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Tiefe Wolken 03:10 min

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Transkript Tiefe Wolken

Wenn wir uns aus großen Höhen näher an die Erdoberfläche heranbewegen, verändern die Wolken ihre Erscheinung. Nahe am Erdboden steigt die Temperatur, darum bestehen die sogenannten tiefen Wolken, die man hier findet, nur aus Wasser und enthalten keine Eiskristalle mehr. Als Folge davon werfen tiefe Wolken Schatten und es ist wahrscheinlicher, dass sie Niederschlag wie Regen oder Schnee erzeugen. Es gibt vier Gattungen von tiefen Wolken. Stratocumulus-Wolken sind groß, grau und bestehen aus Wolkenballen. Sie können ausgedehnte Wolkendecken bilden, wenn warme Luft von oben heranströmt und einzelne Wolken dazu bringt, sich zu verbinden. Oft verbindet man sie mit trübem oder grauem Wetter, hin und wieder erzeugen sie aber auch erstaunliche Lichtspektakel. Auch wenn sie selbst nur selten Niederschlag produzieren, sind sie häufig die Vorboten schlechten Wetters. Stratus-Wolken sind flach, nebelig und weitgehend strukturlos und oft ausgedehnt genug, um die Sonne zu verschleiern. Von oben betrachtet erinnern sie oft an eine Art Meer aus Wolken und sie bilden sich, wenn Nebel von der Erdoberfläche aufsteigt. Nimbostratus-Wolken sind besser bekannt als Regenwolken. Sie sind dunkelgrau, die Sonne kann sie nicht durchdringen und ihre Unterseite ist oft verschwommen, was auf Regenfälle hindeutet. Ihr Niederschlag ist oft langanhaltend, aber nicht unbedingt stark und wird umgangssprachlich auch Landregen genannt. Cumulus-Wolken sind die Wolken, an die die meisten Menschen beim Wort „Wolke“ denken. Sie sind bauschig, weiß und schweben in der Luft wie Wolle, weswegen man sie auch Schäfchenwolken nennt. Trotz ihres freundlichen Auftretens besitzen diese Wolken das Potential, sich in etwas ganz Anderes zu verwandeln. Wenn sich eine Cumulus-Wolke weiterentwickelt, bewegen sich Strömungen von warmer, feuchter Luft durch ihr Zentrum nach oben und formen die Wolke in die Senkrechte. Durch diesen von warmfeuchter Luft angetriebenen Vorgang kann aus einer Cumulus-Wolke eine ambossförmige Cumulonimbus-Wolke werden. Als Gigant im Reich der Wolken kann die Cumulonimbus-Wolke alle Schichten der Atmosphäre überspannen und besonders extreme Wetterlagen inklusive Hagel, Donner und sogar Wirbelstürme verursachen. Es gibt also zehn Wolkengattungen - von den zarten hohen Wolken bis zu den dichten tiefen Wolken. Diese Vielfalt zeigt, dass schon kleine Veränderungen in Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck großen Einfluss auf unser Wetter haben können.

Tiefe Wolken Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Tiefe Wolken kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Gesamtanzahl der Wolkengattungen sowie die Anzahl der Gattung tiefer Wolken.

    Tipps

    Das treffende Zahlenverhältnis bei dieser Aufgabe ist vier von zehn.

    Lösung

    Jetzt kennst du die genaue Anzahl der Wolkengattungen: Insgesamt gibt es zehn Wolkengattungen.

    • Viele Einteilungen weisen davon vier zu den tiefen Wolken, drei zu den mittelhohen und drei zu den hohen Wolken zu.
    • Da sich manche Wolkengattungen über eine große vertikale Höhe verteilen können, sind die Einteilungen teilweise unterschiedlich.

  • Zeige lateinische und deutsche Begriffe zur Wolkeneinteilung auf.

    Tipps

    Oft sind bei den lateinischen Wolkennamen Wortteile wie „Strato“, „Nimbo“ oder „Cumulo“ vorhanden.

    Lösung

    Wolken werden vor allem nach dem Ort der Entstehung und nach dem Aussehen klassifiziert. Merke dir Folgendes:

    • Unten sind die Stratus-/Strato-Wolken zu finden.
    • In der Mitte liegen die Alto-Wolken (alto = hoch) und
    • hoch oben kommen die Cirrus-/Cirro-Wolken vor.

    Latein war die Sprache zur Zeit des Römischen Reichs. Heute wird sie noch oft für die Klassifizierung von naturwissenschaftlichen Begriffen gebraucht.

    Die Namen deuten oft auf die Form der Wolken hin:

    • Stratus und Strato stehen für Schichtwolken.
    • Cumulus und Cumulo beschreiben die Haufenwolken.
    • Cirrus und Cirro deuten auf Faserwolken hin.
    • Nimbus und Nimbo sind Regenwolken, über mehrere Schichten.

  • Charakterisiere die unterschiedlichen tiefen Wolkengattungen.

    Tipps

    Wolken in Bilderbüchern werden oft als „Schäfchenwolken“ oder Haufenwolken dargestellt. Merke dir die lateinische Bezeichnung Cumulus.

    Kennst du richtig tiefliegende Wolken aus denen meistens feiner Nieselregen abregnet? Das sind Stratuswolken, auch Schichtwolken genannt.

    Strato-Cumulus-Wolken stellen eine Mixform dar: Hier verbinden sich mehrere Wolkenballen zu Schichten zusammen – eine dicke Wolkendecke entsteht.

    Lösung

    Jetzt kannst du die tiefen Wolken klassifizieren:

    • Verbinde den Begriff Cumulus immer mit den Schäfchenwolken. Wenn also das Wort Cumulus-Wolke fällt, taucht bei dir vor Augen ein Wolkenballen auf.
    • Bei Stratus stellst du dir ein weit ausgedehntes Wolkenmeer vor, also eine weite Wolkenschicht.
    • Stratocumulus verbindet beides: Die Wolkenballen mit der breiten Wolkenschicht. Daraus entsteht dann also eine dicke Wolkenansammlung.
    • Und bei Nimbostratus fallen dir die riesigen dunklen Regenwolken ein.

    Dann kann ja nun bei der Bestimmung tiefer Wolken nichts mehr schief gehen.

  • Ordne die zehn Wolkengattungen den jeweiligen Höhen zu.

    Tipps

    Alto steht hier für die mittelhohen Wolken.

    Nimbostratus und Cumulonimbus können aufgrund ihrer enormen vertikalen Ausdehnung zu mehreren Höhen zugeordnet werden . Gängig ist die Nimbostratus-Wolken den tiefen Wolken und die Cumulonimbuswolken den mittelhohen Wolken zuzuordnen.

    Der Wortstamm cirr steht für Wolken ab 7.000 m Höhe.

    Lösung

    Jetzt kannst du alle zehn Wolkengattungen nach ihrem Aussehen bestimmen und den verschiedenen Höhen zuordnen.

    • Achte dabei auf die beiden Wolkengattungen mit großer Vertikalausrichtung: Nimbostratus ist hier den tiefen Wolken zugeordnet und Cumulonimbus den mittelhohen Wolken.
    • Wolkenforschende differenzieren noch viel genauer: Die zehn Gattungen lassen sich noch weiter in Arten, Unterarten und Sonderformen unterteilen.

    Mit dieser Übersicht bist du jedoch als Wolkenexperte schon bestens am Start.

  • Gib an, welche Elemente die Wolkenbildung beeinflussen.

    Tipps

    Wolken entstehen durch die Verdunstung von Wasser an der Erdoberfläche. Verschiedene Wetterelemente haben darauf Einfluss.

    Bestehende Wolken werden u. a. durch den Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit weiter beeinflusst.

    Lösung

    Zahlreiche Wetterelemente prägen das Wetter und das Klima – auch gegenseitig beeinflussen sie sich.

    Die Bewölkung wird vor allem durch die Temperatur, die Sonnenstrahlung, den Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit bestimmt. Auch der Wind hat einen Einfluss auf Wolken.

  • Arbeite Zusammenhänge zwischen Wolken und anderen Faktoren heraus.

    Tipps

    Regen und die Strahlungsbilanz werden durch Wolken beeinflusst.

    Alle Wetterelemente stehen in Beziehung miteinander. So werden beispielsweise die Wolken durch die Sonnenstrahlung, die Luftfeuchtigkeit und den Luftdruck beeinflusst.

    Neben den Wetterelementen haben noch viele andere Faktoren Einfluss auf die Wolken.

    Die deutsche Übersetzung für International Cloud Atlas kannst du dir sicher ohne Mühen ableiten.

    Lösung

    Wolken haben also großen Einfluss auf unser Wetter und unser Klima. Du weißt jetzt, dass sie in engem Zusammenhang mit anderen Wetterelementen stehen und für die Wettervorhersage einen kompliziert auszuwertenden Faktor darstellen.

    Wolken sind für den Niederschlag zuständig und erwärmen die Luft, wenn Wasserdampf kondensiert. Ebenfalls haben sie einen starken Einfluss auf die Strahlungsenergie vor dem Eintreffen auf die Erdoberfläche sowie danach im Rahmen einer Rückreflexion. Durch Winde werden Wolken in verschiedene Richtungen (oben und seitlich) verteilt, mit unterschiedlichen Auswirkungen.