Panzer aus.

Innere Organe

Anders als wir, verfügt der Flusskrebs über einen offenen Blutkreislauf. Das Blut wird vom röhrenförmigen Herzen in den Kopf gepumpt, wo es frei ausströmt und sich im Körper verteilt. Während es die Organe umspült, gibt es Sauerstoff und Nährstoffe an die Zellen ab. Gleichzeitig nimmt es Kohlendioxid und Abfallstoffe auf. Über kleine Öffnungen im Röhrenherzen wird das Blut schließlich wieder aufgenommen und wieder in den Kopf gepumpt.

Der Flusskrebs atmet über Kiemen, die auf Kopfbruststück liegen. Auch Magen und Verdauungstrakt durchziehen den gesamten Körper. Dort wird die Nahrung - hauptsächlich Insektenlarven, Schnecken, Muscheln, aber auch kleine Fische oder Pflanzenteile - verdaut.

Die Augen der Flusskrebse sitzen auf kurzen Stielen und können unabhängig voneinander bewegt werden. Diese Bauweise ermöglicht - trotz des starren Köpers - einen guten Rundumblick.

Das Nervensystem durchzieht den gesamten Körper und wird - aufgrund der Aneinanderreihung von Knoten - als Strickleiternervensystem bezeichnet. Es leitet zum Beispiel Informationen, die die Augen aufnehmen, zu den Beinen weiter.

Fühler und Beine

Natürlich sind auch die vier Fühler eines Flusskrebses mit dem Nervensystem verbunden. Mit diesen vier Antennen - zwei kurzen und zwei langen - ertasten Flusskrebse die Umgebung und finden so z.B. Nahrung.

Am vordersten Beinpaar befinden sich kräftige Scheren. Diese dienen einerseits zu Verteidigung vor Feinden und andererseits zur Zerkleinerung von Nahrung.

Mit den anderen vier Beinpaaren bewegt sich der Flusskrebs vorwärts. Die Beine sind stark gegliedert, weshalb auch der Flusskrebs zu den Gliedertieren gehört. Zusätzlich zu den Scherenbeinen und Laufbeinen verfügt der Flusskrebs noch über mehrere Kieferfüße bzw. Hinterleibsfüßchen.

Die Kieferfüße bewegen die zerkleinerte Nahrung zu den Kiefern. Außerdem fächeln sie - genauso wie die Hinterleibsfüßchen - den Kiemen ständig frisches, sauerstoffhaltiges Wasser zu.

Krebsweibchen nutzen zudem ihre Afterfüße auf ganz besondere Weise. Im Herbst tragen sie damit hunderte befruchtete Eier herum, aus denen erst im Frühjahr junge Krebse schlüpfen. Die verschiedenen Beine erfüllen also ganz schön viele Aufgaben!

Zusammenfassung

Fassen wir noch mal zusammen: Der Flusskrebs gehört also zu den Krebstieren. Aufgrund seiner gegliederten Beine zählt man ihn zudem auch zu den Gliedertieren. Sein harter schützender Panzer besteht aus Chitin und Kalk und muss einmal im Jahr erneuert werden da er nicht mitwächst.

Die berühmte Krebsscheren dienen zur Zerkleinerung der Nahrung und zur Verteidigung. Krebse verfügen außerdem noch über kleine Kieferfüßchen mit denen sie sich sauerstoffreiches Wasser zu strömen. So kann der Krebs auch unter Wasser immer gut atmen.

Außerdem halten die Afterfüße die Krebseier und transportieren sie so sicher durch das Gewässer. Jetzt weißt du also wofür der Krebs so viele verschiedene Beine hat. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

5 Kommentare
  1. Wir haben auf unserem Wandertag vermutlich einen Steinkrebs entdeckt. Yeah! Der Erklärfilm passt super. Danke.

    Von Heike Neudecker, vor 4 Monaten
  2. sehr gut erklärt
    finde ich sehr gut!!!

    Von Flora R., vor mehr als 2 Jahren
  3. Hallo,
    Krebstiere haben 3 Paar Kieferfüße. :)
    Liebe Grüße,
    deine Biologie-Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor etwa 3 Jahren
  4. Ich weis immer noch nicht wie viele Kieferbeine es gibt. Aber sonst... ;)

    Von Delta y., vor etwa 3 Jahren
  5. gut erklärt :)

    Von Ykhst, vor mehr als 4 Jahren

Krebstiere – innerer und äußerer Bau Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Krebstiere – innerer und äußerer Bau kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme unterschiedliche Krebstiere.

    Tipps

    Die Assel ist der einzige Krebs, der an Land lebt.

    Lösung

    Die Klasse der Krebstiere gehört zum Stamm der Gliederfüßer. In dieser Klasse finden sich zahlreiche Vertreter. Hier hast du den Hummer, die Krabbe, die Garnele und den Flohkrebs kennengelernt. Außerdem siehst du hier eine Assel, den einzigen Vertreter der Krebstiere, der an Land lebt.

  • Erkläre die Funktionsweise der einzelnen Körperteile des Flusskrebses.

    Tipps

    Mit den Kiemenfüßen transportiert der Krebs frisches Wasser zu den Kiemen. Warum könnte das für ihn wichtig sein?

    Lösung

    Neben seinen Laufbeinpaaren besitzt der Flusskrebs noch kleine Kieferfüße und Afterfüße. Mit den Kieferfüßen transportiert der Flusskrebs frisches, sauerstoffreiches Wasser. So erhält er den Sauerstoff, den er zum Atmen braucht. Die weiblichen Flusskrebse tragen mithilfe der Afterfüße die Eier. Der Fächerschwanz hilft dem Krebs rückwärts zu schwimmen, zum Beispiel, wenn er auf der Flucht ist. Seine Scheren nutzt er zum Zerkleinern seiner Nahrung oder zur Verteidigung.

  • Beschreibe den Körperbau der Krebstiere.

    Tipps

    Der Flusskrebs trägt vier Fühler.

    Lösung

    Der Flusskrebs gehört zu den Gliederfüßern. Sein Körper ist von einem harten Chitinpanzer umgeben, der den Flusskrebs vor äußeren Einflüssen schützt. Er trägt 4 Fühler, die mit dem Nervensystem verbunden sind und mit denen der Flusskrebs gut tasten kann. Mit den Scheren kann sich der Krebs verteidigen oder seine Nahrung zerkleinern. Der Fächerschwanz hilft dem Flusskrebs beim Schwimmen – und zwar rückwärts.

  • Bestimme weitere Gliederfüßer.

    Tipps

    Insekten tragen sechs, Spinnentiere acht Beine.

    Lösung

    Krebstiere, Spinnentiere und Insekten gehören zum Stamm der Gliederfüßer. Sie heißen so, da ihr Körper in Segmente gegliedert ist. Hier hast du als Vertreter der Spinnen die Zecke, die Milbe und die Kreuzspinne kennengelernt. Die Biene, die Stabheuschrecke und der Marienkäfer gehören zu den Insekten.

  • Beschreibe den Vorgang des Häutens bei Krebstieren.

    Tipps

    Butterkrebs wird der Krebs nach der Häutung genannt, da sein Skelett dann besonders weich ist.

    Lösung

    Da der Krebs ein hartes Außenskelett trägt, muss er sich häuten. Sonst wäre sein Wachstum nicht möglich. Er streift seine äußere Hülle ab und bleibt dann als Butterkrebs zurück. Sein Außenskelett benötigt zwei bis drei Tage, bis es wieder ausgehärtet ist. Der Häutungsprozess kann sich dadurch ankündigen, dass der Krebs ruhiger wird und weniger frisst oder auch seine Farbe ändert.

  • Erkläre, was man unter einem offenen Blutkreislauf versteht.

    Tipps

    Der Krebs besitzt ein Röhrenherz.

    Lösung

    Der Krebs verfügt wie alle Krebstiere und Insekten über einen offenen Blutkreislauf. Dieser Blutkreislauf wird so genannt, weil das Blut nicht in geschlossenen Adern fließt, sondern sich in einer Art Schlauch befindet, der sich durch den gesamten Körper des Krebses zieht. Dadurch, dass das Blut offenen durch den Organismus strömt, umspült es alle Organe und versorgt diese so mit Sauerstoff.