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Wie entstehen Lawinen?

Alle Inhalte sind von Lehrkräften & Lernexperten erstellt
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Inhaltsverzeichnis zum Thema Wie entstehen Lawinen?
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Wie entstehen Lawinen?
lernst du in der 6. Klasse

Wie entstehen Lawinen? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wie entstehen Lawinen? kannst du es wiederholen und üben.
  • Vervollständige die Informationen zu den Lawinen.

    Tipps

    Tipp zur Geschwindigkeit: Das schnellste Landtier der Welt (Gepard) erreicht 120 km/h. Wenn du dir die enorme Kraft einer großen Staublawine vorstellst, wird klar, dass die Geschwindigkeit wohl eher doppelt so schnell ist.

    Leider bleibt den Rettern von Verschütteten nicht viel Zeit. Viel weniger als eine Stunde können Menschen in einer Lawine überleben.

    Lösung
    • Im Video wird die enorme Kraft und Geschwindigkeit von Lawinen erkennbar. Der Abgang einer Lawine stellt mit bis zu 300 km/h ein spektakuläres Naturphänomen dar.
    • Leider können dabei jedes Mal Menschenleben betroffen sein. Die Zahlen pro Jahr schwanken sehr. Im Schaubild kannst du die exakten Zahlen pro Jahr für die Schweiz und Österreich ablesen.
    • Nur 10 bis 15 Minuten haben die Suchenden Zeit für die Rettung von Verschütteten. Deshalb sollten alle Menschen, die abseits von präparierten Pisten unterwegs sind, eine Schaufel, eine Sonde, ein Suchgerät und ein Handy mitführen.
  • Fasse die Informationen zur Schneestruktur zusammen.

    Tipps

    Eine Auswertung der verschiedenen Schneeschichten ist die Grundlage für die Bestimmung der Lawinengefahr.

    Eine kritische Zone in der Lawinenforschung bezeichnet die Möglichkeit eines Lawinenabgangs.

    Lösung

    Lawinenforscherinnen und -forscher untersuchen alle Faktoren, die Lawinen auslösen können, um z. B. die Lawinengefahrstufen in den Skigebieten anzugeben.

    • Schneestruktur: Hier wird sehr genau die Struktur der Schneekristalle und der Schneeschichten geprüft.
    • Hangneigung: Bei einer Hangneigung von 30° - 45° ist die Lawinengefahr sehr hoch, ab 45° dann wieder gering, da sich hier kaum noch Schnee halten kann.
    • Bodenbeschaffenheit: Bewachsener Untergrund mit Wurzeln, Büschen und Wald kann eine Lawinenbildung hemmen.
    • Sonne / Wind / Temperatur: Die Lawinengefahr erhöht sich durch schnellen Temperaturwechsel und eine Schneeanhäufung durch Wind.
    • Neuschneemenge: Fällt viel Schnee in kurzer Zeit, kann sich die Schneedecke nicht so stark an die Belastung anpassen.

  • Analysiere die Schutzmaßnahmen gegen Lawinen.

    Tipps

    Zum aktiven Schutz gegen Lawinen zählt das Bestreben, dass Lawinen gar nicht erst entstehen. Wichtigster Bestandteil sind dabei Bäume und Pflanzen.

    Passiv gegen Lawinen sind alle Schutzmaßnahmen vor Lawinen.

    Lösung

    Der Lawinenschutz wurde in den letzten Jahrzehnten beständig ausgebaut. Die hier genannten passiven Schutzmaßnahmen (Auffangzäune, Sprengungen, Aufklärung / Warnung etc.) sind ein wichtiger Teil der Prävention.

    Mindestens genauso wichtig sind die aktiven Schutzmaßnahmen. Der Aufbau von Schutzwäldern hat viele Vorteile. Pflanzen- und Tierarten werden dort beherbergt, der Boden wird vor Erosion geschützt und Steinschlag sowie Lawinen werden verhindert.

  • Entscheide dich für die passenden Formulierungen.

    Tipps

    Passende Abgangsformen: Betrachte die Bilder genau, dann findest du die Antworten. Der Abriss oben oder die Form selbst geben dir die Antwort.

    Passende Geschwindigkeiten: Diese kannst du im oberen Schaubild (im Kopfbereich) ablesen.

    Gefahr: Achte auf die Bilder und den Satzzusammenhang.

    Lösung

    Zum Wissen über Lawinen gehört die Bestimmung der wichtigsten Lawinenarten. Hier hast du nun drei wichtige Typen kennengelernt.

    • Wintersporttreibenden abseits der Pisten wird meist die Schneebrettlawine zum Verhängnis.
    • Die Staublawine ist in ihrer Heftigkeit und Geschwindigkeit gewaltig.
    • Typisch für die Lockerschneelawine ist der punktförmige Startpunkt, die Kegelform im Abgang und die geringere Gefahr, die von ihr ausgeht.
    • Weitere Lawinenarten sind Feuchtschneelawinen (insbesondere bei Regen), Gleitschneelawinen (wie Schneebrett, nur gesamte Schneedecke) und Eislawinen (Gletscherabbruch).

  • Gib die Mindestausrüstung für das Verlassen von präparierten Pisten an.

    Tipps

    Was ist wichtiger: Axt oder Schaufel? Mit der Schaufel kannst du sofort mit der Suche nach Verschütteten starten. Die Axt ist für die Suche und als Gepäckstück viel zu gefährlich.

    Ist dir klar, wofür eine Sonde gebraucht wird? Falls du verschüttet wirst, kann man dich schnell mit einem Verschüttetensuchgerät orten. Also sind Sonde und Suchgerät wichtig, je nachdem ob du verschüttet bist oder suchst.

    Der Schnorchel ist natürlich ein Spaß. Wäre natürlich nicht schlecht, um im Schnee atmen zu können. Leider verdichtet sich der Schnee aber sehr schnell und jede Bewegung wird unmöglich.

    Lösung

    Was machst du, wenn eine Lawine direkt auf dich zukommt?

    • Sofort Skistöcke und alle spitzen Gegenstände wegwerfen – Verletzungsgefahr.
    • Möglichst seitlich aus der Lawinenbahn heraussteuern.
    • Wirst du von einer Lawine erfasst: Mit Schwimmbewegungen versuchen, irgendwie an der Oberfläche zu bleiben.
    • Verlangsamt sich die Lawine: Hände vor Mund und Nase zu einer Atemhöhle formen.
    • Bist du verschont geblieben: Sofort Rettungsdienst mit dem Handy anrufen und Standort mitteilen.
    • Danach sofort mit der Suche beginnen: Mit dem Verschüttetensuchgerät das Signal der Sonde suchen. An Stellen, wo jemand vermutet wird, mit der Schaufel vorsichtig graben.

  • Setze die Folgen des Wintersports mit den Gefahren in Beziehung.

    Tipps

    Achte genau auf die Aussagen links und finde ähnliche Begriffe im rechten Teil.

    Lawinenabgänge sind in den Alpenregionen an vielen Orten möglich. Deshalb erhöht sich das Lawinenrisiko jedes Mal, wenn neue Skigebiete erschlossen werden.

    Skipisten werden in der Wintersaison täglich von vielen Menschen genutzt. Im Frühjahr fahren viele auch noch bei extrem dünnen Schneeschichten. Das verändert den Untergrund, die Bodenstabilität nimmt ab.

    Lösung

    Das Gebirgsökosystem kann durch viele Wintersporttouristen empfindlich gestört werden. Einige bedenkliche Faktoren hast du nun kennengelernt; ebenso Ideen für eine nachhaltigere Form des Tourismus.

    Nach allen Aufgaben zum Thema Lawinen bist du nun ein(e) LawinenspezialistIn.

    Nun noch eine Abschlussfrage: Durch die Lawinenforschung weiß man sehr viel über Lawinen und es gibt zahlreiche aktive sowie passive Schutzmaßnahmen. Können Lawinenabgänge mit Schäden an Gebäuden und Toten jetzt ganz verhindert werden?

    Sicher bist du mit uns einer Meinung: Trotz der umfangreichen Forschung und den vielen Maßnahmen wird es weiter Lawinenabgänge mit Personen- und Sachschaden geben. Die Natur ist nie gänzlich berechenbar.