30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Wetterkarte 04:25 min

Textversion des Videos

Transkript Wetterkarte

Jede Stunde laufen die Messwerte der weltweit verteilten Wetterstationen über Datenleitungen in den Wetterdienst-Zentralen zusammen. Die verschlüsselten Datensätze werden per Computer auf Karten übertragen. Die Meteorologen analysieren diese Daten und interpretieren daraus die Wetterlage. Dazu ist viel Erfahrung nötig. Automatisch oder per Hand werden die Fronten eingetragen. So wie der Verteilung der Hoch- und Tiefdruckgebiete. So entsteht auf der Grundlage der erfassten Daten von Lufttemperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, aber auch die Windrichtung und die Windgeschwindigkeit, sowie dem Verlauf der Fronten, die Bodenwetterkarte. Doch eine Bodenwetterkarte allein reicht nicht aus, um das Wetter analysieren und verstehen zu können. Man benötigt auch Höhenwetterkarten, die auf der Basis von Satelliteninformationen sowie Messungen von Radiosonden entstehen. Diese zeigen die Druck-Strömungs- und Temperaturverteilung in der mittleren und oberen Troposphäre. Erst der Vergleich von Boden und Höhe erlaubt einen Einblick in die Dynamik der Wettervorgänge. Auf der Basis der aktuellen Messwerte der ganzen Welt berechnen leistungsfähige Großrechner Wettervorhersagekarten. Mit Hilfe der Analysekarten, sowie computergestützter Vorhersagen erstellen die Meteorologen, unter Anwendung ihres Wissens und ihrer Erfahrung, die endgültige Wetterprognose für die nächsten Tage. Doch noch einmal zurück zur Bodenwetterkarte. Anhand der Umrisse lässt sich die Verteilung von Land und Meer gut erkennen. Auch sind ausgewählte Stationen eingezeichnet. Datum und Uhrzeit informieren darüber, von wann die Messwerte stammen. H und T bezeichnen die Zentren von Hochdruck- oder Tiefdruckgebieten. Auf der Nordhalbkugel strömt die Luft am Boden immer im Uhrzeigersinn aus dem Hoch hinaus und sie strömt gegen den Uhrzeigersinn in das Tief hinein. So kann man aus der Lage der Hoch- und Tiefdruckgebiete die Windrichtung einschätzen. Die Linien gleichen Luftdrucks, die Isobaren, zeigen die Verteilung des Luftdrucks an. Der längs einer Isobare herrschende Luftdruck ist in Hektopascal angegeben. Je enger die Isobaren beieinander liegen, desto größer sind die Luftdruckunterschiede und desto stärker weht der Wind. Eine Warmfront ist durch eine rote Linie mit halbrunden Symbolen gekennzeichnet. Eine Kaltfront wird durch eine blaue Linie markiert, deren Symbole spitz zulaufen. Die Seite mit den Symbolen zeigt immer in die Verlagerungsrichtung der Front. Dort, wo die schneller laufende Kaltfront die Warmfront bereits eingeholt hat, spricht man von einer Okklusion. Die Zahlen an den eingetragenen Wetterstationen zeigen zum Beispiel die dort herrschenden Temperaturen in Grad Celsius. Der Windpfeil zeigt die Richtung an, aus der der Wind weht. Die Windgeschwindigkeit wird durch kurze Striche, Fiedern, am Windpfeil angegeben. Anhand der Füllung des Kreissymbols erkennt man den Bedeckungsgrad, also die Bewölkung. Auch die Art des Niederschlags wird durch Symbole gekennzeichnet. Der Luftdruck wird in zehntel Hektopascal angegeben. Und auch die Art der hohen und tiefen Wolken wird durch Symbole dargestellt. Im Satellitenbild kann man darüber hinaus auch noch die Art und die Dichte der Bewölkung, sowie wolkenfreie Zonen erkennen. Aber Vorsicht! Im Winter besteht tagsüber die Gefahr Wolken mit Schneebedeckung zu verwechseln.