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Zecke – Lebensweise des Holzbocks 04:11 min

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Transkript Zecke – Lebensweise des Holzbocks

Der Gemeine Holzbock durchläuft drei Lebensphasen und benötigt für jeden Entwicklungsschritt eine Blutmahlzeit, um sich schließlich fortpflanzen zu können. Kaum ist die Minilarve geschlüpft, macht sie sich auf den Weg, ihren ersten Wirt zu suchen, denn ihr Hunger ist groß und um ihn zu stillen braucht die Larve ausschließlich Blut. Um eine Blutmahlzeit zu bekommen, ist die Zeckenlarve darauf angewiesen, dass sie von einem kleinen Säuger wie zum Beispiel einer Maus abgestreift wird. Denn klettern kann sie in diesem Entwicklungsstadium noch nicht sehr hoch. Im Laufe ihres Lebens erwerben die Zecken dann die Fähigkeit, bis zu einer Maximalhöhe von etwa einem Meter 50 zu klettern. Dadurch sind dann auch größere Wirte wie Hunde oder Menschen für sie erreichbar. Direkt neben dem Auge einer Maus hat diese sechsbeinige Zeckenlarve eine besonders dünne Hautstelle gefunden, wo sie leicht den Blutstrom ihres Wirtes erreicht. Ist die Maus, der Wirt der Larve, bereits durch einen früheren Zeckenstich mit Krankheitserregern verseucht, können diese mit dem Blut schon jetzt in die Larve gelangen, die so zum Krankheitsüberträger wird. Nach dem Ende dieser ersten Blutmahlzeit löst sich die Larve wieder von ihrem Wirt und lässt sich fallen. Am Boden kommt es nun zur ersten Verwandlung von der Zeckenlarve zur sogenannten Nymphe. Man nennt das Häutung. Dabei streift die Larve ihre Kindheit in Form der alten Zeckenhaut ab und ihr noch transparenter Körper, sowie ein zusätzliches Beinpaar kommen zum Vorschein. Schon nach wenigen Tagen sind ihr Chitinpanzer und die vier Beinpaare dann ausgehärtet. Um genug Kraft für eine zweite Metamorphose zu erlangen, benötigt die Nymphe erneut eine Blutmahlzeit. Jetzt dienen ihr dazu bereits größere Wirte, wie zum Beispiel Füchse, Hasen, Hunde oder eben auch der Mensch. Im Nymphenstadium sind die Zecken noch immer geschlechtslos. Erst durch eine zweite Häutung kann sich die Nymphe in eine geschlechtsreife Zecke verwandeln. Der Biologe Doktor Dautel benutzt für seine Forschungsprojekte in Berlin Zecken aller Entwicklungsstadien. Das Ergebnis und die Reste der zweiten Metamorphose von Zecken können wir uns an einem Beispiel ansehen. Ja, hier haben wir jetzt ein Gläschen mit den Zecken, die sich gehäutet haben. Hier unten liegen noch die Häute drin und wir haben jetzt Männchen und Weibchen drin und jetzt hole ich mal so ein Weibchen raus und lege das hier kühl. Ja, also, hier haben wir so eine Kühlstation, das ist einfach ein Kühlblock aus dem Kühlschrank, der sorgt dafür, dass die Zecken nicht so schnell weglaufen hier. So bewegungsunfähig gemacht sind die optischen Unterscheidungsmerkmale des hier heimischen Holzbocks genau zu erkennen. Hier haben wir jetzt also ein Weibchen. Das erkennt man daran, dass das so einen rötlich-braunen Hinterleib hat, während die Männchen ganz dunkel sind, da geht das Schild über den ganzen Körper und bei den Weibchen über den vorderen Teil rüber. Diese ausgewachsenen Holzböcke, männliche wie weibliche, benötigen Blut. Bei den Männchen dauert eine Blutmahlzeit in der Regel nur wenige Tage, da sie für ihre eigene Ernährung nur wenig Blut benötigen. Wenn die weibliche Zecke am Körper die richtige Stelle gefunden hat, sticht sie ein und beginnt zu saugen. Der Saugvorgang kann bei ihr bis zu zwei Wochen dauern, denn sie ist, im Gegensatz zu den männlichen Zecken zur eigenen Ernährung und zur Eibildung auf eine viel größere Blutmenge angewiesen. Kein anderes Lebewesen kann so lange Blut saugen, wie die Zecke. Danach kann sie bis zu 200 mal so viel wiegen wie vor der Mahlzeit.

1 Kommentar
  1. Mach weiter so!!!

    Von Justine A., vor mehr als 3 Jahren